Gardasee-Brand, Campingplatz Bella Italia

Gardasee-Brand: Deutscher Tourist nach Feuer auf Campingplatz im Krankenhaus

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 16:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Bei einem Brand auf dem Campingplatz Bella Italia am Gardasee erlitt ein deutscher Tourist schwere Verbrennungen dritten Grades. 30 Mobilheime und fünf Autos wurden zerstört, sechs weitere Verletzte konnten das Krankenhaus bereits verlassen.

  • Meterhoch schlugen die Flammen am Campingplatz «Bella Italia».  - Bild: Florian Blaes/dpa
    Meterhoch schlugen die Flammen am Campingplatz «Bella Italia». - Bild: Florian Blaes/dpa
  • Feuerwehrleute löschten den Brand rasch. - Bild: Florian Blaes/dpa
    Feuerwehrleute löschten den Brand rasch. - Bild: Florian Blaes/dpa
Meterhoch schlugen die Flammen am Campingplatz «Bella Italia».  - Bild: Florian Blaes/dpa Feuerwehrleute löschten den Brand rasch. - Bild: Florian Blaes/dpa

Bei einem Brand auf dem Campingplatz Bella Italia in Peschiera del Garda am Gardasee ist ein deutscher Tourist schwer verletzt worden.

Deutscher mit Verbrennungen im Krankenhaus

Der Mann erlitt Verbrennungen dritten Grades und wird weiterhin in einem Krankenhaus behandelt, wie ein Polizeisprecher in Verona mitteilte. Lebensgefahr habe zu keiner Zeit bestanden.

Sechs weitere Menschen wurden wegen Rauchvergiftungen behandelt und konnten das Krankenhaus bereits verlassen. Unter ihnen war eine Familie mit drei Kindern aus der Schweiz; auch ein Sicherheitsmitarbeiter des Campingplatzes war betroffen.

Feuer bricht im Morgengrauen aus

Das Feuer brach am frühen Sonntagmorgen bei Dunkelheit auf dem Campingplatz in der Gemeinde Peschiera del Garda am Südufer des Sees aus. Aufnahmen zeigten Feuerwehrleute im Einsatz gegen meterhohe Flammen und eine weithin sichtbare Rauchsäule.

Explosionen erschweren Löscharbeiten

Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall, der sie aus dem Schlaf gerissen habe. Ein Campinggast sagte, die Gruppe habe sich nach verdächtigen Geräuschen auf die Evakuierung vorbereitet; ein anderer Tourist verglich den Knall mit einer Kriegssituation.

Nach Angaben der Polizei wird nicht von Brandstiftung, sondern von einem Unfall ausgegangen. Die genaue Ursache ist jedoch noch Gegenstand der Ermittlungen.

30 Mobilheime zerstört

Bei dem Feuer wurden 30 Mobilheime zerstört, weitere sollen beschädigt worden sein. Außerdem gingen fünf Autos in Flammen auf oder wurden durch das Feuer zerstört.

Die Löscharbeiten wurden durch explodierende Gasflaschen erschwert. Dennoch brachten die Einsatzkräfte den Brand nach Angaben der Feuerwehr rasch unter Kontrolle; die Schadenssumme war zunächst nicht bekannt.

Campingplatz für rund 7500 Menschen

Am Wochenende hielten sich wegen des guten Wetters und eines Triathlon-Wettbewerbs in Peschiera del Garda besonders viele Gäste auf dem Campingplatz auf. Die Anlage zählt zu den größten am Gardasee und bietet Platz für schätzungsweise rund 7500 Menschen.

Nach Angaben der Bürgermeisterin Orietta Gaiulli war die Brandschutzanlage erst im vergangenen Sommer erneuert worden. Sie erklärte, die Einsatzkräfte hätten sehr schnell reagiert und dadurch Schlimmeres verhindert.

Beliebtes Reiseziel mit hoher Auslastung

Der Gardasee gehört zu den wichtigsten Ferienregionen Norditaliens und zieht besonders in den warmen Monaten viele Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Große Campinganlagen verbinden Stellplätze, Mobilheime, Bungalows und Apartments; dadurch konzentrieren sich auf engem Raum viele Menschen und unterschiedliche technische Einrichtungen.

Der Brand brach in den frühen Morgenstunden aus, als viele Urlauber noch schliefen. Gasflaschen können Brände auf Campingplätzen verschärfen, weil Explosionen die Evakuierung und den Zugang für Einsatzkräfte erschweren. Nach der dpa-Meldung wurde das Feuer dennoch rasch unter Kontrolle gebracht, und die Polizei geht nicht von Brandstiftung aus.

Folgen für Gäste und Betreiber

Für den deutschen Verletzten steht die medizinische Versorgung im Vordergrund; sechs weitere Betroffene konnten das Krankenhaus bereits verlassen. Für den Campingplatz dürften neben der Versorgung der Verletzten die Sicherung des Geländes, die Unterbringung betroffener Gäste und die Klärung der Schäden entscheidend sein.

Die Ermittlungen zur Ursache werden auch für die Bewertung der Sicherheitsvorkehrungen wichtig sein. Die Anlage hatte nach Angaben der dpa im vergangenen Sommer ihre Brandschutzanlage erneuert. Damit rücken nun nicht nur die technische Ausstattung, sondern auch Fluchtwege, der Umgang mit Gasflaschen und die Reaktionszeit bei einem nächtlichen Feuer in den Mittelpunkt.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau.de: „Mehrere Verletzte bei Campingplatz-Brand am Gardasee“ (04.10.2026)

Der Bericht bestätige den Brand auf dem Campingplatz, die Zerstörung von rund 30 Holzhäuschen und die Behandlung von 24 Menschen. Er hebe zusätzlich hervor, vier Feuerwehrleute aus Hessen hätten als Urlauber noch vor dem Eintreffen der örtlichen Feuerwehr geholfen; die dpa-Meldung konzentriere sich dagegen auf den weiterhin im Krankenhaus behandelten Deutschen und die Ermittlungen zur Ursache.

BR24: „Verletzte bei Brand auf Campingplatz am Gardasee“ (04.10.2026)

Der Beitrag bestätige den Brand, die sieben Krankenhausbehandlungen und die betroffene Schweizer Familie. Er setze den Schwerpunkt auf den frühen Ausbruch des Feuers, die explodierenden Gasflaschen und die touristische Bedeutung der Anlage; die genaue Ursache bleibe ebenso wie in der dpa-Meldung Gegenstand der Ermittlungen.

Beide Berichte bestätigten damit die wesentlichen Angaben zu Ort, Brandverlauf und Verletzten. Unterschiede bestünden vor allem bei der zusätzlichen Darstellung der Helfer aus Hessen und bei der Zahl der zerstörten Einheiten; offen bleibe weiterhin die konkrete Brandursache.

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