Hurrikan Isaias, USA Unwetter

Hurrikan Isaias: Lebensgefahr durch Überschwemmungen trotz Abschwächung

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 11:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Sturm «Isaias» hat nach seinem Landfall an der US-Golfküste an Stärke verloren und gilt nicht mehr als Hurrikan. Der Wetterdienst warnt dennoch vor lebensgefährlichen Überschwemmungen, Starkregen und Tornados.

Der Sturm bewegt sich weiter landeinwärts in Richtung der Bundesstaaten Alamaba und Tennessee und bringt Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde.  - Bild: Uncredited/National Oceanic and Atmospheric Administration/AP/dpa
Der Sturm bewegt sich weiter landeinwärts in Richtung der Bundesstaaten Alamaba und Tennessee und bringt Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. - Bild: Uncredited/National Oceanic and Atmospheric Administration/AP/dpa

Sturm «Isaias» hat sich nach seinem Landfall an der Golfküste der USA zu einem posttropischen Wirbelsturm abgeschwächt, doch der Wetterdienst warnt weiter vor Lebensgefahr durch Überflutungen.

Sturm zieht ins Landesinnere

Nach Angaben des National Hurricane Center bewegt sich das System weiter in Richtung Alabama und Tennessee. Dabei seien Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde und starke Regenfälle zu erwarten.

Der Wirbelsturm könne auch in weit von der Küste entfernten Gebieten plötzliche Überschwemmungen auslösen. Für Florida und Georgia bestehe zudem weiterhin Tornadogefahr.

Landfall in Florida

«Isaias» war am Freitag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde im Bundesstaat Florida auf Land getroffen. In mehreren Bundesstaaten riefen die Behörden vorsorglich den Notstand aus.

Alabamas Gouverneurin Kay Ivey ordnete die Evakuierung von Touristen und Besuchern aus mehreren Küstenorten an. Dazu gehörten die Urlaubsziele Gulf Shores und Orange Beach sowie Dauphin Island.

Hunderttausende ohne Strom

Auch in Florida mussten Menschen besonders gefährdete Küstengebiete verlassen. In Florida, Alabama und dem benachbarten Georgia waren zeitweise mehr als 840.000 Stromkunden ohne Versorgung.

Gefahr bleibt trotz Abschwächung

Die Einstufung als posttropischer Wirbelsturm bedeutet nicht, dass die Gefahren unmittelbar verschwinden. Entscheidend sind nun weniger die maximalen Windgeschwindigkeiten als die Kombination aus ergiebigem Regen, aufgeweichten Böden, überlasteten Abflüssen und einer weiter landeinwärts reichenden Zugbahn.

Besonders problematisch sind plötzliche Überschwemmungen. Sie können auch Regionen treffen, die nicht direkt an der Küste liegen und deshalb weniger auf Sturmfluten vorbereitet sind. In Florida und Georgia kommt die Tornadogefahr hinzu, während in Alabama und Tennessee der Schwerpunkt auf Starkregen und Sturmböen liegt.

Belastung für Infrastruktur und Bevölkerung

Die vorsorglichen Evakuierungen an der Küste sollen Menschen aus besonders gefährdeten Bereichen bringen. Mehr als 840.000 zeitweise ausgefallene Stromanschlüsse zeigen zugleich, dass ein solcher Sturm weit über den unmittelbaren Landfall hinaus Folgen für Haushalte, Verkehr und Kommunikation haben kann.

Für die Bevölkerung bleibt die Entwicklung deshalb auch nach der Herabstufung relevant: Überflutete Straßen können unpassierbar werden, Stromausfälle die Versorgung erschweren und Tornados kurzfristig auftreten. Der Blick richtet sich damit vom Küstengebiet auf die gesamte weitere Zugbahn des Systems.

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