Hamburg, Deutschland

Jugendamts-Zeugin: Nie von Gewalt gegen Block-Kinder gehört

08.01.2026 - 11:30:12 | dpa.de

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder steht in der ersten Verhandlung 2026 der erbitterte Sorgerechtsstreit der Eltern im Mittelpunkt. Eine frühere Jugendamts-Mitarbeiterin wird befragt.

Der Sorgerechtsstreit stand im Mittelpunkt des 28. Prozesstages. - Bild: Marcus Brandt/dpa
Der Sorgerechtsstreit stand im Mittelpunkt des 28. Prozesstages. - Bild: Marcus Brandt/dpa

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat eine frühere Mitarbeiterin des Hamburger Jugendamtes erklärt, vor dem Sommer 2021 nie von Gewaltvorwürfen gegen die Mutter gehört zu haben. «Mir gegenüber sind keine Vorwürfe vorher erhoben worden», sagte die Zeugin vor dem Landgericht. Damals waren die Kinder nach einem Wochenendbesuch bei ihrem Vater in Dänemark nicht wie vereinbart nach Hamburg zurückgekehrt.

«Von einem auf den anderen Tag sind Tatsachen geschaffen worden», sagte die 43-Jährige, die den Fall von einer Kollegin übernommen hatte und beim Jugendamt von Frühjahr 2021 an zwei Jahre lang für den Fall zuständig war. Der Vater begründete das Vorgehen mit Gewaltvorwürfen, die die Kinder gegen ihre Mutter erhoben hätten. 

Christina Block bestreitet diese Anschuldigungen. Die Eltern führten jahrelang einen erbitterten Sorgerechtsstreit. Es gab nach dem Sommer 2021 so gut wie keinen Kontakt zur Mutter, hatte die Angeklagte im Prozess berichtet.

In der Silvesternacht 2023/24 waren der Junge und das Mädchen mutmaßlich von einer israelischen Sicherheitsfirma am Wohnort ihres Vaters in Dänemark entführt und nach Deutschland gebracht worden. Der Angeklagten Block wird im Prozess vorgeworfen, den Auftrag zu der Entführung ihrer beiden damals 10 und 13 Jahre alten Kinder gegeben zu haben. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, bestreitet das.

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