Italien, Deutschland

Südtirol gibt Pläne für «Hunde-Taxe» von Urlaubern auf

15.11.2025 - 12:31:07 | dpa.de

In Italiens Nordprovinz - bei Deutschen besonders beliebt - sollten pro Touristenhund künftig jeden Tag 1,50 Euro fällig werden. Die neue Hundesteuer-Regelung ist nun jedoch wieder vom Tisch.

Südtirol verzichtet nun doch auf eine Art Hunde-Kurtaxe. (Archivbild) - Bild: Christoph Sator/dpa
Südtirol verzichtet nun doch auf eine Art Hunde-Kurtaxe. (Archivbild) - Bild: Christoph Sator/dpa

In Südtirol werden Urlauber für ihre Hunde jetzt doch keine «Kurtaxe» bezahlen müssen. Die Landesregierung zog eine geplante Neuregelung zurück, nach der vom nächsten Jahr an für jeden mitgebrachten Hund täglich 1,50 Euro fällig geworden wären. Italiens nördlichste Provinz zählt zu den besonders beliebten Urlaubszielen deutscher Touristen. 

Die «Kurtaxe» war Teil einer geplanten neuen Gesamtregelung. 2026 sollte in ganz Südtirol eine Hundesteuer eingeführt werden: Einheimische Hundehalter sollen dann für jeden Hund 100 Euro pro Jahr bezahlen, Besucher die Tagesgebühr. Der zuständige Landesrat (Minister) Luis Walcher begründete den Verzicht auf sein Vorhaben damit, dass es im Landesparlament offensichtlich keine Mehrheit dafür gebe.

Kommt nun doch eine Gendatenbank? 

Das mit Steuer und Taxe eingenommene Geld sollte eigentlich dazu verwendet werden, Straßen und Plätze von Hundekot freizuhalten. Bislang wird das in der mehrheitlich deutschsprachigen Provinz über die Müllgebühr bezahlt - also auch von den etwa eine halbe Million Südtirolern ohne Hund. Das sorgt immer wieder für Ärger. 

Unklar ist, ob nun die Pläne für eine Art Gendatenbank für die mehr als 40.000 Hunde in der Region wieder aufgenommen werden. Dazu mussten einheimische Hundebesitzer von ihren Tieren bereits DNA-Proben abgeben. 

Anhand der Exkremente könnte bei Häufchen auf Straßen oder Wanderwegen ermittelt werden, welcher Hund sie hinterlassen hat. Bislang haben aber nur 13.000 Hundehalter Genproben registrieren lassen.

de | unterhaltung | 68360251 |

Weitere Meldungen

Mehr Wettbewerb im Fernverkehr - gut für Fahrgäste?. Die Bundesnetzagentur verspricht sich davon bessere Bedingungen für Fahrgäste. Die Deutsche Bahn muss Wettbewerbern mehr Platz auf der Schiene machen. (Wirtschaft, 30.06.2026 - 14:20) weiterlesen...

Zwei Wochen lang kein Bahn-Fernverkehr über den Brenner. Der Brenner ist für Autos und die Bahn eine wichtige Nord-Süd-Verbindung in den Alpen. Jetzt wird die Strecke zwischen Innsbruck und Bozen vom 17. Juli bis 1. August gesperrt - mit Folgen. Zwei Wochen lang kein Bahn-Fernverkehr über den Brenner (Wirtschaft, 29.06.2026 - 13:56) weiterlesen...

Brief von Orlopp: Commerzbank wirbt um Treue der Aktionäre. Die Entscheidung liegt bei den Aktionären. Nun wendet sich die Commerzbank-Chefin an die Anteilseigner. In der kommenden Woche läuft das Übernahmeangebot der Unicredit für die Commerzbank aus. (Wirtschaft, 26.06.2026 - 13:39) weiterlesen...

Streit im Übernahmeringen: Commerzbank kontert Unicredit. Doch die zweifelt an den Aussagen der Italiener und spricht erneut von widersprüchlichen Angaben. Die Unicredit hält den Druck auf die Commerzbank hoch. (Wirtschaft, 25.06.2026 - 09:15) weiterlesen...

Europäer sichern Ukraine anhaltende Unterstützung zu. Beim Nato-Gipfel wird sich zeigen, ob das hält. Dort wollen die Europäer Stärke zeigen. Der G7-Gipfel scheint Europäer und Amerikaner wieder näher zusammengebracht zu haben. (Politik, 24.06.2026 - 19:15) weiterlesen...

Merz versichert: Europäer stärken Nato gemeinsam. Sie haben mehrere Botschaften, die vor allem an die USA gerichtet sind. Die größeren europäischen Nato-Partner stimmen sich vor dem Gipfel des Bündnisses ab. (Politik, 24.06.2026 - 19:01) weiterlesen...