Oktoberfest München: Drehkarussell «Predator» bleibt stehen – Fahrgäste hängen kopfüber fest
Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 16:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAuf dem Oktoberfest in München ist am Eröffnungstag das Drehkarussell «Predator» wegen einer technischen Störung stehen geblieben, sodass Besucher für kurze Zeit kopfüber in ihren Sitzen verharren mussten.
Fahrgäste hängen kopfüber im Karussell
Nach Angaben der Wiesnwache der Feuerwehr München stoppte das Fahrgeschäft am Samstagabend und blieb für einige Minuten stehen. Mehrere Fahrgäste hingen dabei zunächst kopfüber in ihren Halterungen, bevor die Evakuierung eingeleitet wurde.
Der Betreiber des Fahrgeschäfts, Schausteller Willy Kaiser, erklärte dem Bayerischen Rundfunk, der Evakuierungsplan habe rund fünf Minuten gedauert. Die Besucher seien etwa 120 Sekunden über Kopf gewesen, den Rest der Zeit habe das Personal benötigt, um sie nacheinander aus den Sitzen zu holen und auf den Boden zu bringen.
Sensor löst Stopp aus – TÜV prüft erneut
Ursache der Panne war nach Darstellung des Betreibers ein Sensor, der das Karussell aus Sicherheitsgründen gestoppt hatte. Der Sensor wurde demnach ausgetauscht, anschließend nahm der TÜV eine erneute Prüfung des Fahrgeschäfts vor.
Bei dieser Überprüfung gab es nach Angaben des Schaustellers keine Beanstandungen, das Hochfahrgeschäft «Predator» wurde noch am Samstagabend wieder für den Betrieb freigegeben.
Leichter Schwindel bei einigen Jugendlichen
Die Wiesn-Sanitäter der Aicher Ambulanz berichteten, vor allem Jugendliche hätten nach der Fahrt über leichten Schwindel und Kreislaufprobleme geklagt. Nach kurzen Untersuchungen konnten jedoch alle betroffenen Besucher das Festgelände wieder betreten.
Schwerwiegende Verletzungen wurden nicht bekannt. Der Vorfall blieb damit ein technischer Zwischenfall ohne ernste gesundheitliche Folgen für die Fahrgäste.
191. Oktoberfest startet mit großem Andrang
Das 191. Oktoberfest hatte am Samstagmorgen bei sonnigem Traumwetter begonnen. Zahlreiche Gäste warteten bereits in den frühen Morgenstunden vor den Eingängen, um nach Öffnung kurz nach 9.00 Uhr im Laufschritt Plätze in den Bierzelten zu sichern.
Am Abend des Eröffnungstages meldete die Aicher Ambulanz, dass die Marke von nahezu 600 versorgten Patienten erreicht worden sei. Der neue Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause absolvierte seinen ersten offiziellen Fassanstich im Schützen-Festzelt mit zwei Schlägen.
Technische Panne auf der Wiesn
Der Zwischenfall am Fahrgeschäft «Predator» reiht sich ein in die vergleichsweise seltenen, aber öffentlich stark beachteten technischen Störungen auf großen Volksfesten. Dass Besucher für rund zwei Minuten kopfüber in den Sitzen hängen mussten, verdeutlicht die hohen Belastungen, denen moderne Hochfahrgeschäfte ausgesetzt sind. Zugleich zeigt der geschilderte Ablauf mit Sensorabschaltung, Evakuierungsplan und TÜV-Nachprüfung, wie stark Sicherheitsmechanismen inzwischen auf Redundanz und schnelle Reaktion ausgelegt sind.
Sicherheitsstruktur auf dem Oktoberfest
Das Oktoberfest verfügt seit Jahren über ein dichtes Netz aus Schaustellern, Technikern, Feuerwehr, Polizei und Sanitätsdiensten, die bei Zwischenfällen eng zusammenarbeiten. Die Wiesnwache der Feuerwehr, der TÜV und die Sanitäter der Aicher Ambulanz greifen hierbei ineinander: Sensoren stoppen die Anlage, die Feuerwehr koordiniert, der TÜV prüft, medizinisches Personal kontrolliert die Gesundheit der Betroffenen. Dass alle Besucher nach kurzer Untersuchung zurück auf das Festgelände konnten, deutet auf einen glimpflichen Verlauf hin, trotz der Belastung durch die kopfüber-Position.
Hohe Auslastung zum Wiesn-Start
Der Zwischenfall ereignete sich am Abend eines sehr gut besuchten Eröffnungstages des 191. Oktoberfests. Die nahezu erreichte 600er?Marke bei versorgten Patienten unterstreicht, wie stark die Versorgungsstrukturen bereits am ersten Tag beansprucht werden. Üblicherweise handelt es sich dabei überwiegend um Alkoholfolgen, Kreislaufprobleme, kleinere Verletzungen oder Erschöpfung. Vor diesem Hintergrund erscheint die schnelle Wiederfreigabe des Fahrgeschäfts und der geordnete Ablauf der Evakuierung als Bestandteil eines eingespielten Sicherheitskonzepts, das Risiken nicht ausschließt, aber auf begrenzte Auswirkungen zielt.
