Kolkata: 17 Tote bei Massenpanik an Durga-Puja-Pavillon
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 21:08 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFestbesucher verlieren am Ausgang die Orientierung
- Die Massenpanik ereignete sich am Samstagabend an einem Pavillon in Kolkata.
- Mindestens 17 Menschen kamen ums Leben; zahlreiche Verletzte wurden in ein Krankenhaus gebracht.
- Viele Besucher suchten wegen eines Regenschauers Schutz, bevor eine irreführende Durchsage Panik auslöste.
Massenpanik fordert 17 Tote in Kolkata
Bei einer Massenpanik während des hinduistischen Fests Durga Puja sind in Kolkata mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche Verletzte wurden nach dem Gedränge an einem Pavillon in Krankenhäuser gebracht.
Gedränge an einem Pavillon-Ausgang
Das Unglück ereignete sich den Berichten zufolge am Samstagabend (Ortszeit) an einem Ausgang des für das Fest aufgebauten Pavillons. Vor dem Zugang hatte sich eine große Menschenmenge versammelt.
Viele Besucher suchten dort Schutz vor einem Regenschauer. Nach Angaben des Regierungschefs des Bundesstaats Westbengalen, Suvendu Adhikari, brach die Panik nach einer irreführenden Durchsage aus.
Besucher verlieren das Bewusstsein
Zahlreiche Menschen verloren in dem Gedränge das Bewusstsein. Augenzeugen zufolge wurden einige Betroffene mit Motorrädern abtransportiert.
Fest dauert bis zum 21. Oktober
Durga Puja wird in Westbengalen vom 16. bis zum 21. Oktober zu Ehren der hinduistischen Göttin Durga gefeiert. Bei großen religiösen Festen und anderen Großveranstaltungen kommt es in Indien immer wieder zu Unfällen.
Beim Maha Kumbh Mela in der nordindischen Stadt Prayagraj waren im Januar 2025 bei einer Massenpanik mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen.
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Durga Puja zählt zu den wichtigsten hinduistischen Festen und zieht in Westbengalen jedes Jahr große Menschenmengen an. In Kolkata entstehen dafür zahlreiche aufwendig gestaltete Pavillons, die während der Festtage von Besucherinnen und Besuchern aufgesucht werden. Die Verbindung aus religiöser Bedeutung, engem Raum, wechselndem Wetter und starkem Publikumsandrang erhöht die Anforderungen an Einlass- und Ausgangskonzepte.
Bei Massenveranstaltungen können einzelne Durchsagen, blockierte Wege oder plötzlich einsetzende Bewegungen eine Kettenreaktion auslösen. Besonders an Ausgängen entsteht dann schnell gefährlicher Druck, weil viele Menschen denselben Fluchtweg nutzen. Für die Sicherheit sind deshalb klar erkennbare Wege, getrennte Zu- und Abgänge, ausreichende Beleuchtung, verständliche Kommunikation und eine Begrenzung der Besucherzahl entscheidend.
Erfahrungen aus früheren Unglücken
Indien hat bei großen religiösen Veranstaltungen wiederholt tödliche Gedränge erlebt. Beim Maha Kumbh Mela in Prayagraj starben im Januar 2025 mindestens 30 Menschen. Solche Unglücke führen regelmäßig zu Forderungen nach besserer Verkehrslenkung, belastbaren Notfallplänen und einer engeren Abstimmung zwischen Veranstaltern, Polizei und Rettungsdiensten.
Für die weiteren Ermittlungen in Kolkata wird daher neben dem unmittelbaren Auslöser auch die Organisation des Besucherflusses eine zentrale Rolle spielen. Von Bedeutung sind insbesondere die räumlichen Bedingungen am Pavillon, die Zahl der Menschen vor Ort, die Sicherheitsvorkehrungen und die Frage, wie schnell Verletzte versorgt werden konnten. Die Festtage in Westbengalen dauern bis zum 21. Oktober an.
