Oktoberfest, Sicherheit

Oktoberfest 2026: Herrmann verspricht bestmögliche Sicherheit zur Wiesn

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 13:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Zum Start des Oktoberfests stellt Bayerns Innenminister den Besuchern „bestmögliche Sicherheit“ in Aussicht. Stadt und Polizei setzen dabei auf ein weiterentwickeltes Konzept mit mehr Technik und engerer Koordinierung.

  • Im vergangenen Jahr kam es kurzzeitig zur Überfüllung des Festgeländes. (Archivbild) - Bild: Felix Hörhager/dpa
    Im vergangenen Jahr kam es kurzzeitig zur Überfüllung des Festgeländes. (Archivbild) - Bild: Felix Hörhager/dpa
  • Rund 600 Polizisten sind rund um die Wiesn im Einsatz (Archiv). - Bild: Matthias Schrader/AP/dpa
    Rund 600 Polizisten sind rund um die Wiesn im Einsatz (Archiv). - Bild: Matthias Schrader/AP/dpa
Im vergangenen Jahr kam es kurzzeitig zur Überfüllung des Festgeländes. (Archivbild) - Bild: Felix Hörhager/dpa Rund 600 Polizisten sind rund um die Wiesn im Einsatz (Archiv). - Bild: Matthias Schrader/AP/dpa

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat zum Start des Oktoberfests trotz einer erhöhten abstrakten Gefährdungslage „bestmögliche Sicherheit“ für die Besucher versprochen.

Sicherheitskonzept für die Wiesn nachgeschärft

Herrmann sagte, wegen der großen Bedeutung und der internationalen Bekanntheit des Oktoberfests werde von einer erhöhten abstrakten Gefährdungslage ausgegangen. Konkrete Erkenntnisse über Gefährdungen oder Störungen lägen derzeit aber nicht vor.

Nach Schockmomenten auf der überfüllten Wiesn im vergangenen Jahr hätten Polizei und Stadt das Sicherheitskonzept weiterentwickelt und beim Crowd Management deutlich nachgebessert.

Mehr Technik und mehr Koordination

Nach Angaben des Kreisverwaltungsreferats sollen 26 KI-gestützte Kameras gefährliche Menschenansammlungen früh erkennen. Außerdem gebe es erstmals eine Koordinierungsstelle für die Kommunikation zwischen Sicherheitskräften und Stadt direkt auf dem Festgelände.

Kreisverwaltungsreferentin Hanna Sammüller sagte bei einer Pressekonferenz, das Sicherheitskonzept sei „generalüberholt“. Rund 600 Polizeibeamte seien wie jedes Jahr im Einsatz, dazu kämen bis zu 1.600 Ordner.

Start am Samstag mit neuem Oberbürgermeister

Das 191. Münchner Oktoberfest, das als größtes Volksfest der Welt gilt, beginnt am Samstag. Beim traditionellen „O’zapft is“ ist erstmals der neue Oberbürgermeister Dominik Krause zuständig, der den langjährigen Amtsinhaber Dieter Reiter an der Stadtspitze abgelöst hat.

Warum die Sicherheitsfrage jetzt im Mittelpunkt steht

Das Oktoberfest verbindet enorme Besucherzahlen, internationale Aufmerksamkeit und ein dichtes Veranstaltungsgelände mit besonderen Anforderungen an Schutz und Steuerung. Genau deshalb rücken Fragen nach Crowd Management, Zugängen, Kommunikation und Polizeipräsenz vor dem Start jedes Jahr in den Vordergrund.

Die aktuelle Lage in München zeigt, dass das Sicherheitskonzept nicht statisch bleibt, sondern nach Erfahrungen aus früheren Jahren angepasst wird. Wenn Kameratechnik, Koordinierung und Personal verstärkt werden, soll das vor allem helfen, dichte Menschenströme früher zu erkennen und schneller auf kritische Situationen zu reagieren.

Was das für Besucher bedeutet

Für Besucher heißt das in der Praxis vor allem: mehr Kontrolle, klarere Abläufe und eine engere Abstimmung der Sicherheitskräfte untereinander. Solche Maßnahmen sollen nicht nur mögliche Gefahren begrenzen, sondern auch das subjektive Sicherheitsgefühl stärken, das bei Großveranstaltungen mit Millionen Gästen ebenso wichtig ist wie die reine Einsatzstärke.

Gleichzeitig bleibt die Wiesn wegen ihrer Größe ein Ort, an dem selbst gut vorbereitete Konzepte nur Risiken verringern, aber nicht vollständig ausschließen können. Die politische Botschaft hinter der Ankündigung ist deshalb eindeutig: Das Fest soll offen und zugänglich bleiben, ohne bei Schutz und Organisation Abstriche zu machen.

Politische und organisatorische Bedeutung

Dass Stadt und Land das Thema öffentlich betonen, verweist auch auf den hohen Druck, ein Ereignis mit weltweiter Strahlkraft reibungslos abzusichern. Für die Verantwortlichen ist die Wiesn nicht nur ein Volksfest, sondern auch ein Testfall dafür, wie moderne Sicherheitskonzepte bei großen Menschenmengen funktionieren.

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