Kolkata, Durga Puja

Kolkata: Massenpanik bei Durga Puja fordert 19 Tote

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 14:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Bei einem Gedränge an einem Festpavillon in Kolkata sterben 19 Menschen, 25 weitere werden verletzt. Ermittler nehmen mehrere Organisatoren und Sicherheitsmitarbeiter fest.

Ermittlungen nach dem Gedränge in Kolkata

  • Das Unglück ereignete sich am Samstagabend an einem Ausgang eines Festpavillons in Kolkata.
  • Unter den Todesopfern waren vier Minderjährige und 13 Frauen.
  • Mehrere Organisatoren und Beschäftigte eines privaten Sicherheitsdienstes wurden festgenommen.
  • Absperrungen stehen im Stadtteil Chorbagan Sarbojanin in Kolkata, um den Zugang zum Ort einer Massenpanik zu versperren. - Bild: IANS via Xinhua/dpa
  • Menschen versammeln sich am versperrten Eingang einer Gebetsstätte. - Bild: STR/AP/dpa
Absperrungen stehen im Stadtteil Chorbagan Sarbojanin in Kolkata, um den Zugang zum Ort einer Massenpanik zu versperren.  - Bild: IANS via Xinhua/dpa Menschen versammeln sich am versperrten Eingang einer Gebetsstätte.  - Bild: STR/AP/dpa

Massenpanik bei Durga Puja fordert 19 Todesopfer

Bei einer Massenpanik während des hinduistischen Fests Durga Puja in der indischen Millionenstadt Kolkata sind 19 Menschen ums Leben gekommen. 25 Verletzte befanden sich nach Angaben des Regierungschefs von Westbengalen, Suvendu Adhikari, im Krankenhaus.

Gedränge am Ausgang eines Pavillons

Das Unglück ereignete sich am Samstagabend (Ortszeit) an einem Ausgang eines für das Fest aufgebauten Pavillons. Davor hatte sich eine große Menschenmenge versammelt, viele Besucher suchten dort nach indischen Medienberichten Schutz vor einem Regenschauer.

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Irreführende Durchsage löst Panik aus

Wie unter Berufung auf Adhikari berichtet wurde, brach nach einer „irreführenden Durchsage“ Panik aus. In Videoaufnahmen soll eine Warnung vor einem möglichen Einsturz des Pavillons zu hören gewesen sein, zitierte ein indisches Nachrichtenmedium einen Polizeibeamten.

Festnahmen im Zuge der Ermittlungen

Im Zuge der Ermittlungen wurden mehrere Personen festgenommen. Darunter waren den Berichten zufolge Organisatoren des Fests und Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma.

Vier Minderjährige unter den Todesopfern

Unter den 19 Todesopfern waren vier Minderjährige und 13 Frauen. Die Behörden untersuchen nun, wie es zu dem tödlichen Gedränge kommen konnte.

Durga Puja in Westbengalen

Durga Puja wird in Westbengalen vom 16. bis zum 21. Oktober zu Ehren der hinduistischen Göttin Durga gefeiert. Bei großen religiösen Festen und anderen Veranstaltungen kommt es in Indien immer wieder zu schweren Unfällen.

Bei einer Massenpanik während des Pilgerfests Maha Kumbh Mela starben im Januar 2025 in der nordindischen Stadt Prayagraj mindestens 30 Menschen.

Durga Puja zählt zu den wichtigsten hinduistischen Festen in Westbengalen. Vom 16. bis 21. Oktober besuchen viele Menschen temporäre Pavillons, in denen Darstellungen der Göttin Durga aufgestellt sind. In Kolkata führen solche Feiern regelmäßig zu großen Menschenansammlungen auf engem Raum.

Das Unglück reiht sich in eine Serie schwerer Massenpaniken bei Großveranstaltungen in Indien ein. Im Januar 2025 starben während der Maha Kumbh Mela in Prayagraj mindestens 30 Menschen. Solche Katastrophen entstehen häufig dort, wo viele Besucher gleichzeitig durch begrenzte Ein- und Ausgänge geleitet werden und eine unklare oder alarmierende Information die Menge verunsichert.

Sicherheitsfragen im Mittelpunkt

Für die Ermittlungen sind deshalb die Organisation des Pavillons, die Zahl und Breite der Fluchtwege, die Kommunikation mit den Besuchern und das Vorgehen des privaten Sicherheitsdienstes entscheidend. Die Festnahmen von Organisatoren und Sicherheitsmitarbeitern lenken den Blick auf mögliche Verantwortlichkeiten, ersetzen aber keine abgeschlossene Untersuchung.

Für die weiteren Festtage dürften Behörden und Veranstalter den Besucherstrom sowie die Zugangskontrollen besonders genau beobachten. Für Angehörige und Verletzte stehen zunächst medizinische Versorgung, Identifizierung der Opfer und Unterstützung im Vordergrund. Die angekündigten Ermittlungen müssen klären, wie die Panik ausgelöst wurde und ob das Gedränge hätte verhindert werden können.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Tagesschau: „Mindestens 17 Tote bei Massenpanik in Indien“ (18.10.2026)

Der Beitrag bestätige das Gedränge während Durga Puja und beschreibe eine irreführende Durchsage als möglichen Auslöser. Er setze den Schwerpunkt auf die zunächst gemeldete Opferzahl und die noch offenen Einzelheiten des Unglücks.

ntv: „19 Tote und viele Verletzte bei Massenpanik in Indien“ (18.10.2026)

Der Artikel bestätige 19 Tote und 25 Verletzte und ergänze Angaben zu angekündigten Entschädigungen. Anders als der Tagesschau-Beitrag lege er stärkeres Gewicht auf die Folgen für Hinterbliebene und Verletzte.

Beide Beiträge ordneten das Unglück in das religiöse Fest und die Menschenansammlung an einem Pavillon ein. Unterschiede bestünden vor allem bei der zunächst berichteten Opferzahl und bei der Darstellung der angekündigten Hilfen.

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