«Gekaufte Noten» an der Uni: Geständnisse zum Prozessauftakt
19.03.2025 - 14:45:29 | dpa.deNach einem Bestechungsskandal an der Universität Duisburg-Essen muss sich eine ehemalige Angestellte seit Mittwoch vor Gericht verantworten. Zum Prozessauftakt hat die 42-Jährige zugegeben, gegen Geld reihenweise Noten von Studierenden manipuliert zu haben. «Ich hatte die ganze Zeit ein schlechtes Gewissen», sagte sie zum Prozessauftakt am Essener Landgericht. Mitangeklagt ist ein ehemaliger Student, der den Kontakt zu den Studierenden aufgenommen hat. Auch der 39-Jährige hat ein Geständnis abgelegt.
Laut Anklage hat die ehemalige Sachbearbeiterin zwischen 2017 und 2021 die Noten von mindestens 40 Studierenden verbessert. Insgesamt geht es um fast 200 manipulierte Einträge im universitätseigenen IT-System. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass zuletzt 900 Euro gefordert wurden, um eine nicht bestandene Prüfung in «bestanden» zu ändern. Insgesamt sollen die Angeklagten fast 120.000 Euro kassiert haben.
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