Flugzeugabsturz Florida, Learjet 60

Florida: Learjet stürzt ab – neun Insassen sterben

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 21:54 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Beim Absturz eines Learjet 60 in Palm Beach County starben alle neun Menschen an Bord. Ein Mann am Boden wurde verletzt, die Unfallursache ist noch offen.

Flugroute und Rettungseinsatz in Palm Beach

  • Der Learjet 60 startete in Austin und sollte den Flughafen North Eleuthera auf den Bahamas erreichen.
  • Der Absturz ereignete sich am Sonntagmittag im Bezirk Palm Beach County nahe der Residenz Mar-a-Lago.
  • Rettungskräfte brachten rund 600 Menschen aus einer nahe gelegenen Wohnwagensiedlung in Sicherheit.
  • Ein Mann in einem Fahrzeug erlitt am Boden eine Beinverletzung.
  • Alle neun Insassen starben laut Behördenangaben bei dem Absturz. - Bild: Mark Elias/FR171907 AP/AP/dpa
  • Der Flugzeugabsturz lässt einen Krater im Asphalt zurück. - Bild: Mark Elias/FR171907 AP/AP/dpa
  • Dieses Bild aus einem Video zeigt den Absturz des Privatflugzeugs auf ein Wohngebiet im Bezirk Palm Beach County. - Bild: Uncredited/Aki Kuusisto via AP/dpa
  • Die Absturzstelle wurde abgesperrt. - Bild: Mark Elias/AP/dpa
Alle neun Insassen starben laut Behördenangaben bei dem Absturz. - Bild: Mark Elias/FR171907 AP/AP/dpa Der Flugzeugabsturz lässt einen Krater im Asphalt zurück. - Bild: Mark Elias/FR171907 AP/AP/dpa Dieses Bild aus einem Video zeigt den Absturz des Privatflugzeugs auf ein Wohngebiet im Bezirk Palm Beach County. - Bild: Uncredited/Aki Kuusisto via AP/dpa Die Absturzstelle wurde abgesperrt. - Bild: Mark Elias/AP/dpa

Learjet stürzt in Palm Beach County ab

Beim Absturz eines Privatflugzeugs auf ein Wohngebiet im US-Bundesstaat Florida sind alle neun Insassen ums Leben gekommen. Die Maschine stürzte am Sonntagmittag im Bezirk Palm Beach County auf eine Straße; ein Mann am Boden erlitt eine Beinverletzung.

Feuerball und großer Krater

Der Aufprall hinterließ einen großen Krater im Asphalt. Trümmerteile wurden nach Angaben von Gouverneur Ron DeSantis über eine beträchtliche Distanz geschleudert, rund 600 Menschen aus einer nahe gelegenen Wohnwagensiedlung wurden in Sicherheit gebracht.

DeSantis beschrieb den Absturz als verheerend und verglich das Bild mit einer herabstürzenden Rakete. Aufnahmen zeigen, wie das Flugzeug nahezu senkrecht auf die Straße stürzt und in einem Feuerball explodiert.

Letzte Funksprüche vor dem Absturz

Die Pilotin setzte nach Angaben aus den Funksprüchen einen Mayday-Ruf ab und meldete einen raschen Höhenverlust. Zuletzt sprach sie demnach von rund 6.000 Metern pro Minute und sagte, die Maschine werde abstürzen und es bleibe keine Zeit mehr.

Der Learjet 60 war vom Flughafen Austin-Bergstrom International in Texas gestartet und auf dem Weg zum Flughafen North Eleuthera auf den Bahamas. Der Absturzort liegt nicht weit von Mar-a-Lago entfernt; US-Präsident Donald Trump hielt sich wegen Wahlkampfterminen in anderen Bundesstaaten nicht dort auf.

Ermittler prüfen Flugverlauf und Trümmerfeld

Die Besatzung hatte zunächst in rund 10.700 Metern Höhe mäßige Turbulenzen und Vereisung gemeldet. Nach einer Bitte um einen Steigflug wegen Niederschlags kündigte die Maschine weniger als 30 Sekunden später den Sinkflug an und setzte den Mayday-Ruf ab.

Ermittler prüfen Hinweise, wonach das Flugzeug möglicherweise bereits vor dem Aufprall teilweise auseinanderbrach. Die Bergung des großen Trümmerfelds soll mehrere Tage dauern; eine Unfallursache wurde zunächst nicht genannt.

Der Absturz ereignete sich in einem dicht besiedelten Gebiet von Palm Beach County und traf eine Straße sowie das Umfeld einer Wohnwagensiedlung. Dass nach den Angaben der Ermittler ein Mensch am Boden verletzt wurde, erweitert die zunächst bekannte Opferbilanz über die neun Insassen hinaus.

Der Learjet war auf einem internationalen Flug von Texas auf die Bahamas unterwegs. Die ersten Angaben zum Flugverlauf deuten auf eine sehr kurze Abfolge zwischen gemeldeten Turbulenzen und Vereisung, dem Wunsch nach einem Steigflug, dem anschließenden Sinkflug und dem Mayday-Ruf hin. Eine Ursache steht damit noch nicht fest.

Ermittlungen und Folgen

Die Bergung eines großen Trümmerfelds und die Absperrung des Gebiets werden mehrere Tage beanspruchen. Für Anwohner und Verkehrsteilnehmer bedeutet der Unfall zunächst Einschränkungen an einem stark betroffenen Straßenabschnitt. Die zuständigen Ermittler müssen nun Flugdatensätze, Funkverkehr, Wetterbedingungen, den technischen Zustand der Maschine und die Trümmerlage zusammenführen.

Der Fall zeigt zugleich die besondere Gefährdung dicht besiedelter Räume durch Geschäftsflugzeuge, auch wenn solche Unfälle selten sind. Die Angaben zur möglichen Auflösung des Flugzeugs vor dem Aufprall sowie zu Vereisung und raschem Höhenverlust dürften für die spätere Sicherheitsbewertung eine zentrale Rolle spielen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

FOCUS online: „US-Minister: Neun Tote bei Flugzeugabsturz in Florida“ (01.11.2026)

Der Beitrag habe den Tod aller neun Insassen und den Absturz über einem Wohngebiet nahe Cresthaven bestätigt. Er habe den gewaltigen Krater, den Feuerball und die Flugroute von Austin zu den Bahamas hervorgehoben; die Ursache sei offen geblieben.

Deutschlandfunk: „USA - Neun Tote bei Absturz von Geschäftsflugzeug in Florida“ (02.11.2026)

Der Deutschlandfunk habe ebenfalls den Learjet 60, den Start in Austin, das Ziel Bahamas und den Krater am Absturzort genannt. Im Unterschied zum FOCUS-Beitrag habe die Meldung den knappen Nachrichtenstand und die weiterhin ungeklärten Hintergründe in den Mittelpunkt gestellt.

Beide Beiträge hätten die neun Todesopfer, den Absturz in Florida und die Flugroute bestätigt. Unterschiede lägen vor allem in der Gewichtung von Unfallbildern und Nachrichtenhintergrund; die Ursache und die genaue technische Abfolge blieben offen.

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