Erie in Pennsylvania: Neun Tote nach Schüssen – Angreifer tot
Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 19:17 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBei einer Gewalttat in der Stadt Erie im US-Bundesstaat Pennsylvania sind nach Angaben von Gouverneur Josh Shapiro neun Menschen getötet worden.
Angreifer ebenfalls tot
Shapiro teilte mit, er habe mit Eries Bürgermeisterin Daria Devlin gesprochen und ihr nach dem Schusswaffenvorfall in der vergangenen Nacht die volle Unterstützung zugesichert. Die Stadt zählt etwas mehr als 90.000 Einwohner und liegt am Eriesee nahe der Grenze zu Kanada.
Nach offiziellen Angaben ist auch der Angreifer tot. Die Polizei geht nach einem Bericht des Senders CBS News davon aus, dass er durch eine mutmaßlich selbst zugefügte Schusswunde starb.
Polizei nennt zunächst kein Motiv
Zu den Hintergründen und zum genauen Tathergang machte die Polizei zunächst keine Angaben. Polizeichef Rick Lorah sagte, es gebe keine Worte, die das Ausmaß des Verlusts an Menschenleben angemessen beschreiben könnten.
Die Ermittler arbeiten nach Angaben Lorahs daran, den Ablauf zu rekonstruieren. Er erklärte, die Polizei werde nicht über ein mögliches Motiv oder andere Informationen spekulieren.
Keine Gefahr für die Öffentlichkeit
Die Stadtverwaltung bezeichnete die Tat zuvor als entsetzliche Tragödie und erklärte, der Schütze sei tot. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr. Zugleich verwies die Stadt auf die Bestürzung und Trauer, die die Nachricht bei den Einwohnern auslöse.
Erie im regionalen Umfeld
Erie ist mit etwas mehr als 90.000 Einwohnern eine mittelgroße Stadt im Nordwesten Pennsylvanias. Die Lage am Eriesee macht sie zu einem wichtigen regionalen Zentrum nahe der Grenze zu Kanada. Der Schusswaffenvorfall betrifft damit keine abgelegene Siedlung, sondern eine Stadt mit dichter Wohn- und Infrastruktur.
Nach der Mitteilung des Gouverneurs wurden neun Menschen getötet; auch der mutmaßliche Angreifer sei tot. Die Polizei rekonstruiere den Ablauf und nenne zunächst weder ein Motiv noch Einzelheiten zum Tatort. Für Angehörige und Anwohner steht neben der Trauer deshalb die Klärung im Vordergrund, wie es zu der Tat kommen konnte.
Entwarnung trotz hoher Opferzahl
Die Behörden erklärten, der Schütze sei tot und es bestehe keine Gefahr für die Öffentlichkeit. Diese Entwarnung begrenzt das unmittelbare Risiko für die Bevölkerung, ändert aber nichts an der außergewöhnlich hohen Zahl der Todesopfer. Entscheidend für die weitere Bewertung werden die Identifizierung der Opfer, der genaue Tathergang und die Frage sein, ob der Täter allein handelte.
In den USA führen tödliche Schusswaffenvorfälle regelmäßig zu Debatten über Waffenverfügbarkeit, Sicherheitskonzepte und die Reaktion von Einsatzkräften. Im konkreten Fall liegen zu diesen Punkten noch keine belastbaren Angaben vor. Die Ermittlungen dürften daher zunächst auf Tatortarbeit, Zeugenaussagen und die Rekonstruktion der Schussabfolge konzentriert sein.

