Mein Schiff 3 erreicht Werft nach Kollision in Bremerhaven
Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 17:24 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFolgen für Schiff und Ermittlungen
- Die „Mein Schiff 3“ soll nach dem Unfall in der Lloyd Werft Bremerhaven repariert werden.
- Am Sonntag, dem 25. Oktober, kollidierte das Schiff beim Auslaufen mit zwei festgemachten Containerschiffen.
- Zum Unfallzeitpunkt waren 2.428 Gäste und 922 Crewmitglieder an Bord.
Mein Schiff 3 erreicht Lloyd Werft nach Zusammenstoß
Das beschädigte Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“ ist nach dem Zusammenstoß mit zwei Containerschiffen in der Lloyd Werft Bremerhaven angekommen. Die Schäden am Schiff waren deutlich sichtbar, die Dauer der Reparatur blieb zunächst offen.
Reederei prüft weitere Reisen
Nach Angaben von Tui Cruises sind auch Rettungsmittel betroffen. Die Reederei will zeitnah mitteilen, wann das Schiff wieder startklar ist und ob geplante Reisen abgesagt werden müssen.
Unfall beim Auslaufen
Das nahezu voll besetzte Kreuzfahrtschiff war am Sonntag, dem 25. Oktober, beim Auslaufen mit zwei Containerschiffen zusammengestoßen. Nach Erkenntnissen der Polizei wurde das Schiff von einer Böe erfasst und trieb auf die am Container-Terminal Stromkaje festgemachten Schiffe zu.
Bei dem Unfall entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden in siebenstelliger Höhe. Die geplante mehrwöchige Reise in Richtung Kanaren wurde abgesagt; die Gäste bekommen den Reisepreis erstattet.
Mehr als 3.000 Menschen an Bord
Zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes waren nach Angaben von Tui Cruises 2.428 Gäste und 922 Crewmitglieder an Bord. Verletzte wurden in der Meldung nicht genannt.
Wasserschutzpolizei ermittelt
Die Wasserschutzpolizei untersucht den Unfall. Die Ermittlungen richten sich unter anderem gegen den Kapitän wegen des Verdachts einer Ordnungswidrigkeit.
Geprüft werden soll, ob der Kapitän seine Sorgfaltspflichten verletzt hat. Wann die Reparatur abgeschlossen ist und wie der Fahrplan des Kreuzfahrtschiffs aussieht, steht noch nicht fest.
Der Unfall der „Mein Schiff 3“ macht sichtbar, wie eng die Abläufe beim Auslaufen großer Schiffe im Bremerhavener Hafen miteinander verbunden sind. Ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 3.000 Menschen an Bord bewegte sich auf zwei festgemachte Containerschiffe zu, nachdem eine Böe das Schiff erfasst hatte. Für die Reederei bedeutet der Schaden nicht nur eine technische Reparatur, sondern auch die Neuordnung des Reiseplans.
Betroffen sind neben dem Schiffsrumpf auch Rettungsmittel. Dadurch muss vor einer Rückkehr in den Passagierbetrieb nicht nur der Schaden begutachtet, sondern auch die Sicherheitsausrüstung wieder vollständig hergestellt werden. Die abgesagte Kanarenreise zeigt zudem die unmittelbare wirtschaftliche Folge für Reisende und Unternehmen: Die Gäste erhalten den Reisepreis zurück, während weitere Fahrten vom Reparaturumfang und der Dauer der Arbeiten abhängen.
Ermittlungen und Folgen für den Fahrplan
Die Wasserschutzpolizei prüft, ob der Kapitän seine Sorgfaltspflichten verletzt haben könnte. Der Vorwurf betrifft eine mögliche Ordnungswidrigkeit und ist von der technischen Schadensaufnahme getrennt. Beide Verfahren können für die weitere Bewertung des Unfalls eine Rolle spielen.
Für die Passagiere steht zunächst fest, dass die Reiseplanung kurzfristig unsicher bleibt. Erst nach den Untersuchungen in der Werft kann die Reederei belastbar mitteilen, wann die „Mein Schiff 3“ wieder startklar ist und welche geplanten Reisen stattfinden können.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
NDR: „Mein Schiff 3“: Neue Reisepläne frühestens nächste Woche (30.10.2026)
Der NDR berichte, dass die „Mein Schiff 3“ zur Reparatur in die Lloyd Werft komme und zunächst offenbleibe, ob weitere Reisen betroffen seien. Anders als die dpa-Meldung nenne der Bericht zusätzliche technische Schäden und verweise auf die laufenden Ermittlungen sowie eine Untersuchung durch die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung.
tagesschau: Bremen: Dann kommt die „Mein Schiff 3“ nach Crash in Bremerhavener Lloyd-Werft (30.10.2026)
Die tagesschau habe den geplanten Werftwechsel und den Austausch beschädigter Rettungsboote beschrieben. Der Schwerpunkt liege damit stärker auf dem Reparaturablauf; zur Dauer der Arbeiten und zu möglichen Folgen für weitere Reisen habe auch dieser Bericht keine abschließende Entscheidung genannt.
Beide Berichte bestätigten die Reparatur in Bremerhaven und die offene Fahrplanfrage. Unterschiede ergäben sich vor allem beim Detailgrad zu Schäden, Werftablauf und Ermittlungen.
