Oktoberfest, Wiesn-Sicherheit

Oktoberfest: KI-Kameras und neue Maßnahmen verschärfen Wiesn-Sicherheit

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 13:47 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Das Oktoberfest startet mit deutlich verschärftem Sicherheitskonzept in die neue Saison. KI-Kameras, eine neue Koordinierungsstelle und mehr Kontrolle sollen gefährliche Gedränge verhindern.

  • Im vergangenen Jahr kam es kurzzeitig zur Überfüllung des Festgeländes. (Archivbild) - Bild: Felix Hörhager/dpa
    Im vergangenen Jahr kam es kurzzeitig zur Überfüllung des Festgeländes. (Archivbild) - Bild: Felix Hörhager/dpa
  • Rund 600 Polizisten sind rund um die Wiesn im Einsatz (Archiv). - Bild: Matthias Schrader/AP/dpa
    Rund 600 Polizisten sind rund um die Wiesn im Einsatz (Archiv). - Bild: Matthias Schrader/AP/dpa
  • In einem neuen gemeinsamen Raum soll der Koordinierungskreis für Sicherheit auf dem Oktoberfest sorgen. - Bild: Lukas Barth-Tuttas/dpa
    In einem neuen gemeinsamen Raum soll der Koordinierungskreis für Sicherheit auf dem Oktoberfest sorgen. - Bild: Lukas Barth-Tuttas/dpa
  • Von hier aus soll die Wiesn-Sicherheit koordiniert werden. - Bild: Lukas Barth-Tuttas/dpa
    Von hier aus soll die Wiesn-Sicherheit koordiniert werden. - Bild: Lukas Barth-Tuttas/dpa
Im vergangenen Jahr kam es kurzzeitig zur Überfüllung des Festgeländes. (Archivbild) - Bild: Felix Hörhager/dpa Rund 600 Polizisten sind rund um die Wiesn im Einsatz (Archiv). - Bild: Matthias Schrader/AP/dpa In einem neuen gemeinsamen Raum soll der Koordinierungskreis für Sicherheit auf dem Oktoberfest sorgen. - Bild: Lukas Barth-Tuttas/dpa Von hier aus soll die Wiesn-Sicherheit koordiniert werden. - Bild: Lukas Barth-Tuttas/dpa

Das Münchner Oktoberfest startet mit einem umfassend verschärften Sicherheitskonzept in die neue Saison.

KI-Kameras und neue Koordinierung

26 KI-gestützte Kameras sollen gefährliche Ansammlungen von Menschen frühzeitig erkennen. Erstmals gibt es zudem eine Koordinierungsstelle direkt auf dem Festgelände, damit Sicherheitskräfte und Stadt schneller zusammenarbeiten können.

Die Stadt spricht von einem generalüberholten Konzept. Nach den Schockmomenten im Vorjahr soll das Zusammenspiel von Polizei, KVR und Ordnern enger werden.

Mehr Präsenz auf dem Gelände

Rund 600 Polizeibeamte sind wie jedes Jahr rund um das Fest im Einsatz. Dazu kommen 56 polizeiliche Videokameras auf dem Gelände, Bodycams und Unterstützung aus mehreren Ländern.

Auch das private Sicherheits- und Ordnungspersonal wird verstärkt. Laut Stadt sind 1200 bis 1600 Ordnerinnen und Ordner auf dem Festgelände unterwegs, an den Eingängen wird unter anderem mit Metalldetektoren kontrolliert.

Schutz vor Gedränge und Angriffen

Rund um das Gelände gelten Sperr­ringe, Poller und Zufahrtsbeschränkungen. Zusätzlich spielt auch die Steuerung der Besucherzeiten eine Rolle, damit sich die Mengen nicht wieder an einzelnen Tagen stauen.

Die Stadt setzt außerdem auf mehr Prävention bei Belästigungen und auf Hilfsmittel wie die SafeNow-App. Das Oktoberfest beginnt in diesem Jahr am 19. September.

Mehr Technik, mehr Personal, mehr Steuerung

Das Oktoberfest setzt in diesem Jahr deutlich stärker auf Technik, Kontrolle und ein eng verzahntes Zusammenspiel der Behörden. 26 KI-gestützte Kameras, zusätzliche polizeiliche Videoüberwachung, Bodycams und eine erstmals direkt auf dem Gelände eingerichtete Koordinierungsstelle sollen gefährliche Verdichtungen schneller sichtbar machen und die Reaktion der Einsatzkräfte beschleunigen.

Der Anlass für die Verschärfung ist klar: Die Stadt will vermeiden, dass sich die Überfüllung des Vorjahres wiederholt. Gerade bei einem Fest mit Millionen Besuchen entscheidet nicht nur die Zahl der Einsatzkräfte, sondern auch, wie schnell Menschenströme gelenkt und Informationen zwischen Polizei, Stadt und Ordnern geteilt werden. Die neue Struktur zielt deshalb auf sogenanntes Crowdmanagement, also auf frühzeitige Steuerung statt auf bloßes Reagieren im Ernstfall.

Bedeutung für Besucher und Stadt

Für Gäste bedeutet das vor allem mehr sichtbare Präsenz und mehr Kontrollen an Eingängen und auf dem Gelände. Gleichzeitig soll die frühere Musik in den Zelten helfen, Besucherströme zeitlich breiter zu verteilen und Spitzen am Wochenende zu entschärfen. Das zeigt, dass Sicherheit hier nicht nur über Polizeiarbeit verstanden wird, sondern auch über die Organisation des Festablaufs selbst.

Die Maßnahmen dürften über die Wiesn hinaus Beachtung finden. Große Veranstaltungen in Städten stehen seit Jahren unter dem Druck, Sicherheit, Offenheit und Aufenthaltsqualität zugleich zu gewährleisten. Das Münchner Konzept verbindet deshalb technische Überwachung, bauliche Sperren und organisatorische Steuerung zu einem Paket, das als Reaktion auf die Erfahrungen des Vorjahres deutlich strenger ausfällt als frühere Ansätze.

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