Explosion in Athen: Sechs Tote nach Hauseinsturz in Plaka
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 13:40 Uhr | dpa, AD HOC NEWSNach der Explosion und dem Einsturz eines Hauses im Athener Viertel Plaka hat die Feuerwehr sechs Leichen geborgen.
Alle Vermissten tot geborgen
Damit wurden so viele Menschen gefunden, wie zuvor als vermisst gegolten hatten. Die Opfer seien offiziell noch nicht identifiziert, berichtete der Nachrichtensender ERTNews unter Berufung auf die Rettungskräfte.
Vermutet werde, dass es sich um ein älteres Ehepaar aus dem zweiten Stock handele. Bei den weiteren vier Toten soll es sich um US-amerikanische Staatsbürger handeln, die sich in einer Ferienwohnung im ersten Stock aufgehalten hätten.
Explosion am frühen Freitagmorgen
Das dreistöckige Haus war am Freitag gegen 7.30 Uhr nach einer heftigen Explosion eingestürzt. Zudem brach ein Feuer aus.
Umgebung wurde beschädigt
Ein Passant wurde durch herumfliegende Trümmer leicht verletzt. Zwei Frauen, die aus einem Nachbarhaus gerettet wurden, kamen vorsorglich in ein Krankenhaus.
Die Bergungsarbeiten gingen langsam voran, weil weiterhin Mauern einsturzgefährdet sein sollen. Auch Nachbargebäude seien gefährdet, berichtete ERTNews.
Gasleck als mögliche Ursache
Bei der Suche nach der Ursache konzentrieren sich die Experten auf ein mögliches Gasleck. Anwohner wollen bereits vor der Explosion Gasgeruch wahrgenommen haben.
Explosion im historischen Zentrum
Die Explosion ereignete sich im Athener Viertel Plaka, unmittelbar unterhalb der Akropolis und nahe dem Hadrianstor. Das Gebiet gehört zu den meistbesuchten Teilen der griechischen Hauptstadt; durch die engen historischen Gassen bewegen sich täglich zehntausende Touristinnen und Touristen. Der frühe Zeitpunkt gegen 7.30 Uhr begrenzte nach den vorliegenden Berichten die Zahl der Menschen auf den Straßen.
Die Rettungsarbeiten wurden durch die Einsturzgefahr weiterer Mauern erschwert. Neben dem vollständig zerstörten Gebäude wurden auch Fassaden, Fenster und Fahrzeuge in der Umgebung beschädigt; ein angrenzendes historisches Haus könnte nach einer Begutachtung unbewohnbar sein. Damit betrifft der Vorfall nicht nur die sechs Todesopfer, sondern auch die Sicherheit von Bewohnern, Beschäftigten und Feriengästen im Umfeld.
Ursache und Folgen
Die Ermittler konzentrieren sich auf ein mögliches Gasleck. Anwohner wollen vor der Explosion Gasgeruch wahrgenommen haben; eine abschließende technische Untersuchung muss klären, ob ein Leck, eine defekte Leitung oder ein anderer Auslöser die Detonation verursachte. Bis zur Sicherung der Gebäude bleibt das Areal voraussichtlich abgesperrt, was den Verkehr und den Tourismus im historischen Zentrum beeinträchtigen kann.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
DER SPIEGEL: „Heftige Explosion in Athener Altstadt – Haus teilweise eingestürzt“ (25.09.2026)
Der Bericht habe die Explosion, den Teileinsturz des Hauses und die Rettung zweier Frauen aus einem Nachbargebäude bestätigt. Er hebe die Schäden im Umfeld und die Lage im stark frequentierten Touristenviertel hervor; als mögliche Ursache nenne er ebenfalls ein Gasleck.
Berliner Zeitung: „Haus in Athener Altstadt eingestürzt – Urlauber unter den Vermissten“ (25.09.2026)
Der Artikel habe den frühen Rettungseinsatz und die zunächst vermissten Bewohner sowie Feriengäste beschrieben. Einen zusätzlichen Schwerpunkt setze er auf die Schäden an angrenzenden Gebäuden, die Abschaltung von Gas und Strom und die noch offene technische Ursache.
Beide Berichte stimmten beim Ort, beim Zeitpunkt und beim vermuteten Gasbezug überein; offen geblieben sei zunächst, wie genau die Explosion ausgelöst worden sei und welche Nachbargebäude dauerhaft beschädigt seien.
