Deutschland, Iran

Wadephul kündigt zwei weitere Nahost-Evakuierungsflüge an

04.03.2026 - 17:11:46 | dpa.de

Einige wegen des Iran-Krieges gestrandete Deutsche in der Nahost-Region können aufatmen: Am Donnerstag und Freitag gibt es weitere Flüge aus dem Oman. Der Außenminister äußert eine Hoffnung.

  • Außenminister Johann Wadephul (CDU) kündigt am Rande eines Besuches in Warschau zwei weitere Evakuierungsflüge der Bundesregierung für gestrandete Deutsche in der Nahost-Region an. - Foto: Fabian Sommer/dpa
    Außenminister Johann Wadephul (CDU) kündigt am Rande eines Besuches in Warschau zwei weitere Evakuierungsflüge der Bundesregierung für gestrandete Deutsche in der Nahost-Region an. - Foto: Fabian Sommer/dpa
  • Außenminister Johann Wadephul (CDU) äußert sich am Rande eines Besuches in der polnischen Hauptstadt Warschau auch über die Rückholflüge für gestrandete deutsche Touristen in der Nahost-Region. - Foto: Fabian Sommer/dpa
    Außenminister Johann Wadephul (CDU) äußert sich am Rande eines Besuches in der polnischen Hauptstadt Warschau auch über die Rückholflüge für gestrandete deutsche Touristen in der Nahost-Region. - Foto: Fabian Sommer/dpa
Außenminister Johann Wadephul (CDU) kündigt am Rande eines Besuches in Warschau zwei weitere Evakuierungsflüge der Bundesregierung für gestrandete Deutsche in der Nahost-Region an. - Foto: Fabian Sommer/dpa Außenminister Johann Wadephul (CDU) äußert sich am Rande eines Besuches in der polnischen Hauptstadt Warschau auch über die Rückholflüge für gestrandete deutsche Touristen in der Nahost-Region. - Foto: Fabian Sommer/dpa

Die Bundesregierung kündigt zwei weitere Evakuierungsflüge für wegen des Krieges in Nahost gestrandete Deutsche an. An diesem Donnerstag und Freitag werde jeweils ein weiterer Charterflug in Omans Hauptstadt Maskat starten, sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) am Rande eines Besuches in der polnischen Hauptstadt Warschau. 

Am Donnerstag soll nach Angaben von Wadephul ein von der Bundesregierung gechartertes Condor-Flugzeug mehr als 200 Menschen von Maskat nach Frankfurt bringen. Von ihnen würden etwa zwei Drittel vom Auswärtigen Amt mit Bussen aus Dubai in die omanische Hauptstadt gebracht. Beim dritten Flug sollen am Freitag aus Maskat erneut mehr als 200 Personen nach Frankfurt gebracht werden. Einige davon würden vorher mit dem Bus aus Dubai in den Oman gebracht. 

Für die Evakuierungsflüge der Regierung sollen laut Wadephul vordringlich besonders verletzliche Gruppen ausgewählt werden, wie Schwangere, Kranke, Ältere oder Kinder. Das Auswärtige Amt arbeite daran, auch für die folgenden Tage entsprechende Flüge zu organisieren. Das könne aus Maskat oder auch aus der Hauptstadt von Saudi-Arabien, Riad, sein. Er hoffe im Sinne der gestrandeten Touristen sehr, «dass wir jetzt zu einer Entspannung der gesamten Situation kommen und alle möglichst schnell wohlbehalten nach Deutschland zurückkehren können».

Erster Evakuierungsflug in der kommenden Nacht nach Frankfurt

Der erste Evakuierungsflug im Auftrag der Bundesregierung wird laut Lufthansa am Donnerstagmorgen in Frankfurt landen. Der Jet vom Typ Airbus A340-300 soll demnach nach Mitternacht Ortszeit in Maskat starten. Laut Lufthansa ist die Landung am Frankfurter Flughafen gegen 05.45 Uhr (MEZ) geplant. Die Maschine hat in der Konfiguration der Lufthansa 279 Passagiersitze. Laut Wadephul sollen etwa 250 gestrandete Deutsche an Bord sein. 

Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts sitzen in der Region weiterhin Zehntausende Menschen fest. Es gab zahlreiche Flugausfälle. Am Dienstag landete erstmals wieder eine Maschine der Fluggesellschaft Emirates aus Dubai in Frankfurt am Main. Am späten Abend kam ein weiterer Flieger am Flughafen München an. Viele Rückkehrer fielen erleichtert ihren Familien in die Arme.

AA: Deutlich mehr als 30.000 deutsche Staatsangehöriger in Region 

In einem Analysepapier des Auswärtigen Amts zur Unterrichtung des Bundestages, über das die «Rheinische Post» (Donnerstag) zuerst berichtet hatte und das auch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt, heißt es, Reisende würden sich nun vermehrt in die Krisenvorsorgeliste Elefand eintragen. Insgesamt habe es bereits etwa 30.000 Einträge in der Region gegeben. «Die tatsächliche Zahl deutscher Staatsangehöriger in der Region dürfte deutlich höher liegen», heißt es in dem Papier weiter.

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