Köln: Roboter belästigt 16-Jährige – Polizei ermittelt gegen zwei Männer
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 16:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWSRoboter und Handys beschlagnahmt
- Die Polizei stellte den 16-jährigen Besitzer und seinen 19-jährigen Begleiter nahe dem Tatort.
- Der rot-goldene Roboter lag in einem Autokofferraum und ist 1,20 Meter groß.
- Auch die Mobiltelefone der beiden Verdächtigen wurden beschlagnahmt.
Eine 16-Jährige ist in Köln von einem Roboter sexuell belästigt worden; die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Beleidigung auf sexueller Grundlage.
Vorfall vor Schnellrestaurant
Die Jugendliche hielt sich in der Nacht zum Sonntag mit zwei Freundinnen vor einem Schnellrestaurant auf, als sich der rot-goldene Roboter von hinten genähert haben soll.
Nach Angaben der Polizei berührte das Gerät die Jugendliche am Gesäß und führte Stoßbewegungen aus.
Verdächtige sollen Übertragung moderiert haben
Der 16-jährige Besitzer aus Wegberg und sein 19-jähriger Begleiter sollen den Vorfall gefilmt, live in sozialen Medien übertragen und moderiert haben.
Polizisten stellten beide wenig später noch in Tatortnähe. Den Roboter fanden sie im Kofferraum eines Autos, in dem der 16-Jährige ihn verstaut haben soll.
Polizei prüft Steuerung des Geräts
Die Ermittler beschlagnahmten neben dem Roboter auch die Handys der Verdächtigen. Sie prüfen nun, ob die Bewegungen des Geräts gezielt gesteuert wurden.
Technik wird Teil des Tatgeschehens
Der Fall verbindet einen Vorwurf sexueller Belästigung mit dem Einsatz eines ferngesteuerten oder möglicherweise gezielt gesteuerten Roboters. Entscheidend für die strafrechtliche Bewertung dürfte deshalb neben der Handlung selbst auch sein, wer die Bewegungen des Geräts ausgelöst und welche Rolle die beiden anwesenden Männer dabei gespielt haben.
Aufnahmen können zusätzliche Folgen haben
Nach der Polizeidarstellung sollen die Verdächtigen das Geschehen gefilmt, live übertragen und moderiert haben. Damit steht neben dem körperlichen Übergriff auch die digitale Verbreitung des Vorfalls im Raum. Die beschlagnahmten Mobiltelefone könnten Hinweise auf Aufnahmen, Übertragung und Absprachen liefern.
Ermittlungen klären Verantwortlichkeiten
Für die weiteren Schritte sind die Auswertung der Handys und die technische Untersuchung des Roboters zentral. Sie können zeigen, ob das Gerät eigenständig handelte oder von Menschen gesteuert wurde. Für die betroffene Jugendliche bedeutet der Vorfall, dass ein zunächst ungewöhnliches Gerät im öffentlichen Raum zu einem Instrument einer mutmaßlichen Straftat geworden sein soll.
