Hoch Arno bringt bis zu 31 Grad: Letzte Sommertage laden zum Baden ein
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 13:25 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Hoch «Arno» beschert Deutschland am Wochenende noch einmal spätsommerliche Wärme mit bis zu 31 Grad im Südwesten.
Samstag bringt große Temperaturunterschiede
Für Samstag kündigt der Deutsche Wetterdienst (DWD) zunächst einen frischen Morgen und später sommerliche Temperaturen an. Im Tagesverlauf werden 22 bis 26 Grad erwartet, am Oberrhein kann die Marke von 30 Grad überschritten werden.
Im Norden bleibt das Wetter durchwachsen. Dort steigen die Temperaturen nach DWD-Angaben nur auf 17 bis 21 Grad.
Am Sonntag wird es auch im Norden milder
Am Sonntag weitet sich der Einfluss des Hochs auf das gesamte Bundesgebiet aus. Die Höchstwerte liegen dann zwischen 20 und 27 Grad.
Im Südwesten sind 28 bis 31 Grad möglich. DWD-Meteorologin Sonja Hansen hält dort sogar einen letzten Badeausflug des Jahres für denkbar.
Kein Rekord trotz ungewöhnlicher Wärme
Dass es Ende September noch so warm wird, kommt laut Hansen nicht jedes Jahr vor. Ein Rekord sei die Entwicklung jedoch nicht: In manchen Jahren wurden zu dieser Zeit bereits mehr als 35 Grad gemessen.
Trockene Luft und Böden als Verstärker
Hansen führt die derzeit hohen Temperaturen auch auf den besonders heißen und trockenen Sommer zurück. Die trockenen Luftmassen und Böden erwärmten sich tagsüber besonders stark.
Auch in der kommenden Woche soll das Hochdruckgebiet das Wetter bestimmen und für sonnige Bedingungen sorgen.
Spätsommer trotz Herbstbeginn
Der kalendarische Herbst hat begonnen, doch die Wetterlage erinnert in Teilen Deutschlands noch einmal an den Sommer. Maßgeblich ist eine stabile Hochdruckzone, die feuchte und kühlere Tiefausläufer auf Abstand hält. Dadurch kann sich die Luft tagsüber stark erwärmen, während die Nächte und frühen Morgenstunden bereits deutlich kühler ausfallen.
Die regionale Spannweite bleibt groß: Zwischen dem Norden mit seinen niedrigeren Höchstwerten und dem Oberrhein liegen am Wochenende mehr als zehn Grad. Für Ausflüge bedeutet das wechselnde Bedingungen – morgens sind warme Kleidung oder Nebel möglich, nachmittags kann im Südwesten sommerliche Kleidung ausreichen.
Warme Böden als Folge des heißen Sommers
Die ungewöhnliche Wärme steht zugleich im Zusammenhang mit den Folgen des besonders heißen und trockenen Sommers. Trockene Böden verdunsten weniger Wasser und verwenden dadurch weniger Energie für Verdunstungskühlung. Ein größerer Anteil der Sonneneinstrahlung kann die bodennahe Luft erwärmen. Das erklärt, warum sonnige Tage derzeit besonders milde Höchsttemperaturen bringen können.
Für die Bevölkerung ist die Entwicklung vor allem kurzfristig relevant: Im Südwesten sind nochmals Freibad-, See- oder Rheinuferbesuche möglich, während im Norden eher wechselhaftes Wetter dominiert. Die hohen Werte ändern nichts daran, dass die Nächte bereits herbstlich kühl bleiben.
