Hausen im Wiesental: Lkw erfasst Frau und Kleinkind beim Rückwärtsfahren
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 16:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWSErmittlungen nach dem Rangierunfall
- Ein Lastwagen erfasste in Hausen im Wiesental eine 62-jährige Frau und ein einjähriges Kind.
- Der Unfall ereignete sich am Vormittag beim Rückwärtsfahren zu einem Grundstück.
- Beide Opfer starben noch am Unfallort; die Polizei untersucht die Hintergründe.
Tödlicher Rangierunfall in Hausen im Wiesental
Ein einjähriges Kind und eine 62 Jahre alte Frau sind bei einem Verkehrsunfall in Hausen im Wiesental von einem Lastwagen erfasst und getötet worden. Der Lkw fuhr am Vormittag rückwärts zu einem Grundstück, als es zum Zusammenstoß mit der Frau und dem Kind im Kinderwagen kam.
Beide Opfer sterben am Unfallort
Nach Angaben der Polizei befanden sich die beiden Menschen hinter dem Fahrzeug. Sie starben noch am Unfallort.
Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an. Die Polizei untersucht den Unfallhergang.
Ähnlicher Unfall in Schramberg
Erst Ende März war es in Baden-Württemberg zu einem ähnlichen Unglück gekommen. In Schramberg erfasste ein Lastwagen eine 29 Jahre alte Mutter und ihren dreijährigen Sohn auf dem Gehweg.
Auch sie starben an der Unfallstelle. Der 53 Jahre alte Lkw-Fahrer hatte mutmaßlich wegen einer medizinischen Ursache das Bewusstsein am Steuer verloren; die Ermittlungen wurden später eingestellt.
Der Unfall in Hausen im Wiesental reiht sich in eine Serie schwerer Lkw-Unfälle ein, bei denen Menschen außerhalb des Lastwagens erfasst wurden. Besonders gefährdet sind Personen, die sich beim Rückwärtsfahren im unmittelbaren Bereich hinter einem Fahrzeug befinden und für den Fahrer schwer sichtbar sein können.
Beim Rangieren auf Grundstücken treffen große Fahrzeuge auf enge Räume, Zufahrten und Wege, die zugleich von Fußgängern genutzt werden. Rückfahrkameras, Sensoren und Warnsysteme können die Sicht verbessern, ersetzen aber nicht die direkte Kontrolle des Fahrbereichs. In vielen Situationen ist deshalb eine Einweisung beim Rückwärtsfahren vorgesehen oder praktisch erforderlich.
Folgen für Ermittlungen und Verkehrssicherheit
Die Polizei untersucht nun, wie es in Hausen zum Zusammenstoß kommen konnte. Dabei dürften neben dem genauen Bewegungsablauf auch Sichtverhältnisse, die Sicherung des Rangiermanövers und mögliche technische oder organisatorische Faktoren eine Rolle spielen.
Der Fall zeigt zugleich, dass die Gefahren des Schwerlastverkehrs nicht nur auf stark befahrenen Straßen entstehen. Auch private Grundstücke, Zufahrten und Gehbereiche können beim Rangieren zu gefährlichen Begegnungsorten werden. Der tödliche Unfall in Schramberg, bei dem im März eine Mutter und ihr Sohn von einem Lkw erfasst wurden, hatte bereits zuvor die Risiken für Fußgänger im Umfeld schwerer Fahrzeuge deutlich gemacht.
SWR Aktuell: „Mutter und Sohn werden von Lkw erfasst: Ermittlungen nach tödlichem Unfall eingestellt“ (27.10.2026)
Der Beitrag berichtet, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren nach dem tödlichen Unfall in Schramberg eingestellt habe. Anders als beim aktuellen Geschehen in Hausen steht dort nicht ein laufendes Unfallereignis, sondern die spätere Bewertung eines ähnlichen Falls im Mittelpunkt.
