Fat Bear Week, Katmai-Nationalpark

Fat Bear Week in Alaska: Titelverteidiger Chunk kämpft erneut um den Sieg

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 05:44 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Im Katmai-Nationalpark in Alaska treten 16 Braunbären zur diesjährigen Fat Bear Week an. Titelverteidiger ist der über 20 Jahre alte Bär Chunk – abgestimmt wird online bis zum Finale am 29. September.

  • Braunbär 32 mit dem Spitznamen «Chunk» hat eine auffällige Narbe auf der Schnauze.  - Bild: C. Loberg/explore.org/dpa
    Braunbär 32 mit dem Spitznamen «Chunk» hat eine auffällige Narbe auf der Schnauze. - Bild: C. Loberg/explore.org/dpa
  • Den Sommer über hat die Bärin beim Lachsfressen deutlich zugenommen.  - Bild: C. Loberg/explore.org/dpa
    Den Sommer über hat die Bärin beim Lachsfressen deutlich zugenommen. - Bild: C. Loberg/explore.org/dpa
  • Braunbär «Chunk» holte 2025 den Siegertitel.  - Bild: C. Loberg/explore.org/dpa
    Braunbär «Chunk» holte 2025 den Siegertitel. - Bild: C. Loberg/explore.org/dpa
  • Dieses Muttertier zählt zu den kräftigsten Bären am Brooks River im Katmai-Nationalpark. - Bild: C. Loberg/explore.org/dpa
    Dieses Muttertier zählt zu den kräftigsten Bären am Brooks River im Katmai-Nationalpark. - Bild: C. Loberg/explore.org/dpa
Braunbär 32 mit dem Spitznamen «Chunk» hat eine auffällige Narbe auf der Schnauze.  - Bild: C. Loberg/explore.org/dpa Den Sommer über hat die Bärin beim Lachsfressen deutlich zugenommen.  - Bild: C. Loberg/explore.org/dpa Braunbär «Chunk» holte 2025 den Siegertitel.  - Bild: C. Loberg/explore.org/dpa Dieses Muttertier zählt zu den kräftigsten Bären am Brooks River im Katmai-Nationalpark. - Bild: C. Loberg/explore.org/dpa

Im Katmai-Nationalpark in Alaska treten in diesem Jahr 16 Braunbären bei der Fat Bear Week an, darunter der Sieger des Vorjahres, Männchen Nummer 32 mit dem Namen Chunk.

Chunk will Titel verteidigen

Der über 20 Jahre alte Braunbär mit der auffälligen Narbe auf der Schnauze setzte sich 2025 durch und kann seinen Titel nun erneut gewinnen. Im Wettbewerb stehen zehn Weibchen und sechs Männchen.

Abstimmung beginnt online

Die Wahl findet zum zwölften Mal statt. Auf der Online-Plattform Explore.org werden die Bären in sechs Abstimmungsrunden vorgestellt; am Fat-Bear-Dienstag, dem 29. September, soll der Sieger gekürt werden.

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Parks mehr als 1,7 Millionen Stimmen aus über 100 Ländern abgegeben. Zu den neuen Kandidaten zählt die mehr als 20 Jahre alte Bärenmutter mit der Nummer 132, die in diesem Sommer drei Jungtiere bei sich hatte.

Neue Kandidaten und Webcams

Ebenfalls erstmals dabei ist die jüngere Bärin Nummer 131, die den Spitznamen Marshmallow trägt. Nach Einschätzung der Tierhüter hat sie in diesem Sommer deutlich an Gewicht zugelegt.

Der Bär Backpack verdankt seinen Namen einer früheren Eigenheit: Als Jungtier kletterte er beim Schwimmen auf den Rücken seiner Mutter. Neben dem Gewicht fließen auch Temperament und Geschick beim Fischfang in die Aufmerksamkeit der Zuschauer ein.

Fettreserven für den Winter

Über Webcams können Interessierte die Bären beim Lachsfang beobachten. Vorher-Nachher-Bilder zeigen, wie die Tiere nach dem Winterschlaf im Sommer an Gewicht zulegen; männliche Braunbären können dabei mehr als 500 Kilogramm wiegen.

Die Fettreserven benötigen die Tiere, um die monatelange Winterruhe ohne Nahrung zu überstehen. Nach Angaben des Parks leben in der Region mehr als 2.000 Braunbären. Mit dem Wettbewerb will der Katmai-Nationalpark zugleich über das Ökosystem informieren und auf Gefahren wie den Klimawandel aufmerksam machen.

Ein viraler Wettbewerb mit Naturschutz-Botschaft

Die Fat Bear Week verbindet Unterhaltung mit Umweltbildung. Im Mittelpunkt steht nicht allein die Frage, welcher Bär besonders schwer ist, sondern die Vorbereitung auf eine extreme Jahreszeit: Nach dem Ende des Lachszugs müssen die Tiere von ihren Fettreserven zehren, bevor sie den Winter in ihren Höhlen verbringen.

Der Katmai-Nationalpark gehört zu den bedeutenden Schutzgebieten Alaskas. Seine Flüsse und Seen bieten Braunbären während des Lachszugs eine außergewöhnlich ergiebige Nahrungsquelle. Die jährliche Gewichtszunahme macht zugleich sichtbar, wie eng das Überleben der Tiere mit intakten Gewässern, ausreichend Lachs und einem stabilen Lebensraum verbunden ist.

Warum die Wahl Aufmerksamkeit erzeugt

Mit Millionen Stimmen aus aller Welt erreicht der Wettbewerb ein Publikum, das klassische Informationen über Ökosysteme möglicherweise nicht verfolgen würde. Die Webcams und Vorher-Nachher-Bilder machen den saisonalen Kreislauf anschaulich und lenken den Blick auf die Abhängigkeit zwischen Bären, Fischbeständen und Flusslandschaften.

Für Zuschauer in Deutschland ist die Wahl vor allem ein digitales Naturereignis mit Unterhaltungswert. Zugleich verweist sie auf konkrete Schutzfragen: Veränderungen des Klimas, der Lachspopulationen und der Lebensräume können die Nahrungsgrundlage der Bären beeinflussen. Der Wettbewerb macht diese Zusammenhänge niedrigschwellig sichtbar, ersetzt aber keine wissenschaftliche Bewertung des Zustands der Population.

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