Hurrikan Isaias, US-Golfküste

Hurrikan Isaias verstärkt sich: Evakuierungen an US-Golfküste

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 15:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Hurrikan «Isaias» hat vor der US-Golfküste Windgeschwindigkeiten von rund 190 Kilometern pro Stunde erreicht. Florida, Alabama und Mississippi bereiten sich auf Sturmfluten, Überschwemmungen und länger anhaltende Stromausfälle vor.

Der tropische Wirbelsturm erreichte am Donnerstag im Golf von Mexiko die Stärke drei von fünf. - Bild: -/NOAA/dpa
Der tropische Wirbelsturm erreichte am Donnerstag im Golf von Mexiko die Stärke drei von fünf. - Bild: -/NOAA/dpa

Hurrikan «Isaias» hat sich auf seinem Weg zur US-Golfküste deutlich verstärkt und am Freitag im Golf von Mexiko Windgeschwindigkeiten von rund 190 Kilometern pro Stunde erreicht.

Landfall an der Golfküste erwartet

Damit erreichte der Sturm die Stärke drei von fünf, wie das US-Hurrikanzentrum NHC mitteilte. Der erste Hurrikan der diesjährigen Atlantiksaison dürfte am Freitagabend oder in der Nacht zum Samstag auf die Küste treffen.

Besonders gefährdet sind der Nordwesten Floridas sowie Alabama und Mississippi. Meteorologen warnen vor lebensgefährlichen Sturmfluten, heftigen Regenfällen und Überschwemmungen; auch Tornados sind möglich.

Behörden bereiten sich auf Folgen vor

Nach Angaben des Hurrikanzentrums könnte sich «Isaias» noch weiter verstärken. Die Behörden rechnen zudem mit länger anhaltenden Stromausfällen in den betroffenen Gebieten.

Floridas Gouverneur Ron DeSantis warnte vor schweren Schäden und erklärte, es werde Auswirkungen im gesamten Nordwesten Floridas geben. Die Katastrophenschutzabteilung mobilisierte nach seinen Angaben mehr als Tausend Generatoren, rund 1,9 Millionen Liter Benzin und etwa 3,8 Millionen Liter Diesel sowie Fertiggerichte, Lebensmittelpakete und Wasser.

Evakuierungen in mehreren Bundesstaaten

DeSantis rief die Bevölkerung dazu auf, mit Stromausfällen und verzögerten Dienstleistungen zu rechnen und sich auf eine Versorgung von 72 Stunden vorzubereiten.

In mehreren Bundesstaaten wurde vorsorglich der Notstand ausgerufen. Alabamas Gouverneurin Kay Ivey ordnete die Evakuierung von Touristen und Besuchern aus mehreren Küstenorten an, darunter Gulf Shores, Orange Beach und Dauphin Island. Auch in Florida mussten Menschen besonders gefährdete Küstengebiete verlassen.

Flüge werden umgebucht

Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, die Vorbereitungen schnellstmöglich abzuschließen. United, Delta und JetBlue boten betroffenen Passagieren an, für dieses Wochenende geplante Reisen kostenlos auf wenige Tage später umzubuchen.

Weitere Tropenstürme in Mexiko

Auch Mexiko stellt sich auf Extremwetter ein. Der Tropensturm «Simon» könnte am Sonntag zu einem Hurrikan der Kategorie vier anwachsen und die Küste des Bundesstaates Jalisco treffen. Erwartet werden Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde, Wellenhöhen von acht bis neun Metern und in mehreren Provinzen drei Tage andauernder Starkregen.

Zudem rechnen mexikanische Wetterexperten damit, dass der Tropensturm «Rachel» am Wochenende die Halbinsel Niederkalifornien erreicht.

Einordnung: Gefahr durch mehrere Risiken

Die Gefährdung an der US-Golfküste ergibt sich nicht allein aus der Windgeschwindigkeit. Bei Hurrikanen können Sturmfluten, Starkregen und Überschwemmungen auch Gebiete weit außerhalb des Zentrums treffen. Tornados gehören ebenfalls zu den möglichen Begleiterscheinungen.

Für die betroffenen Küstenorte ist der zeitliche Vorlauf entscheidend. Evakuierungen sollen Menschen aus besonders gefährdeten Zonen bringen, bevor Straßen unpassierbar werden oder die Rettungsdienste durch den Sturm belastet sind. Die von Florida und Alabama bereitgestellten Generatoren, Treibstoff- und Lebensmittelvorräte zielen vor allem darauf, die Versorgung während möglicher Stromausfälle aufrechtzuerhalten.

Folgen für Verkehr und Versorgung

Die angekündigten Flugumbuchungen zeigen, dass die Auswirkungen über die unmittelbare Küstenzone hinausreichen. Sperrungen, Stromausfälle und Schäden an Infrastruktur können auch nach dem Durchzug des Hurrikans anhalten. Für Reisende und Bewohner bedeutet das, dass nicht nur der Zeitpunkt des Landfalls, sondern auch die Wiederherstellung von Straßen, Stromnetzen und Dienstleistungen relevant ist.

Parallel stellt sich Mexiko auf weitere tropische Systeme im Pazifik ein. Damit konzentrieren sich innerhalb weniger Tage mehrere Wettergefahren auf Nord- und Mittelamerika: Während an der US-Golfküste vor allem Sturmflut und Überschwemmungen im Mittelpunkt stehen, drohen in Mexiko nach den Angaben des Wetterdienstes besonders starker Regen, hohe Wellen und gefährliche Winde.

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