Hamburg, Deutschland

Block-Verteidiger: Alle sollen Anklage gegen Ex-Mann hören

18.12.2025 - 10:54:19 | dpa.de

Hunderte Akten im Block-Prozess sollen die Beteiligten außerhalb des Verfahrens lesen. Christina Blocks Verteidiger kritisiert, dass damit Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann nicht vor Gericht zu hören sind.

Christina Blocks Verteidiger Ingo Bott fordert, dass eine Anklage gegen ihren Ex-Mann Stephan Hensel in einem weiteren Verfahren öffentlich verlesen wird.  - Bild: Marcus Brandt/Pool dpa/dpa
Christina Blocks Verteidiger Ingo Bott fordert, dass eine Anklage gegen ihren Ex-Mann Stephan Hensel in einem weiteren Verfahren öffentlich verlesen wird. - Bild: Marcus Brandt/Pool dpa/dpa

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder sollen mehrere Hundert Dokumente den Beteiligten nicht öffentlich zur Kenntnis gegeben werden. Gegen die sogenannte Selbstleseanordnung der Strafkammer legte Christinas Blocks Verteidiger, Ingo Bott, Widerspruch ein. Er nannte einige Dokumente, die nach seiner Ansicht unbedingt im Prozess direkt eingeführt werden müssen, damit alle sie hören.

Dazu zähle etwa die Anklage gegen Blocks Ex-Mann Stephan Hensel und dessen neue Frau Astrid Have, die 2023 erhoben worden waren, weil die Kinder im Sommer 2021 nach einem Wochenendbesuch in Dänemark nicht zurück nach Hamburg gebracht wurden. Hensel wird in diesem anderen Verfahren Kindesentziehung, Have Beihilfe vorgeworfen.

Die Unternehmerin Christina Block ist die Hauptangeklagte in dem Prozess. Ihr wird vorgeworfen, nach einem langen Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann den Auftrag zur Entführung ihrer beiden damals 10 und 13 Jahre alten Kinder gegeben zu haben. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, bestreitet das.

Die beiden Kinder waren in der Silvesternacht 2023/24 am Wohnort ihres Vaters in Süddänemark entführt und nach Deutschland gebracht worden. Nach drei Tagen bei ihrer Mutter in Hamburg mussten sie nach einem Gerichtsbeschluss wieder zum Vater zurückkehren.

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