Dänemark, Deutschland

Wal-Transportschiff hat Nordsee fast erreicht

01.05.2026 - 04:24:41 | dpa.de

Nach einer tagelangen Reise entlang der dänischen Ostküste ist das Schiff mit dem geborgenen Buckelwal jetzt fast in der Nordsee angekommen. Dort soll das Tier abgeladen werden. Aber wo genau?

  • Das Transportschiff mit dem Wal ist seit mehreren Tagen unterwegs. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Das Transportschiff mit dem Wal ist seit mehreren Tagen unterwegs. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
  • Der Wal war wochenlang vor der Insel Poel gestrandet. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Der Wal war wochenlang vor der Insel Poel gestrandet. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
Das Transportschiff mit dem Wal ist seit mehreren Tagen unterwegs. - Bild: Christoph Reichwein/dpa Der Wal war wochenlang vor der Insel Poel gestrandet. - Bild: Christoph Reichwein/dpa

Das Transportschiff mit dem vor Mecklenburg-Vorpommern gestrandeten Buckelwal hat nach tagelanger Reise nun fast die Nordsee erreicht. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder befand es sich am frühen Morgen etwa 11 Seemeilen (rund 20 Kilometer) vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt. Dort, nahe der Stadt Skagen, fließen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird.

Am Dienstag war der wochenlang an der Ostseeküste im Flachwasser liegende Wal in eine sogenannte Barge bugsiert worden. In diesem mit Wasser gefüllten Lastkahn, der vom Schlepper «Fortuna B» gezogen wird, war das tonnenschwere Tier in den vergangenen Tagen in Richtung Nordsee geschippert worden. Nach Plänen der privaten Initiative, die für den Transport verantwortlich ist, soll der Wal schließlich ausgesetzt werden. Wo genau, stand zunächst nicht fest.

In Dänemark rettet man gestrandete Wale nicht

Sollte das Tier nach der Aktion abermals stranden, würden ihm die dänischen Behörden wohl nicht helfen. Das dänische Umweltministerium teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass man gestrandete Meeressäugetiere prinzipiell nicht rette. Strandungen seien «ein natürlich vorkommendes Phänomen» und Wale sollten generell «nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört» werden.

Der rund zwölf Meter lange Buckelwal hatte vier Wochen vor der Insel Poel bei Wismar gelegen. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen versuchte die private Initiative seit Mitte April, den Wal zu bergen, um ihn lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen.

de | unterhaltung | 69266791 |

Weitere Meldungen

«Die Hope stirbt zuletzt»: Drama um Ostsee-Wal auf der Bühne Die Rettungsversuche für den gestrandeten Wal in der Ostsee haben bundesweit viele Menschen über Wochen bewegt. (Unterhaltung, 17.06.2026 - 15:51) weiterlesen...

Ein reiner Badespaß: So sauber sind Europas Gewässer. Fast alle deutschen Badeplätze an Seen, Flüssen und Küsten glänzen laut einem Bericht mit Top-Wasserqualität. Packt die Badehose ein: In Europas Gewässern lässt es sich bedenkenlos planschen. (Unterhaltung, 16.06.2026 - 13:00) weiterlesen...

Ab ins kühle Nass! Deutsche Badegewässer überzeugen. Auch in Deutschland steht der sommerlichen Badesaison also nichts mehr im Wege. Von schwedischen Seen bis zum Mittelmeer: Europas Badegewässer bekommen in einem Bericht der EU-Umweltagentur Topnoten. (Unterhaltung, 16.06.2026 - 11:45) weiterlesen...

Museen buhlen um Wal-Überreste: Interesse an «Timmy»-Knochen. Museen aus mehreren Ländern wollen Teile des Tiers zeigen – und seine Geschichte erzählen. Einige Knochen des als «Timmy» bekannten Buckelwals werden zu Ausstellungsstücken. (Unterhaltung, 14.06.2026 - 04:00) weiterlesen...

Buckelwal lebte nach Freisetzung nur noch maximal fünf Tage. Der Buckelwal hat seine Freisetzung nur kurz überlebt - und war ohnehin schon wieder in der Ostsee unterwegs. Wochenlanger Stress und Verletzungen - und am Ende nur noch wenige Tage im Meer. (Unterhaltung, 12.06.2026 - 11:00) weiterlesen...

Backhaus: Buckelwal lebte wohl noch bis 6. oder 7. Mai Der oft «Timmy» genannte Buckelwal war in den Tagen zwischen seiner Freisetzung und dem Fund vor der Insel Anholt noch kurz aktiv unterwegs. (Unterhaltung, 12.06.2026 - 10:16) weiterlesen...