KwaMakhutha bei Durban: Elf Tote nach Schusswaffenangriff auf Feier
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 14:17 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBei einem Schusswaffenangriff auf eine Feier in KwaMakhutha nahe Durban sind elf Menschen getötet und drei weitere verletzt worden.
Drei Bewaffnete eröffnen das Feuer
Drei bewaffnete Männer drangen nach Angaben der Polizei in der Nacht zum Mittwoch in ein Haus ein und eröffneten das Feuer. Die Ortschaft liegt in der Nähe der südostsüdafrikanischen Küstenstadt Durban.
Die Täter flüchteten anschließend. Nach ihnen wird gefahndet.
Zehn Tote am Tatort
Ersten Ermittlungen zufolge feierten 13 Männer und eine Frau in dem Haus. Die Frau war vermutlich schwanger und starb ebenso wie neun Männer noch am Tatort.
Ein weiteres Opfer erlag seinen Verletzungen später im Krankenhaus. Drei Menschen wurden verletzt.
Motiv zunächst unklar
Das Motiv ist nach Angaben der Polizei noch nicht bekannt. Die Ermittler teilten jedoch mit, dass einige der Opfer im Zusammenhang mit illegalen Aktivitäten bekannt gewesen seien.
Eine Fehde zwischen rivalisierenden Gruppierungen könne deshalb nicht ausgeschlossen werden.
Gewalt in KwaZulu-Natal
KwaMakhutha liegt in der Provinz KwaZulu-Natal südlich von Durban. Die Region zählt zu den Teilen Südafrikas, in denen schwere Gewaltkriminalität und der Einsatz illegaler Schusswaffen regelmäßig eine wichtige Rolle bei tödlichen Angriffen spielen. Besonders relevant sind dabei Konflikte im Umfeld organisierter Kriminalität, etwa zwischen rivalisierenden Gruppen oder innerhalb krimineller Netzwerke.
Die Polizei ordnet den Angriff zunächst nicht eindeutig einer Fehde zu. Dass einige Opfer den Ermittlern im Zusammenhang mit illegalen Aktivitäten bekannt gewesen seien, liefert einen möglichen Ermittlungsansatz, ersetzt aber noch keine Feststellung zum Motiv. Für die weitere Aufklärung sind deshalb die Aussagen der drei Verletzten, die Tatortspuren und die Identifizierung der flüchtigen Angreifer entscheidend.
Folgen für die Ermittlungen
Der Angriff trifft eine private Feier in einem Wohnhaus und fordert innerhalb kurzer Zeit elf Todesopfer. Damit steht neben der Suche nach den Tätern auch die Frage im Mittelpunkt, ob die Tat gezielt einzelnen Gästen galt oder ob alle Anwesenden Opfer eines eskalierenden Konflikts wurden.
Für die Bewohner der Umgebung bedeutet die Tat eine zusätzliche Belastung in einem Land, in dem Schusswaffengewalt häufig mit sozialer Unsicherheit und organisierter Kriminalität verbunden wird. Die konkrete Bedeutung des Falls wird sich erst klären, wenn die Polizei Angaben zu den Opfern, den Waffen, dem Fluchtweg und möglichen Verbindungen der Verdächtigen veröffentlicht.
