Frankreich, Feuer

Feuer flammen immer wieder auf – «Wir kämpfen Baum um Baum»

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 20:08 Uhr | dpa.de

Einsatzkräfte kämpfen in der Gluthitze an der Atlantikküste gegen wiederaufflammende Feuer. Hausdächer sind eingebrochen, Fensterscheiben geborsten, Hecken und einst wohl schicke Vorgärten verkohlt.

  • Die Feuerwehr kämpft gegen eine Reihe wiederaufflammender Brände. - Bild: Katharina Kausche/dpa
    Die Feuerwehr kämpft gegen eine Reihe wiederaufflammender Brände. - Bild: Katharina Kausche/dpa
  • Rund 240 Häuser wurden ein Raub der Flammen. - Bild: Katharina Kausche/dpa
    Rund 240 Häuser wurden ein Raub der Flammen. - Bild: Katharina Kausche/dpa
  • 23 Löschflugzeuge sind in der Waldbrandregion im Einsatz. - Bild: Emma Da Silva/AP/dpa
    23 Löschflugzeuge sind in der Waldbrandregion im Einsatz. - Bild: Emma Da Silva/AP/dpa
  • Weiterhin seien 2.750 Feuerwehrleute, 23 Löschflugzeuge und über 1.400 Polizeikräfte im Einsatz, sagte die Präfektin. - Bild: Katharina Kausche/dpa
    Weiterhin seien 2.750 Feuerwehrleute, 23 Löschflugzeuge und über 1.400 Polizeikräfte im Einsatz, sagte die Präfektin. - Bild: Katharina Kausche/dpa
Die Feuerwehr kämpft gegen eine Reihe wiederaufflammender Brände. - Bild: Katharina Kausche/dpa Rund 240 Häuser wurden ein Raub der Flammen. - Bild: Katharina Kausche/dpa 23 Löschflugzeuge sind in der Waldbrandregion im Einsatz. - Bild: Emma Da Silva/AP/dpa Weiterhin seien 2.750 Feuerwehrleute, 23 Löschflugzeuge und über 1.400 Polizeikräfte im Einsatz, sagte die Präfektin. - Bild: Katharina Kausche/dpa

In einer von den verheerenden Waldbränden schwer gezeichneten Landschaft an der französischen Atlantikküste kämpfen die Einsatzkräfte gegen zahlreiche wiederaufflammende Feuer. Tagsüber habe es 14 Neuausbrüche der Brände in der Region gegeben, sagte die Präfektin von Bordeaux, Sophie Brocas, am Abend in Lège-Cap-Ferret, während Rauchschwaden durch die heiße Luft zogen und sich Aschepartikel über die Umgebung legten. 

«Der Brand ist stabilisiert, aber nicht unter Kontrolle und dehnt sich nicht weiter aus», sagte die regionale Verwaltungschefin. «Wir kämpfen Baum um Baum.» Zum Wiederaufflammen der Brände kam es bei Wind und steigenden Temperaturen in Bereichen, in denen das Feuer in den vergangenen Tagen bereits gewütet hatte. Dichter Dunst liegt dort in der Luft, es riecht verbrannt. Meterweit gibt es nur verbrannten Waldboden, Sand und Asche, dazwischen Bäume mit angesengten Stämmen und vertrockneten Blättern.

Verzweifelter Kampf gegen die Flammen

Weiterhin seien 2.750 Feuerwehrleute, 23 Löschflugzeuge und über 1.400 Polizeikräfte im Einsatz, sagte die Präfektin. 110 Feuerwehrleute wurden demnach inzwischen im Einsatz verletzt. In der Gluthitze rennen die Wehrleute beim Wiederaufflammen der Brände in den Wald und schießen Wassermassen auf Flammen. Mit erschöpften Gesichtern blicken viele von ihnen auf die mit der Windrichtung drehenden Rauchschwaden der neuen Feuer. Teils wird es dunkel wie in der Nacht.

Den Kampf um die Wohnhäuser der Menschen haben die Einsatzkräfte nicht überall gewonnen. Manche Häuser konnten sie vor den Flammen retten, andere wurden komplett zerstört, wie sich bei einer Fahrt durch die niedergebrannte Landschaft zeigt. Dächer sind durch das Feuer eingebrochen, Fensterscheiben geborsten, Hecken und einst wohl schicke Vorgärten komplett verkohlt.

Einige Evakuierte dürfen zurück

Dennoch habe sie eine positive Nachricht, sagte die Präfektin. Die Bewohner von drei vorsorglich evakuierten Ortschaften, die von den Flammen bislang verschont wurden, dürfen zurück in ihre Häuser - unter zwei Bedingungen. Sie müssen ihr Handy anlassen und mobilisiert bleiben für eine mögliche erneute Evakuierung.

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