Mein Schiff 3: Windböe löst Kollision in Bremerhaven aus
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 09:05 Uhr | dpa, AD HOC NEWSSchäden und Folgen im Bremerhavener Hafen
- Die «Mein Schiff 3» stieß beim Auslaufen in Bremerhaven auf zwei festgemachte Containerschiffe.
- An Bord befanden sich 2.428 Gäste und 922 Crewmitglieder.
- Alle drei beteiligten Schiffe erhielten ein Auslaufverbot.
Windböe bringt Mein Schiff 3 in Bremerhaven vom Kurs
Eine Windböe hat nach Angaben der Polizei den Unfall des Kreuzfahrtschiffs «Mein Schiff 3» in Bremerhaven ausgelöst. Beim Auslaufen am späten Sonntagabend stieß das Tui-Schiff auf zwei festgemachte Containerschiffe, wobei alle drei Schiffe beschädigt wurden.
Große Schäden an mehreren Schiffen
Das Kreuzfahrtschiff sollte nahezu voll besetzt in Richtung Kanaren aufbrechen und wurde beim Auslaufen von Schleppern unterstützt. Die Böe erfasste das Schiff, das daraufhin auf die beiden Containerschiffe an der Stromkaje zutrieb.
Am kleineren Containerschiff entstand ein leichter Schaden, das größere wurde erheblich beschädigt. Nach Angaben der Polizei wurde dessen Backbordseite auf mehreren Metern aufgerissen; außerdem wurden Containerführungen deformiert. Die Schäden liegen jeweils mehrere Meter über der Wasserlinie.
Keine Verletzten und kein Wassereinbruch
Auch die «Mein Schiff 3» wurde erheblich beschädigt. Auf Bildern waren unter anderem kaputte Rettungsboote zu sehen. Bei keinem der drei Schiffe kam es zu einem Wassereinbruch, Verletzte gab es ebenfalls nicht.
Passagiere bleiben zunächst an Bord
Das Kreuzfahrtschiff fuhr nach dem Zusammenstoß zurück zum Kreuzfahrterminal. Zum Unfallzeitpunkt waren 2.428 Gäste und 922 Crewmitglieder an Bord. Sie können nach Angaben von Tui Cruises vorerst auf dem Schiff bleiben, während Fachleute die Schäden untersuchen.
Alle drei am Unfall beteiligten Schiffe erhielten ein Auslaufverbot. Ob die geplante Reise zu den Kanaren fortgesetzt werden kann, hängt von der technischen Begutachtung und den weiteren Untersuchungen ab.
Der Unfall ereignete sich während einer angespannten Wetterlage an der Nordseeküste. Beim Auslaufen eines großen Kreuzfahrtschiffs wirken Wind, Wellengang, begrenzter Raum im Hafenbecken und die Bewegung mehrerer beteiligter Schiffe unmittelbar zusammen.
Die «Mein Schiff 3» war mit 2.428 Gästen und 922 Besatzungsmitgliedern nahezu voll besetzt. Dass es nach dem Zusammenstoß keine Verletzten und keinen Wassereinbruch gab, begrenzt die unmittelbaren Folgen für die Menschen an Bord. Die Schäden an Rumpf, Rettungsbooten und Containerschiffen führen jedoch zunächst zu einem Auslaufverbot und zu technischen Prüfungen.
Auswirkungen auf die Reise
Für die Passagiere ist entscheidend, wann die Schäden abschließend bewertet werden und ob das Schiff die geplante Kanarenreise antreten kann. Bis dahin bleiben die Gäste nach Angaben der Reederei vorerst an Bord. Die Untersuchungen müssen neben der Schadenshöhe auch klären, ob weitere Sicherheitsauflagen für das Schiff und die beiden Containerschiffe gelten.
Der Fall zeigt zugleich, wie stark das Manövrieren großer Schiffe in engen Hafenbereichen von Schlepperhilfe und Wetterbedingungen abhängt. Das Auslaufverbot schafft den notwendigen Zeitraum für Begutachtung und Ermittlungen, bevor über eine Weiterfahrt oder Änderungen der Reise entschieden werden kann.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
NDR: „Mein Schiff 3“ kollidiert in Bremerhaven mit Containerschiffen (25.10.2026)
Der Beitrag habe zunächst die Kollision und die fehlenden Verletzten geschildert. Er habe den damaligen Ermittlungsstand sowie die Wetterlage eingeordnet, während die spätere polizeiliche Mitteilung die Unfallursache inzwischen konkretisiert habe.
Der Bericht habe den Unfall in die Folgen der Herbststürme in Westeuropa eingeordnet und die Zahl der Menschen an Bord genannt. Anders als die aktuelle Polizeiinformation habe er die konkrete Ursache noch nicht benannt; offen geblieben sei dort auch die Frage nach der Fortsetzung der Reise.
Übereinstimmend hätten beide Beiträge über die Kollision und die fehlenden Verletzten berichtet. Unterschiede ergäben sich vor allem beim Zeitpunkt der Berichterstattung: Die spätere Mitteilung der Polizei habe die Windböe als Auslöser genannt, während die früheren Artikel die Ursache noch offen gelassen hätten.
