Sizilien, Flugverkehr

Ätna-Aschewolke legt Flughafen Catania erneut lahm

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 10:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Eine neue Aschewolke des Vulkans Ätna legt den Flughafen von Catania erneut lahm und zwingt Behörden, zahlreiche Flüge zu streichen. Urlauber und Airlines sind von den Sicherheitsmaßnahmen deutlich betroffen.

Der Ätna ist der aktivste Vulkan Europas. (Foto: Archiv)  - Bild: Giuseppe Distefano/AP/dpa
Der Ätna ist der aktivste Vulkan Europas. (Foto: Archiv) - Bild: Giuseppe Distefano/AP/dpa

Wegen einer neuen Aschewolke des Vulkans Ätna bleibt der Flughafen der sizilianischen Stadt Catania bis mindestens 14.30 Uhr für Starts und Landungen gesperrt.

Flüge gestrichen, Warnstufe rot

Die Behörden haben alle Flüge von und nach Catania vorübergehend abgesagt, nachdem Europas aktivster Vulkan seit Sonntag wieder massiv Asche ausstößt. Bereits seit Montag fielen mehrere Dutzend Flüge aus, darunter zahlreiche internationale Verbindungen. Nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie steigt die Aschewolke derzeit bis zu vier Kilometer hoch in den Himmel.

Höchste Warnstufe für den Luftverkehr

Für den Luftverkehr rund um den Ätna gilt erneut Warnstufe rot, die höchste von vier Gefahrenstufen. Diese Einstufung bedeutet, dass eine Eruption mit erheblichem Ascheausstoß unmittelbar bevorsteht oder bereits im Gang ist. Wie lange die Einschränkungen dauern werden, ist bislang offen. Der Flughafen von Catania spielt eine wichtige Rolle für den internationalen Tourismus auf Italiens größter Mittelmeerinsel und wird von vielen ausländischen Urlaubern genutzt.

Erfahrungen aus dem August-Ausbruch

Bereits im August war der Flugbetrieb in Catania wegen eines Ätna-Ausbruchs mehr als eine Woche lang schwer beeinträchtigt. Damals wurden Hunderte Flüge gestrichen, und mehr als 100.000 Urlauber konnten ihre Reisepläne nicht wie vorgesehen umsetzen. Viele Betroffene kamen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern.

Region im Einfluss eines aktiven Vulkans

Die Aschewolke wurde bei dem Ausbruch im August auch über das Mittelmeer geweht und erreichte die Insel Malta sowie Teile Libyens. Der Ätna ist mit über 3.300 Metern Höhe einer der bekanntesten aktiven Vulkane der Welt und bricht regelmäßig aus. Fachleute überwachen seine Aktivität kontinuierlich, um den Flugverkehr und die Bevölkerung frühzeitig vor neuen Gefahren warnen zu können.

Wiederkehrende Belastung für den Luftverkehr

Die erneute Sperrung des Flughafens Catania wegen einer Aschewolke des Ätna zeigt, wie stark der Luftverkehr in der Region von vulkanischer Aktivität abhängig ist. Der Flughafen ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Süditaliens und zugleich zentraler Zugang für den Tourismus auf Sizilien. Wenn Starts und Landungen kurzfristig ausfallen, treffen die Einschränkungen Airlines, Flughafendienstleister und Tausende Reisende zugleich. Besonders betroffen sind Pauschalreisen und Umsteigeverbindungen, die Catania als Drehkreuz nutzen.

Tourismus und regionale Wirtschaft unter Druck

Die Lage ist für die lokale Wirtschaft sensibel, weil der Tourismus für Sizilien eine zentrale Einnahmequelle ist. Der aktuelle Vorfall reiht sich ein in die Serie von Störungen, die bereits im August zu einem mehrtägigen Flugchaos geführt hatten. Damals standen Hunderte Flüge still, und mehr als 100.000 Urlauber waren betroffen, darunter viele aus Deutschland. Der erneute Eingriff in den Flugplan erhöht den Druck auf Hotels, Reiseveranstalter und lokale Dienstleister, die mit kurzfristigen Stornierungen und Umbuchungen umgehen müssen. Auch der Ruf der Region als verlässliches Reiseziel kann leiden, wenn Engpässe sich häufen.

Sicherheitspriorität und langfristige Perspektiven

Zugleich unterstreicht die Situation, dass bei vulkanischer Aktivität die Sicherheit oberste Priorität hat. Die Einstufung in die höchste Warnstufe und das Flugverbot sollen verhindern, dass Flugzeuge in Aschewolken geraten, die Triebwerke und Sensoren beschädigen können. Der Ätna gilt mit seiner regelmäßigen Aktivität als einer der am besten überwachten Vulkane Europas, doch selbst modernste Überwachung ersetzt keine vorsorgliche Sperrung. Für Reisende empfiehlt sich flexible Planung und Aufmerksamkeit für kurzfristige Änderungen, während Behörden und Betreiber längerfristig an Notfallplänen und Ausweichstrategien arbeiten müssen, um die Auswirkungen künftiger Ausbrüche abzufedern.

Disclaimer...

de | unterhaltung | 70104333 |