Griechenland: Sturm stoppt Fähren von Athen und Lavrio
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 09:51 Uhr | dpa, AD HOC NEWSUnwetter legen Inseln teilweise lahm
- Auf Skiathos und Skopelos fiel der Strom aus, während auf Euböa zahlreiche Bäume umstürzten.
- Auf Rhodos rettete die Feuerwehr eine Frau aus einem von Wassermassen eingeschlossenen Auto.
- Von Lavrio und Athen dürfen bis auf weiteres keine Fähren auslaufen.
Schwere Unwetter mit Sturm und Starkregen haben in vielen Regionen Griechenlands Straßen, Geschäfte und Häuser überflutet.
Überflutungen und Stromausfälle
Besonders auf den Inseln Skiathos und Skopelos kam es zu Stromausfällen. Auf Euböa stürzten zahlreiche Bäume um. Auf Rhodos musste die Feuerwehr eine Frau aus ihrem Auto befreien, das von Wassermassen eingeschlossen war.
Fährverkehr in der Ägäis gestoppt
Wegen starker Winde bleibt der Fährverkehr von den großen Festlandhäfen Lavrio und Athen bis auf weiteres eingestellt. In der Ägäis erreichen die Böen mehr als 100 Kilometer pro Stunde.
Der Zivilschutz rief für die Sporaden, Kreta und die Region Attika rund um Athen die höchste Alarmbereitschaft aus. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich nicht unnötig ins Freie zu begeben; vielerorts blieben Schulen vorsorglich geschlossen.
Sturm dauert am Mittwoch an
Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes Emy soll es den gesamten Mittwoch über weiter stürmen und stark regnen. Auf Kreta wird die Unwetterlage bis in die Nacht hinein erwartet.
Für Donnerstag gibt es zunächst Entwarnung. Am Freitag soll sich das Wetter jedoch wieder verschlechtern.
Unwetter treffen Inseln und Festland
Die Unwetterlage erfasst mehrere wichtige griechische Reise- und Ballungsräume zugleich. Besonders betroffen sind die Sporaden, Kreta und Attika; damit liegen sowohl Inselregionen als auch das Umfeld der Hauptstadt Athen im Schwerpunkt der Warnungen.
Für Reisende hat vor allem die Einschränkung des Fährverkehrs unmittelbare Folgen. Wenn Verbindungen von Lavrio und Athen ausfallen, können Inselaufenthalte, Rückreisen und Versorgungsfahrten kurzfristig unterbrochen werden. Auch geschlossene Schulen und überflutete Straßen beeinträchtigen den Alltag der Bevölkerung.
Wetterentwicklung bleibt entscheidend
Die angekündigte Entspannung am Donnerstag wäre nur vorübergehend, da für Freitag erneut eine Verschlechterung erwartet wird. Damit bleibt die Lage über den einzelnen Starkregentag hinaus relevant.
Bei solchen Wetterlagen steigt das Risiko lokaler Überflutungen besonders dort, wo Wasser nicht schnell abfließen kann oder Straßen in Küsten- und Hanglagen verlaufen. Die Aufforderung, unnötige Wege zu vermeiden, zielt deshalb nicht nur auf den Fährverkehr, sondern auch auf den Schutz vor plötzlich überfluteten Fahrbahnen und herabfallenden Ästen.
