Marsberg, Öffentliche Fahndung

Marsberg: Polizei fahndet mit Fotos nach zwei Männern nach tödlicher Messerattacke

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 14:13 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach dem Tod eines 15-Jährigen in Marsberg fahndet die Polizei öffentlich nach zwei Männern. Gegen die 22 und 23 Jahre alten Beschuldigten wurden Haftbefehle wegen Totschlags und schwerer Körperverletzung erlassen.

Die Suche nach zwei Tatverdächtigen läuft. (Symbolbild)  - Bild: Bernd Weißbrod/dpa
Die Suche nach zwei Tatverdächtigen läuft. (Symbolbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa

Nach dem gewaltsamen Tod eines 15-Jährigen in Marsberg fahndet die Polizei mit Fotos öffentlich nach zwei dringend Tatverdächtigen.

Haftbefehle gegen zwei Männer

Gegen die 22 und 23 Jahre alten Beschuldigten wurden Untersuchungshaftbefehle wegen Totschlags und schwerer Körperverletzung erlassen, wie die Polizei in Dortmund mitteilte.

Die Männer sollen am Samstag mit einem Messer auf den Jugendlichen eingestochen haben. Der 15-Jährige starb noch am Unfallort an seinen Verletzungen.

18-Jähriger schwer verletzt

Die beiden Männer werden außerdem verdächtigt, am selben Abend auf einen 18-Jährigen eingestochen zu haben. Der Mann erlitt schwere Verletzungen im Gesicht und wird in einem Krankenhaus behandelt.

Polizei bittet um Hinweise

Die Ermittler nennen in ihrem Fahndungsaufruf die vollständigen Namen der Beschuldigten und bitten die Bevölkerung um Mithilfe. Hinweise zu den Männern oder ihrem Aufenthaltsort nimmt die Polizei in Dortmund entgegen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Arnsberg ist der 22-Jährige Grieche, der 23-Jährige Kosovare. Beide Männer leben demnach in Hamm.

Streit soll eskaliert sein

Nach den bisherigen Erkenntnissen war ein Streit zwischen den beiden Tatverdächtigen und einer Gruppe eskaliert, zu der auch der 15-Jährige und der 18-Jährige gehörten. Die mutmaßlichen Angreifer flüchteten nach der Tat.

Weitere Einzelheiten und Hintergründe waren zunächst nicht bekannt.

Öffentliche Fahndung nach tödlicher Eskalation

Die Polizei veröffentlicht Fahndungsfotos, weil die beiden Beschuldigten nach dem Angriff weiterhin gesucht werden. Gegen sie liegen Haftbefehle wegen Totschlags und schwerer Körperverletzung vor. Die Ermittler bitten Personen, die Hinweise zu den Männern oder ihrem Aufenthaltsort geben können, sich direkt an die Polizei zu wenden.

Nach den bisherigen Erkenntnissen begann die Tat mit einem Streit zwischen den beiden Männern und einer Gruppe, zu der die späteren Opfer gehörten. Der genaue Ablauf der Eskalation, die Rollen der beiden Beschuldigten und das mögliche Motiv sind für die strafrechtliche Bewertung entscheidend. Diese Fragen sollen durch Zeugenaussagen und die Vernehmung des verletzten 18-Jährigen geklärt werden.

Bedeutung für Marsberg und die Ermittlungen

Der Fall betrifft eine Kleinstadt im Hochsauerlandkreis, die durch die tödliche Gewalttat und die öffentliche Suche nach zwei mutmaßlichen Angreifern unmittelbar belastet ist. Zugleich erklärte die Staatsanwaltschaft, von den flüchtigen Männern gehe keine Gefahr für die Bevölkerung aus. Für Anwohner ist es dennoch wichtig, mögliche Beobachtungen vom Tatabend nicht selbst zu bewerten oder die Gesuchten anzusprechen, sondern an die Polizei weiterzugeben.

Die Veröffentlichung personenbezogener Fahndungsdaten ist ein weitreichender Schritt und dient dazu, die Ermittlungen nach einer Flucht zu unterstützen. Für die Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

WDR: „15-Jähriger in Marsberg getötet: Nach diesen beiden Verdächtigen fahndet die Polizei“ (21.09.2026)

Der Bericht bestätige den Tod des 15-Jährigen und die Fahndung nach zwei Männern aus Hamm. Er hebe ergänzend hervor, die Tat habe sich auf offener Straße im Umfeld einer privaten Geburtstagsfeier ereignet; außerdem berichte er über die laufende Suche und die Einschätzung der Staatsanwaltschaft, für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr.

FOCUS online: „15-Jähriger mit Messer getötet, Polizei fahndet mit Fotos“ (22.09.2026)

Der Artikel bestätige die Fahndung und nenne ergänzende Personenbeschreibungen der beiden Gesuchten. Er stelle zudem heraus, der 18-Jährige befinde sich in stabilem Zustand; offen blieben weiterhin der genaue Tatablauf, das Motiv und die mögliche Rollenverteilung der beiden Beschuldigten.

Beide Berichte bestätigten den tödlichen Angriff, die schwere Verletzung des 18-Jährigen und die öffentliche Fahndung. Der WDR richte den Schwerpunkt auf den Tatort und die Ermittlungsmaßnahmen, während FOCUS online zusätzliche Angaben zu den Gesuchten und zum Ermittlungsstand hervorhebe.

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