Bangkok-Hochwasser: Thai Airways streicht Flüge nach Frankfurt und München
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 12:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas Hochwasser in Bangkok beeinträchtigt den Flugverkehr: Thai Airways streicht bis Mittwoch mehr als ein Dutzend Flüge, darunter Verbindungen nach Frankfurt und München.
Flughäfen bleiben geöffnet
Die Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang sind weiterhin in Betrieb. Wegen überfluteter Straßen und erheblicher Verkehrsprobleme müssen Reisende jedoch mit deutlichen Verzögerungen bei der Anreise rechnen.
Die thailändische Fluggesellschaft kündigte neben den internationalen Ausfällen auch Streichungen auf Inlandsstrecken an. Die thailändische Luftfahrtbehörde CAAT forderte Passagiere auf, den Flugstatus vor der Fahrt zum Flughafen zu prüfen und deutlich mehr Zeit einzuplanen.
Rückstau bei Gepäck und Bodenabfertigung
Besonders angespannt ist die Lage am Flughafen Suvarnabhumi. Überschwemmte Straßen erschweren es Beschäftigten, ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Dadurch gibt es Engpässe bei der Gepäckabfertigung, einen großen Rückstau und Probleme bei den Flugzeugumläufen.
Thai Airways setzte zusätzliches Personal ein, um liegengebliebene Koffer zu sortieren und auszuliefern. Auch Soldaten unterstützen die Gepäckabfertigung.
Hunderttausende in Bangkok betroffen
Nach tagelangem Starkregen waren in verschiedenen Stadtteilen Bangkoks nach Angaben der Stadtverwaltung rund 329.000 Haushalte beziehungsweise etwa 700.000 Menschen betroffen. Der Regen ließ inzwischen nach; die Behörden leiteten Wasser aus überfluteten Straßen und Wohngebieten ab.
Landesweit waren zuletzt mehr als 576.000 Haushalte mit rund 1,79 Millionen Menschen vom Hochwasser betroffen. Nach Angaben des Katastrophenschutzes kamen seit Mitte September mindestens acht Menschen infolge der Überschwemmungen ums Leben.
Hochwasser trifft eine besonders verwundbare Metropole
Bangkok liegt in einem tief gelegenen Flachland am Chao-Phraya-Fluss. Starkregen kann dort auf dicht bebauten Flächen nur langsam abfließen; überlastete Kanäle, verstopfte Abflüsse und Verkehrsstaus verschärfen die Folgen. Die aktuelle Belastung reicht deshalb über einzelne überflutete Straßen hinaus und wirkt sich auf Versorgung, Arbeitswege und den Reiseverkehr aus.
Die Größenordnung der Schäden hat sich seit den ersten Meldungen deutlich ausgeweitet: Für die Hauptstadt nennt die Stadtverwaltung rund 329.000 betroffene Haushalte und etwa 700.000 Menschen. Landesweit sind nach Behördenangaben rund 1,79 Millionen Menschen betroffen. Damit werden nicht nur kurzfristige Hilfseinsätze, sondern auch die Funktionsfähigkeit wichtiger Infrastruktur und die Logistik der Millionenmetropole zum Thema.
Folgen für Reisende und internationale Verbindungen
Für Passagiere nach Deutschland liegt das zentrale Risiko derzeit weniger in einer vollständigen Flughafenschließung als in einer Kette aus Anreiseproblemen, verspäteter Bodenabfertigung, Gepäckrückständen und veränderten Flugzeugumläufen. Auch bei geöffneten Terminals können dadurch Anschlussflüge gefährdet sein. Reisende sollten den Flugstatus unmittelbar vor der Abfahrt erneut prüfen und für den Weg zum Flughafen deutlich mehr Zeit einplanen.
Die Situation zeigt zudem, wie schnell extreme Wetterlagen in einer global vernetzten Stadt internationale Auswirkungen erzeugen. Wenn Personal wegen überfluteter Straßen nicht zum Flughafen gelangt, werden lokale Verkehrsprobleme zu Störungen auf Langstreckenverbindungen. Der nachlassende Regen kann die Lage entspannen, beseitigt die aufgestauten Wasser- und Abfertigungsprobleme jedoch nicht sofort.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
n-tv: „Heftige Überschwemmung in Bangkok - Tausende Menschen betroffen“ (27.09.2026)
Der Bericht habe die frühe Entwicklung der Überschwemmungen und die Unterbringung von fast 4.900 Menschen in Notunterkünften beschrieben. Anders als die aktuelle Meldung lege er den Schwerpunkt auf die Warnung der Bevölkerung, knappe Lebensmittel und den Einsatz von mehr als 10.000 Soldaten im ganzen Land.
DER SPIEGEL: „Thailand: Schwere Überschwemmungen – Bodycam zeigt dramatische Rettung“ (28.09.2026)
Der Artikel habe anhand einer Rettungsszene die unmittelbare Gefahr für Menschen in den Fluten verdeutlicht und auf ergänzte Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts hingewiesen. Er bestätige die schwere Hochwasserlage in Bangkok, setze den Schwerpunkt jedoch auf persönliche Gefährdung und Reisehinweise statt auf die Folgen für den Luftverkehr.
Beide Berichte stellten die außergewöhnliche Belastung Bangkoks durch tagelangen Starkregen heraus; sie unterschieden sich vor allem bei der Perspektive. Offen bleibe in den Beiträgen, wie schnell sich die Lage an den Flughäfen und bei den internationalen Flugverbindungen normalisiere.
