Kerstin Lee Langley, Vermisstenfall Regensburg

Kerstin Langley: Polizei sucht erneut in der Oberpfalz

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 11:29 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Im Fall der seit 2007 vermissten Kerstin Lee Langley nimmt die Polizei eine weitere mögliche Grabungsstelle in der Oberpfalz ins Visier. Zuvor waren in Berg bei Neumarkt menschliche Überreste gefunden worden.

Kerstin Lee Langley gilt seit 2007 als vermisst. In der Oberpfalz sucht die Polizei nach der Frau. (Archivbild) - Bild: Tizian Gerbing/dpa
Kerstin Lee Langley gilt seit 2007 als vermisst. In der Oberpfalz sucht die Polizei nach der Frau. (Archivbild) - Bild: Tizian Gerbing/dpa

Weitere Grabungsstelle in der Oberpfalz

  • Die Polizei beginnt im Tagesverlauf Sondierungsarbeiten in einem Waldstück in Sulzbach-Rosenberg.
  • Am Freitag wurden in der Gemeinde Berg bei Neumarkt menschliche Überreste ausgegraben.
  • Der Hinweis zum ersten Fundort bezog sich auch auf die zweite mögliche Grabungsstelle.

Die Polizei setzt die Suche nach der seit 2007 vermissten Kerstin Lee Langley aus Regensburg in der Oberpfalz fort.

Polizei prüft zweiten möglichen Fundort

Im Tagesverlauf sollen in einem Waldstück in Sulzbach-Rosenberg Sondierungsarbeiten beginnen. Dabei prüfen die Ermittler den Boden auf Hinweise, die mit dem Vermisstenfall in Verbindung stehen könnten.

Am Freitag hatten Einsatzkräfte in der Gemeinde Berg bei Neumarkt menschliche Überreste gefunden. Nach Angaben der Polizei hatte der Hinweis, der zu dieser Stelle führte, auch das Waldstück bei Sulzbach-Rosenberg als möglichen Grabungsort genannt.

Identität der Überreste noch offen

Ob die Überreste Kerstin Lee Langley zugeordnet werden können, ist derzeit noch nicht geklärt. Das Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung lag zu Wochenbeginn noch nicht vor.

Vermisst seit dem Sommer 2007

Die damals 39 Jahre alte Frau war im Sommer 2007 von ihrem Bruder als vermisst gemeldet worden. Ihr damaliger Lebensgefährte erklärte den Ermittlern, Langley habe sich von ihm getrennt und sei mit einem alten Freund in einem dunklen Auto mit Deggendorfer Kennzeichen davongefahren.

Den von ihm erwähnten alten Freund konnte die Polizei bislang nicht ausfindig machen. Das Bayerische Landeskriminalamt hat für entscheidende Hinweise eine Belohnung von 10.000 Euro ausgeschrieben.

Ein Cold Case nach fast zwei Jahrzehnten

Kerstin Lee Langley wird seit dem Sommer 2007 vermisst. Die neuerlichen Suchmaßnahmen markieren damit einen späten Ermittlungsansatz in einem Fall, bei dem zentrale Fragen bislang offenblieben: Was geschah nach ihrem Verschwinden, und wer war der von ihrem damaligen Lebensgefährten erwähnte alte Freund?

Die räumliche Verbindung zwischen den beiden Fund- beziehungsweise Grabungsstellen ist für die Ermittlungen wesentlich. Nach Angaben der Polizei habe derselbe Hinweis sowohl zu dem Fund menschlicher Überreste in der Gemeinde Berg als auch zu dem Waldstück in Sulzbach-Rosenberg geführt. Ob die Überreste der Vermissten zugeordnet werden können, hängt von der rechtsmedizinischen Untersuchung ab.

Ermittlungen konzentrieren sich auf Identität und Ablauf

Für Angehörige und Ermittler wäre eine Identifizierung ein entscheidender Schritt, würde aber allein noch nicht alle Fragen zum Verschwinden beantworten. Danach müssten unter anderem Todesumstände, möglicher Tatort und die Rolle weiterer Personen geklärt werden.

Der Fall zeigt zugleich, welche Bedeutung neue Hinweise auch viele Jahre nach einem Verschwinden haben können. Die vom Bayerischen Landeskriminalamt ausgesetzte Belohnung von 10.000 Euro soll weiterhin Anreize für Informationen schaffen. Für die Öffentlichkeit bleibt vor allem die rechtsmedizinische Untersuchung der zentrale nächste Schritt.

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