Hurrikan Isaias, Sturmfolgen USA

Hurrikan Isaias: Vier Tote und Hunderttausende ohne Strom in den USA

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 21:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Sturm «Isaias» hat im Süden der USA vier Menschen getötet und Hunderttausende Haushalte ohne Strom zurückgelassen. Während Überflutungen und Tornados drohen, bereitet sich Mexiko auf den schweren Hurrikan «Simon» vor.

  • «Isaias» hat Teile des Südens der USA verwüstet. - Bild: Gerald Herbert/AP/dpa
    «Isaias» hat Teile des Südens der USA verwüstet. - Bild: Gerald Herbert/AP/dpa
  • Sturm «Isaias» wütet über mehreren US-Bundesstaaten. - Bild: Uncredited/National Oceanic and Atmospheric Administration/AP/dpa
    Sturm «Isaias» wütet über mehreren US-Bundesstaaten. - Bild: Uncredited/National Oceanic and Atmospheric Administration/AP/dpa
«Isaias» hat Teile des Südens der USA verwüstet. - Bild: Gerald Herbert/AP/dpa Sturm «Isaias» wütet über mehreren US-Bundesstaaten. - Bild: Uncredited/National Oceanic and Atmospheric Administration/AP/dpa

Sturm «Isaias» hat in den USA vier Menschen getötet und in Florida sowie Alabama Hunderttausende Stromanschlüsse lahmgelegt.

Tote und Stromausfälle in mehreren Bundesstaaten

Allein in Florida seien nach Angaben von Gouverneur Ron DeSantis 430.000 Anschlüsse betroffen. Ein Mensch starb demnach, als ein Baum auf das Dach eines Hauses stürzte; ein weiteres Opfer wurde tot in einer Garage gefunden, in der ein Stromgenerator lief.

Der Katastrophenschutz von Alabama meldete rund 200.000 Stromausfälle. In dem Bundesstaat kamen zudem zwei Menschen ums Leben.

Lebensgefahr durch Überflutungen

«Isaias» war am Freitag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde in Florida auf Land getroffen. In mehreren Bundesstaaten war vorsorglich der Notstand ausgerufen worden. Zunächst als Hurrikan eingestuft, schwächte sich der Sturm in der Nacht ab.

Nach Angaben des Wetterdienstes besteht dennoch Lebensgefahr, insbesondere durch Überflutungen. Starkregen und extreme Winde erfassen weite Teile des Südostens der USA.

Sturmgefahr bis ins Landesinnere

Betroffen sein können neben Florida und Alabama auch Georgia, Mississippi und Tennessee. Örtlich sind Erdrutsche und Tornados möglich.

Hurrikan «Simon» bedroht Mexikos Pazifikküste

In Mexiko bereiten sich die Menschen unterdessen auf das Eintreffen des Hurrikans «Simon» vor. Der Sturm wurde in die Kategorie 4 eingestuft und soll Kurs auf die zentrale Westküste nehmen.

Der mexikanische Wetterdienst und das Marineministerium erwarten, dass sich «Simon» bis Sonntagabend Ortszeit bis auf gut 30 Kilometer der Küste nähert. Prognostiziert werden Starkregen, Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde und Wellenhöhen von sechs bis acht Metern.

In tief gelegenen Gebieten drohen nach Angaben des Marineministeriums Hochwasser, Überschwemmungen und Erdrutsche.

Späte Atlantik-Saison

Der Sturm trifft die US-Golfküste zu einem ungewöhnlich späten Zeitpunkt. Der erste Atlantik-Hurrikan der Saison entstand erst im Oktober; die reguläre Hurrikan-Saison reicht von Anfang Juni bis Ende November. Als möglichen Faktor für die bislang ruhige Entwicklung nennen Wetterexperten den Einfluss des Klimaphänomens El Niño, das die Entstehung tropischer Wirbelstürme im Atlantik erschweren kann.

Für die betroffenen Regionen ist nicht allein die Windgeschwindigkeit entscheidend. Sturmfluten, Starkregen und über die Ufer tretende Flüsse können auch entfernt vom unmittelbaren Landfall lebensgefährliche Überschwemmungen verursachen. Tornados und Erdrutsche erhöhen die Gefahr zusätzlich, während großflächige Stromausfälle die Versorgung, Kommunikation und medizinische Hilfe belasten.

Folgen über die Küstenregion hinaus

Der Ausfall Hunderttausender Stromanschlüsse zeigt die Größenordnung der Belastung für die Infrastruktur. Hinzu kommen mögliche Schäden an Straßen, Häusern und Energieanlagen. Die vorsorgliche Ausrufung des Notstands ermöglicht es den Behörden, Hilfskräfte zu mobilisieren und Wiederherstellungsarbeiten zu koordinieren.

Auch die Entwicklung in Mexiko verdeutlicht, dass die Region gleichzeitig von mehreren schweren Tropenstürmen betroffen ist. Für die Bevölkerung an der Pazifikküste stehen dort vor allem Hochwasser, Überschwemmungen und Erdrutsche im Mittelpunkt. Die angekündigten hohen Wellen und starken Böen machen besonders tief gelegene Gebiete verwundbar.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Frankfurter Rundschau: „Bis zu 175 Kilometer pro Stunde: Hurrikan „Isaias“ nimmt Kurs auf US?Golfküste – Evakuierungen angeordnet“ (09.10.2026)

Der Bericht habe vor dem Landgang vor lebensgefährlichen Sturmfluten, Überschwemmungen und möglichen Tornados gewarnt. Er bestätige die Vorbereitungen in Florida und Alabama, setze aber einen zusätzlichen Schwerpunkt auf Evakuierungen, die vorsorgliche Räumung von Offshore-Anlagen und die erwarteten Auswirkungen auf Mexiko.

n-tv: „Satellitenvideo zeigt "Isaias": Von Blitzen durchzuckter Hurrikan rollt auf US-Küste zu“ (09.10.2026)

Der Beitrag habe den ungewöhnlich späten ersten Atlantik-Hurrikan der Saison hervorgehoben und anhand von Satellitenbildern die erwartete Zugbahn thematisiert. Im Unterschied zum Bericht über die konkreten Schäden und Todesfälle richte er den Blick stärker auf die meteorologische Entwicklung und die Möglichkeit, dass der Sturm weit ins Landesinnere vordringen könne.

Beide Beiträge bestätigten die Gefahren durch den Sturm und die außergewöhnliche zeitliche Einordnung; unterschiedliche Schwerpunkte lägen bei den praktischen Schutzmaßnahmen und der meteorologischen Entwicklung. Offen bleibe in den Vorberichten vor allem, wie groß die Schäden nach dem Landgang tatsächlich ausfallen würden.

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