Malaysia: Mehr als 1.200 Menschen nach Fluten evakuiert
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 05:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFolgen für Selangor und Kuala Lumpur
- Starkregen überflutete mehrere Stadtteile im Ballungsraum Klang Valley.
- In Selangor kamen mehr als 1.200 Menschen in Notunterkünften unter.
- Eine Brücke über den Sungai Subang stürzte nach heftigem Regen ein.
Starkregen setzt Kuala Lumpur unter Wasser
Starke Regenfälle haben in Kuala Lumpur und im benachbarten Bundesstaat Selangor Überschwemmungen und Sturzfluten ausgelöst. Im dicht besiedelten Klang Valley mussten mehr als 1.200 Menschen in Notunterkünfte gebracht werden.
Wasser reicht bis an Hausfenster
In mehreren Stadtteilen standen Straßen und Wohngebiete unter Wasser, Autos blieben in den Fluten stecken. In einigen Gegenden des Großraums Kuala Lumpur reichte das Wasser bis an die Fenster von Häusern.
Brücke über Sungai Subang eingestürzt
Auch Straßen und Autobahnen wurden überflutet, der Verkehr war behindert. Vor zwei Tagen stürzte in der Region nach heftigem Regen eine Brücke über den Fluss Sungai Subang ein.
Wetterdienst erwartet weitere Niederschläge
Nach Angaben des malaysischen Wetterdienstes MetMalaysia lösten starke Gewitter und anhaltender Starkregen die Überschwemmungen aus. Die Wassermassen überforderten örtliche Auffang- und Entwässerungssysteme.
Eine Entspannung ist zunächst nicht in Sicht: Meteorologen erwarten in Kuala Lumpur und Selangor auch in den kommenden Tagen Gewitter und weitere Niederschläge.
Die Überschwemmungen treffen den Großraum Kuala Lumpur in einer Phase, in der heftige tropische Regenfälle regelmäßig binnen kurzer Zeit große Wassermengen bringen können. Besonders dicht besiedelte Gebiete im Klang Valley sind anfällig, weil versiegelte Flächen den Abfluss beschleunigen und Entwässerungssysteme bei Starkregen an ihre Belastungsgrenzen gelangen.
Für die betroffenen Menschen verschärft die anhaltende Wetterlage die Situation. Evakuierungen in Notunterkünfte schützen vor steigenden Pegeln, bedeuten aber zugleich Einschränkungen im Alltag und zusätzliche Belastungen für Behörden und Helfer. Überflutete Straßen behindern Rettungseinsätze, Pendler und die Versorgung.
Belastungsprobe für Infrastruktur
Der Einsturz der Brücke über den Sungai Subang zeigt zudem, dass nicht nur Wohngebiete, sondern auch die Verkehrsinfrastruktur betroffen ist. Sperrungen und beschädigte Verkehrswege können die Erreichbarkeit einzelner Stadtteile erschweren, während weitere Gewitter angekündigt sind.
Für die kommenden Tage hängt die Entwicklung vor allem von der Niederschlagsintensität und der Fähigkeit der lokalen Systeme ab, Wasser abzuleiten. Entscheidend sind daher aktuelle Warnungen, gesicherte Verkehrswege und eine schnelle Unterstützung der evakuierten Haushalte.
