Sturmtief, Norden

Sturmtief wirbelt im Norden - Bahnverkehr weiter betroffen

22.12.2023 - 05:37:07 | dpa.de

Kurz vor Weihnachten fegt ein Sturm über Deutschland. Im Norden kommt es zu großen Problemen im Bahnverkehr, Fähren fallen aus und Weihnachtsmärkte bleiben geschlossen.

  • Wellen brechen sich am Strand von Altefähr auf der Insel Rügen. - Foto: Stefan Sauer/dpa
    Wellen brechen sich am Strand von Altefähr auf der Insel Rügen. - Foto: Stefan Sauer/dpa
  • Das Wasser der Elbe überspült bei Hochwasser Teile des Strands in Hamburg-Övelgönne. - Foto: Bodo Marks/dpa
    Das Wasser der Elbe überspült bei Hochwasser Teile des Strands in Hamburg-Övelgönne. - Foto: Bodo Marks/dpa
  • Zahlreiche Reisende warten auf einem vollem Bahnsteig am Hamburger Hauptbahnhof auf ihre Züge. Sturmtief «Zoltan» sorgt im Fernverkehr der Deutschen Bahn für Ausfälle und Verspätungen. - Foto: Bodo Marks/dpa
    Zahlreiche Reisende warten auf einem vollem Bahnsteig am Hamburger Hauptbahnhof auf ihre Züge. Sturmtief «Zoltan» sorgt im Fernverkehr der Deutschen Bahn für Ausfälle und Verspätungen. - Foto: Bodo Marks/dpa
  • Dunkle Wolken ziehen über die Region Hannover hinweg. - Foto: Julian Stratenschulte/dpa
    Dunkle Wolken ziehen über die Region Hannover hinweg. - Foto: Julian Stratenschulte/dpa
  • Ein Schlepper fährt bei schlechtem Wetter über die Ems. - Foto: Lars Penning/dpa
    Ein Schlepper fährt bei schlechtem Wetter über die Ems. - Foto: Lars Penning/dpa
  • Mitarbeiter der Stadt schließen in Düsseldorf das Tor zum Alten Hafen. Über Weihnachten soll das Hochwasser mit steigendem Rheinpegel zurückkommen. - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
    Mitarbeiter der Stadt schließen in Düsseldorf das Tor zum Alten Hafen. Über Weihnachten soll das Hochwasser mit steigendem Rheinpegel zurückkommen. - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
  • Schnee und Regen behindern den Verkehr auf der Autobahn A23 zwischen Elmshorn und Itzehoe. - Foto: Christian Charisius/dpa
    Schnee und Regen behindern den Verkehr auf der Autobahn A23 zwischen Elmshorn und Itzehoe. - Foto: Christian Charisius/dpa
  • Vom Wind verweht: Eine Frau geht mit einem Regenschirm über einen Weihnachtsmarkt in Frankfurt. - Foto: Andreas Arnold/dpa
    Vom Wind verweht: Eine Frau geht mit einem Regenschirm über einen Weihnachtsmarkt in Frankfurt. - Foto: Andreas Arnold/dpa
  • Ein Mann geht im Sturm am Ostseestrand von Warnemünde entlang. - Foto: Bernd Wüstneck/dpa
    Ein Mann geht im Sturm am Ostseestrand von Warnemünde entlang. - Foto: Bernd Wüstneck/dpa
  • Strandspaziergänger trotzen dem starken Wind auf der Insel Wangerooge. - Foto: Peter Kuchenbuch-Hanken/-/dpa
    Strandspaziergänger trotzen dem starken Wind auf der Insel Wangerooge. - Foto: Peter Kuchenbuch-Hanken/-/dpa
  • Einsatzkräfte der Feuerwehr zersägen in Lotte-Wersen im Tecklenburger Land (NRW) einen auf die Straße gestürzten Baum. - Foto: David Poggemann/NWM-TV/dpa
    Einsatzkräfte der Feuerwehr zersägen in Lotte-Wersen im Tecklenburger Land (NRW) einen auf die Straße gestürzten Baum. - Foto: David Poggemann/NWM-TV/dpa
  • In Schapen hat der Sturm einen Baum auf ein Wohnhaus gestürzt. - Foto: -/NWM-TV/dpa
    In Schapen hat der Sturm einen Baum auf ein Wohnhaus gestürzt. - Foto: -/NWM-TV/dpa
  • Der Fischmarkt in Hamburg ist überflutet worden. - Foto: Bodo Marks/dpa
    Der Fischmarkt in Hamburg ist überflutet worden. - Foto: Bodo Marks/dpa
  • Land unter am Hamburger Fischmarkt. - Foto: Bodo Marks/dpa
    Land unter am Hamburger Fischmarkt. - Foto: Bodo Marks/dpa
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Sturmtief «Zoltan» fegt mit kräftigen Böen und Schauern vor allem durch den Norden Deutschlands. Für den Vormittag sagte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) für die deutsche Nordseeküste sowie Hamburg eine schwere Sturmflut voraus. Auch die ostfriesische Küste sowie das Wesergebiet muss demnach mit schweren Sturmfluten rechnen. Die Deutsche Bahn rechnet für heute mit weiteren Einschränkungen im Personenverkehr.

Der Bahnverkehr war am Donnerstag heftig getroffen worden. Es gab in Regional- und Fernverkehr zahlreiche Ausfälle und Verspätungen aufgrund der Sturmschäden. «Teilweise können Beschädigungen erst bei Tageslicht abschließend beurteilt werden», teilte ein Bahn-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend mit. Besonders die Bahnstrecken im Norden sind demnach betroffen.

Bahnverkehr weiter betroffen

Heute fallen nach ersten Angaben etwa Fernverkehrszüge zwischen Hamburg/Hannover, Kassel und Frankfurt/Stuttgart/Basel sowie Würzburg und München aus. Zwischen Berlin/Leipzig/Erfurt und Frankfurt komme es zu Verspätungen und vereinzelten Ausfällen. Auch ICE- und IC-Züge zwischen Köln und Kassel entfallen zunächst. In Marienhafe, Norden, Norddeich und Norddeich Mole halten den Angaben von Freitag zufolge keine ICE- und IC-Züge. Betroffen sind auch die EC-Zugstrecken in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Auch im Regionalverkehr gab es schon am Donnerstag witterungsbedingte Verspätungen und Ausfälle, die in der Nacht anhielten. Bei Hamburg wurde der Verkehr auf einigen Strecken eingestellt.

Die orkanartigen Böen ließen nicht nur Bäume auf Gleise stürzen, sondern auch etwa auf Straßen. Weihnachtsmärkte blieben geschlossen oder schlossen früher und Fähren fielen aus - wie etwa die Fahrten zwischen Rostock und Gedser in Dänemark. Darüber hinaus musste in Schleswig-Holstein die Fehmarnsundbrücke nach Polizeiangaben vollständig gesperrt werden.

Verletzte durch umgestürzte Bäume

Ein Mensch ist in Fahrdorf in Schleswig-Holstein mit seinem Auto gegen einen auf der Fahrbahn liegenden Baum geprallt und schwer verletzt worden. Der Baum war durch das Sturmtief «Zoltan» am Donnerstagabend auf die Fahrbahn gefallen, wie die Polizei mitteilte. Die verletzte Person wurde in ein Krankenhaus gebracht.

In Sachsen-Anhalt sind in der Nacht zum Freitag wegen des stürmischen Wetters zahlreiche Bäume umgestürzt und Äste sowie Verkehrsschilder abgebrochen. In Salzwedel und Gommern (Landkreis Jerichower Land) wurden zwei Menschen leicht verletzt, wie die Polizei Stendal mitteilte. In Salzwedel war ein Transporter laut Polizei durch den starken Wind von der Straße abgekommen und in Gommern ein Baum auf ein Auto gestürzt.

Elbe überflutet Hamburger Fischmarkt

Die schwere Sturmflut hat in der Nacht zu Freitag das Wasser der Elbe an Land gedrückt und dabei den Fischmarkt und die umliegenden Straßen komplett überspült. Das Wasser stand dabei teils hüfthoch. Da nicht alle Autos rechtzeitig weggefahren wurden, wurden auch sie überspült.

In der Nacht waren die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei unterwegs, um in den noch abgestellten Fahrzeugen im Überschwemmungsgebiet nach Menschen zu suchen. Als ein Mann seinen Transporter noch schnell aus dem Wasser fahren wollte, sei das Fahrzeug weggeschwommen. Er habe dann aber selbstständig den Wagen verlassen können.

Warnung vor schwerer Sturmflut

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sprach für das ganze Bundesland eine Hochwasserwarnung aus. Vielerorts würden erste Flüsse über die Ufer treten und forst- und landwirtschaftliche Flächen überschwemmen.

Während es für eine schwere Sturmflut in der Nacht noch Entwarnung gab, sagte BSH für die deutsche Nordseeküste sowie Hamburg eine schwere Sturmflut am Freitag voraus. Im Hamburger Elbgebiet warnte die Polizei für den Vormittag vor Wasserständen von etwa 3 Metern über dem mittleren Hochwasser. Das betroffene Gebiet sollte laut Polizei gemieden werden. Der Hochwasserscheitel wird den Angaben zufolge gegen 11 Uhr am Pegel St. Pauli mit einer Höhe von bis zu 3,05 Metern über dem mittleren Hochwasser erwartet

Auch für die ostfriesische Küste sowie das Wesergebiet sagten die Expertinnen und Experten vom BSH heute schwere Sturmfluten vorher. Dort sollen die Hochwasser am Vormittag und Mittag 2,5 Meter bis 3 Meter über dem mittleren Wert liegen. An der nordfriesischen Küste werden Wasserstände von 2 Meter bis 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser erwartet. Für die Westküste Schleswig-Holsteins wurde vom Deutschen Wetterdienst (DWD) eine Unwetterwarnung ausgegeben.

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