Berlin-Marzahn, Bad Freienwalde

Lisa T. tot: Verdächtiger nach Fund in Brandenburg gefasst

Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 19:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Fünf Tage nach ihrem Verschwinden ist die 13-Jährige tot aufgefunden worden. Ein schwer verletzter Mann liegt im Krankenhaus und steht unter dringendem Mordverdacht; die Mordkommission untersucht nun den Fundort und die Umstände der Tat.

Ermittlungen in Berlin und Brandenburg

  • Lisa T. verschwand am Dienstag gegen 7.15 Uhr auf dem Weg zu einer Haltestelle in Berlin-Marzahn.
  • Die Polizei fand ihre Leiche am Sonntag in einem unbewohnten Einfamilienhaus in Altglietzen.
  • Im Haus lag ein schwer verletzter Mann, gegen den die Ermittler dringenden Mordverdacht hegen.
  • Die vermisste 13-jährige Schülerin Lisa ist tot. Ihre Leiche wurde in einem Haus in Brandenburg gefunden. - Bild: Marco Porzig/dpa
  • Insgesamt sind mehrere hundert Beamtinnen und Beamte an den Ermittlungen beteiligt. - Bild: Marco Porzig/dpa
  • In dem Wohngebiet stehen viele Hochhäuser, das erschwerte die Suche auch schon am Freitag. - Bild: Manuel Genolet/dpa
  • Hunde sollen die 13-Jährige aufspüren. - Bild: Andreas Rabenstein/dpa
  • Auch eine Unterwasserdrohne kam zum Einsatz. - Bild: Marco Porzig/dpa
Die vermisste 13-jährige Schülerin Lisa ist tot. Ihre Leiche wurde in einem Haus in Brandenburg gefunden.  - Bild: Marco Porzig/dpa Insgesamt sind mehrere hundert Beamtinnen und Beamte an den Ermittlungen beteiligt. - Bild: Marco Porzig/dpa In dem Wohngebiet stehen viele Hochhäuser, das erschwerte die Suche auch schon am Freitag.  - Bild: Manuel Genolet/dpa Hunde sollen die 13-Jährige aufspüren. - Bild: Andreas Rabenstein/dpa Auch eine Unterwasserdrohne kam zum Einsatz. - Bild: Marco Porzig/dpa

Lisa T. in Brandenburg tot gefunden

Fünf Tage nach dem Verschwinden der 13-jährigen Lisa T. aus Berlin-Marzahn hat die Polizei ihre Leiche in einem unbewohnten Einfamilienhaus nahe der polnischen Grenze entdeckt. In dem Haus fanden die Ermittler außerdem einen schwer verletzten Mann, der nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Verdacht steht, das Mädchen verschleppt und getötet zu haben.

Verdächtiger in kritischem Zustand

Der Mann soll sich lebensgefährlich verletzt haben und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er von Polizisten bewacht wird. Seine Identität war zunächst ungeklärt; laut Staatsanwaltschaft war offen, ob er seine Verletzungen überleben werde.

Die Leiche soll am Montag obduziert werden. Die Todesursache war zunächst nicht bekannt.

Zufälliger Fund in Altglietzen

Die Polizei wurde am Sonntag gegen 12.00 Uhr wegen eines Einbruchs in das unbewohnte Haus im Bad Freienwalder Ortsteil Altglietzen alarmiert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft führte kein Hinweis gezielt zu dem Gebäude; der Fund sei durch den Hausfriedensbruch ans Licht gekommen.

Am Abend sicherte die Mordkommission des Landeskriminalamts Spuren. Die Ermittler müssen nun klären, wie Lisa entführt wurde und welche Verbindung der Verdächtige zu ihr und dem Haus hatte.

Suche begann in Berlin-Marzahn

Lisa war am Dienstagmorgen gegen 7.15 Uhr auf dem Weg zu einer Haltestelle gesehen worden, von der sie zur Schule fahren wollte. Die Polizei setzte in Marzahn Hunderte Beamte, Spürhunde und einen Hubschrauber ein; zudem suchten Helfer mit einer Unterwasserdrohne in Seen nach dem Mädchen.

Die Ermittler erhielten Hinweise im dreistelligen Bereich. Am Freitag gingen sie von einem mutmaßlichen Verbrechen aus. Nun konzentrieren sich die weiteren Untersuchungen auf die Rekonstruktion der letzten Stunden des Mädchens und die Auswertung der Spuren am Fundort.

Der Fall zeigt, wie schnell eine Vermisstensuche in ein länderübergreifendes Tötungsdelikt übergehen kann. Lisa verschwand in Berlin-Marzahn, gefunden wurde sie rund 50 Kilometer entfernt im brandenburgischen Bad Freienwalde. Damit müssen die Ermittler nun nicht nur den Fundort, sondern auch den Weg dorthin und die Umstände des Verschwindens rekonstruieren.

Eine zentrale Rolle dürfte die zeitliche Abfolge spielen: Lisa wurde am Dienstagmorgen auf dem Weg zur Schule zuletzt gesehen, am Sonntag entdeckten Einsatzkräfte ihre Leiche. Die Obduktion soll klären, woran das Mädchen starb. Parallel sichern Spezialisten Spuren im Haus und prüfen, welche Verbindung zwischen dem Verdächtigen, dem Gebäude und dem Opfer bestand.

Ermittlungen über Ländergrenzen hinweg

Die Ermittlungen betreffen Berlin und Brandenburg und dürften deshalb zahlreiche Daten- und Zeugenauswertungen umfassen. Dazu gehören die bisherigen Hinweise aus Marzahn, mögliche Beobachtungen am Dienstagmorgen sowie Erkenntnisse zum Einfamilienhaus in Altglietzen. Der schwer verletzte Verdächtige könnte für die Ermittler besonders wichtig sein, sofern sein Gesundheitszustand eine Befragung zulässt.

Für Anwohner und Eltern beendet der Fund die tagelange Ungewissheit, ersetzt sie aber durch die Frage nach dem genauen Tatablauf. Die Mordkommission muss nun den dringenden Mordverdacht mit Spuren, rechtsmedizinischen Ergebnissen und weiteren Beweisen absichern.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

BR: „Vermisste 13-Jährige ist tot – Verdächtiger festgenommen“ (08.11.2026)

Der Bericht bestätigt den Fund der Leiche in einem unbewohnten Haus bei Bad Freienwalde und die Festnahme eines Verdächtigen. Im Mittelpunkt stehen die Mitteilung der Berliner Staatsanwaltschaft und der aktuelle Ermittlungsstand.

Stern: „Vermisste aus Berlin tot aufgefunden – Tatverdächtiger in Klinik“ (08.11.2026)

Der Bericht hebt ebenfalls den Fundort in einem unbewohnten Einfamilienhaus und den schwer verletzten Verdächtigen hervor. Anders als der BR-Beitrag richtet sich der Schwerpunkt stärker auf dessen Behandlung in einer Klinik; der genaue Tatablauf bleibt offen.

Beide Beiträge stimmen beim Fundort, beim Tod der Schülerin und beim Verdacht gegen einen schwer verletzten Mann überein. Offen bleiben die Todesursache, der Ablauf der Entführung und die Verbindung des Verdächtigen zum Mädchen.

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