Bayern, Deutschland

Streamerin Rose Mondy ist «Miss Germany»

07.03.2026 - 23:13:48 | dpa.de

Neun Frauen standen im Finale zur Wahl der «Miss Germany». Am Ende setzt sich eine Kandidatin durch, die eine Männerdomäne erobert hat

  • Die neue «Miss Germany». - Foto: Felix Hörhager/dpa
    Die neue «Miss Germany». - Foto: Felix Hörhager/dpa
  • Rose Mondy mit weiteren Finalistinnen der «Miss Germany Awards».  - Foto: Felix Hörhager/dpa
    Rose Mondy mit weiteren Finalistinnen der «Miss Germany Awards». - Foto: Felix Hörhager/dpa
  • Kandidatin Amelie Reigl ist Biologin und züchtet menschliche Haut. (Archivbild) - Foto: Peter Kneffel/dpa
    Kandidatin Amelie Reigl ist Biologin und züchtet menschliche Haut. (Archivbild) - Foto: Peter Kneffel/dpa
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Rose Mondy aus Herne ist die neue «Miss Germany». Die Streamerin setzte sich im Finale gegen acht Konkurrentinnen durch, darunter eine Wissenschaftlerin aus Würzburg und eine Bundeswehr-Offizierin. 

Die 26-Jährige zeigt sich online auf der Plattform «Twitch» beispielsweise beim «Zocken», beim Spielen von Videogames wie «Minecraft» oder «Fortnite». Dabei nutzt sie ihren Stream aber auch dafür, über ihre Sprachprobleme zu sprechen und über Alltagsrassismus, den sie als Kind syrischer Eltern in Deutschland erlebt. «Ich zeige, dass man nicht perfekt sein muss, um Erfolg zu haben», sagte sie nach ihrem Sieg der Deutschen Presse-Agentur. 

Insgesamt hatten sich 2.600 Frauen für den Titel der Miss Germany beworben, wie der Veranstalter, die Miss Germany Studios, mitteilte. Neun Frauen schafften es ins Finale, wo sie in jeweils drei Kategorien gegeneinander antraten. Rose Mondy gewann zunächst in der Kategorie «Female Mover», in der Frauen ausgezeichnet wurde, die sich in Männerdomänen behaupten. 

Unter den Top-Drei standen neben der Streamerin noch die 36-jährige Anne Bäumler (36) aus dem hessischen Assenheim, die bei einer Drogeriekette ein Team von mehr als 800 Mitarbeitenden führt, und die 31 Jahre alte Biologin Amelie Reigl aus Würzburg, die menschliche Haut im Labor züchtet, um Tierversuche zu reduzieren. 

Auch die 27 Jahre alte Büsra Sayed, die ein Modelabel gegründet hat, das Frauen mit dem traditionellen Kopftuch Hijab stärker sichtbar machen soll, und die Wiesbadener Unternehmerin Amina Ben Bouzid (28), die von Frauen geführte Marken beim Wachstum unterstützt, gingen leer aus. Die beiden Frauen hatten Schlagzeilen gemacht, weil sie als erste Finalistinnen bei «Miss Germany» Kopftuch tragen.

Gesucht: Dax-Vorständinnen statt Beauty-Influencerinnen

Lange als Schönheitswettbewerb bekannt, will sich die Verleihung, die im kommenden Jahr 100 Jahre alt wird, inzwischen als Auszeichnung für Frauen verstanden wissen, «die Zukunft gestalten, entwickeln» und in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen. 

Man suche «nicht nach den nächsten Beauty-Influencerinnen, sondern nach zukünftigen Dax-Vorständinnen und erfolgreichen Gründerinnen», teilte der Veranstalter mit.

Rose Mondy löst nun die Ärztin Valentina Busik als «Miss Germany» ab, die mit Künstlicher Intelligenz arbeitet und die Digitalisierung im deutschen Gesundheitssystem voranbringen will. Sie hat einen Avatar entwickelt, der Tag und Nacht für jeden verständlich auf 40 Sprachen und Gebärdensprache medizinischen Fachjargon übersetzen soll.

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