Marsberg: Zwei Verdächtige nach Tod von 15-Jährigem stellen sich
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 20:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie beiden Männer, die nach dem gewaltsamen Tod eines 15-Jährigen in Marsberg öffentlich mit Fotos gesucht wurden, haben sich am Dienstagabend der Polizei gestellt.
Haftbefehle gegen zwei Männer
Wie die Polizei in Dortmund mitteilte, wurden gegen den 22- und den 23-Jährigen Untersuchungshaftbefehle wegen Totschlags und schwerer Körperverletzung erlassen. Die Männer waren nach der Tat am Samstagabend intensiv gesucht worden.
Nach bisherigen Erkenntnissen sollen sie in Marsberg mit einem Messer auf den Jugendlichen eingestochen haben. Der 15-Jährige starb noch am Unfallort. Zudem werden die Beschuldigten verdächtigt, einem 18-Jährigen schwere Stichverletzungen zugefügt zu haben. Er wird im Krankenhaus behandelt.
Vorführung beim Haftrichter geplant
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Arnsberg ist der 22-Jährige Grieche, der 23-Jährige Kosovare. Beide Männer leben demnach in Hamm. Sie sollen am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden.
Am Samstagabend war ein Streit zwischen den beiden Verdächtigen und einer Gruppe eskaliert, zu der auch der 15-Jährige und der 18-Jährige gehörten. Die mutmaßlichen Angreifer flüchteten nach der Gewalttat. Zu den Hintergründen und zum genauen Ablauf machten die Ermittler zunächst keine weiteren Angaben.
Fahndungsaufruf zurückgenommen
Die Polizei hatte mit Fotos öffentlich nach den Männern gesucht und die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Nach ihrer Stellung wurde der Fahndungsaufruf zurückgenommen.
Ermittlungen nach tödlicher Eskalation
Der Fall steht im Zusammenhang mit einer Auseinandersetzung, die nach bisherigen Erkenntnissen am Rand einer privaten Geburtstagsfeier im Marsberger Ortsteil Essentho begann. Ein 15-Jähriger starb an Stichverletzungen, ein 18-Jähriger wurde schwer verletzt. Der genaue Ablauf, die Rollen der beiden Beschuldigten und ein mögliches Motiv sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Die nun erlassenen Haftbefehle wegen Totschlags und schwerer Körperverletzung markieren den nächsten Schritt im Strafverfahren. Sie beruhen auf dem dringenden Tatverdacht, ersetzen aber kein Urteil. Die Vorführung beim Haftrichter soll klären, ob die Beschuldigten in Untersuchungshaft bleiben.
Bedeutung für Marsberg
Die Tat belastet insbesondere den kleinen Ortsteil Essentho, in dem sich die Gewalt ereignete. Für Anwohner und Angehörige steht neben der Aufarbeitung des Geschehens die Klärung im Mittelpunkt, wie ein Streit mit tödlichem Ausgang eskalieren konnte. Die Polizei wird voraussichtlich weitere Zeugen vernehmen und den Ablauf der Tat rekonstruieren.
Für die Öffentlichkeit ist vor allem relevant, dass der Fahndungsaufruf nach der Stellung der beiden Männer zurückgenommen wurde. Die Ermittlungen richten sich nun auf Beweissicherung, die genaue Tatbeteiligung und die strafrechtliche Bewertung des Geschehens.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
WDR: „15-Jähriger in Marsberg getötet: Nach diesen beiden Verdächtigen fahndet die Polizei“ (22.09.2026)
Der Bericht bestätige den Tod des 15-Jährigen durch Stichverletzungen und die Fahndung nach zwei Männern aus Hamm. Er hebe zusätzlich hervor, die Tat habe sich auf offener Straße im Umfeld einer privaten Geburtstagsfeier ereignet, und gebe die Einschätzung der Staatsanwaltschaft wieder, von den Beschuldigten gehe keine Gefahr für die Bevölkerung aus; die spätere Stellung der Männer sei darin noch nicht berücksichtigt.
FOCUS online: „15-Jähriger mit Messer getötet, Polizei fahndet mit Fotos“ (22.09.2026)
Der Artikel bestätige ebenfalls den tödlichen Messerangriff und die schwere Verletzung eines 18-Jährigen. Er setze einen anderen Schwerpunkt auf die damalige öffentliche Fahndung, die Personenbeschreibungen und die noch offenen Fragen zu Tatwaffe, Motiv und Beziehungen der Beteiligten; die spätere Feststellung der beiden Männer liege außerhalb seines Veröffentlichungsstands.
Beide Berichte seien sich beim Tatort, beim Todesopfer und bei den zwei Tatverdächtigen einig. Unterschiede bestünden vor allem in der Gewichtung von Tatablauf, Umfeld und Fahndungsdetails; offen blieben die genaue Rollenverteilung und das Motiv.
