Mein Schiff 3 soll am 1. November in die Werft wechseln
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 19:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFolgen für Schiff und Ermittlungen
- Die „Mein Schiff 3“ soll am 1. November an die Pier der Lloyd Werft Bremerhaven wechseln.
- Die abgesagte Kanarenreise betrifft ein nahezu voll besetztes Kreuzfahrtschiff.
- Die Wasserschutzpolizei ermittelt gegen den Kapitän wegen des Verdachts einer Ordnungswidrigkeit.
Mein Schiff 3 wechselt zur Reparatur an die Werftpier
Nach der Kollision des Kreuzfahrtschiffes „Mein Schiff 3“ mit zwei Containerschiffen in Bremerhaven sind Reparaturen erforderlich. Das Schiff soll dafür voraussichtlich am Sonntag, 1. November, an die Pier der Lloyd Werft Bremerhaven wechseln.
Fachleute untersuchen Schäden
Nach Angaben von Tui Cruises untersuchen Fachleute den Ozeanriesen und bereiten die nächsten Schritte vor. Das nahezu voll besetzte Schiff war am Sonntag beim Auslaufen mit zwei am Container-Terminal Stromkaje festgemachten Containerschiffen zusammengestoßen.
Nach Erkenntnissen der Polizei wurde die „Mein Schiff 3“ von einer Böe erfasst und trieb auf die Frachter zu. Bei dem Zusammenstoß entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden in siebenstelliger Höhe.
Kanarenreise abgesagt
Die geplante mehrwöchige Reise in Richtung Kanaren wurde abgesagt. Die Gäste bekommen den Reisepreis erstattet.
Tui Cruises geht davon aus, Anfang kommender Woche mehr Klarheit darüber zu haben, wie nachfolgende Reisen betroffen sein werden.
Polizei ermittelt gegen Kapitän
Die Wasserschutzpolizei ermittelt unter anderem gegen den Kapitän wegen des Verdachts einer Ordnungswidrigkeit. Die Ermittlungen sollen klären, ob er seine Sorgfaltspflichten verletzt hat.
Das Bremer Hafenressort erklärte, dass bei Schiffsmanövern im Hafen immer die Kapitäne verantwortlich seien.
Die Kollision ereignete sich beim Auslaufen aus einem Hafen, in dem Schiffe bei ihren Manövern auf engem Raum neben festgemachten Frachtern verkehren. Nach Angaben der Polizei wurde die "Mein Schiff 3" von einer Böe erfasst. Das Bremer Hafenressort stellte zugleich klar, dass die Verantwortung für Manöver im Hafen bei den Kapitänen liegt.
Für die Reederei hat der Unfall Folgen über die beschädigten Schiffe hinaus. Die mehrwöchige Kanarenreise wurde abgesagt, der Reisepreis soll den Gästen erstattet werden. Ob weitere Kreuzfahrten ausfallen oder verschoben werden müssen, hängt vom Umfang der Reparaturen und der technischen Freigabe des Schiffes ab.
Reparatur und Ermittlungen
Die für Sonntag geplante Verlegung an die Pier der Lloyd Werft markiert den nächsten organisatorischen Schritt. Fachleute sollen den Schaden genauer untersuchen und die Reparatur vorbereiten. Bei dem Zusammenstoß entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden in siebenstelliger Höhe.
Parallel ermittelt die Wasserschutzpolizei gegen den Kapitän wegen des Verdachts einer Ordnungswidrigkeit. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Sorgfaltspflichten verletzt wurden. Die Ermittlungen sollen den Ablauf des Manövers und die Verantwortung für den Unfall klären.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
NDR: „Frachter-Riss nach Kollision mit 'Mein Schiff 3': Reparaturen geplant“ (28.10.2026)
Der Bericht bestätigt die geplante Reparatur und nennt zusätzliche Schäden an einem Containerschiff. Er hebt einen zehn Meter langen Riss an der „MSC Victorine“ sowie die laufenden Ermittlungen und die Beteiligung der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung hervor.
tagesschau: „Frachter-Riss nach Kollision mit 'Mein Schiff 3': Reparaturen geplant“ (28.10.2026)
Der Beitrag bestätigt ebenfalls die Reparaturpläne und ordnet den Schaden an der „MSC Victorine“ ein. Zusätzlich wird betont, dass der Zeitpunkt für die Wiederaufnahme der Kreuzfahrten noch offen sei und eine Seeunfalluntersuchung laufe.
Beide Beiträge stimmen beim Reparaturbedarf und den Ermittlungen überein. Unterschiede liegen vor allem in der Gewichtung zusätzlicher Schäden, der Rolle der Bundesstelle und der offenen Frage, wann die nächsten Reisen stattfinden können.
