Oktoberfest München, Unfall Fahrgeschäft

München Oktoberfest: Mitarbeiter stirbt nach Unfall an Free-Fall-Fahrgeschäft

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 01:06 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Ein Mitarbeiter eines Fahrgeschäfts auf dem Münchner Oktoberfest ist nach einem Unfall an einem Free-Fall-Turm gestorben. Die Polizei ermittelt zu den Umständen, Fahrgäste waren den Angaben zufolge nicht in Gefahr.

Schwerer Unfall zum Wochenbeginn auf der Wiesn. - Bild: Felix Hörhager/dpa
Schwerer Unfall zum Wochenbeginn auf der Wiesn. - Bild: Felix Hörhager/dpa

Auf dem Münchner Oktoberfest ist ein 52-jähriger Mitarbeiter eines Fahrgeschäfts nach einem schweren Unfall an einem Free-Fall-Turm im Krankenhaus gestorben.

Unfall an Free-Fall-Turm auf der Wiesn

Der Vorfall ereignete sich am Montagabend an einem Free-Fall-Turm, bei dem Fahrgäste in einer Gondel aus großer Höhe in die Tiefe stürzen. Nach Angaben der Polizei hielt sich der Mann vermutlich in einem Bereich des Fahrgeschäfts auf, den er nicht hätte betreten dürfen. Dort wurde er von Teilen der Anlage getroffen und möglicherweise eingequetscht.

Der Mitarbeiter wurde noch vor Ort reanimiert und mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wo er wenig später seinen Verletzungen erlag. Fahrgäste seien zu keiner Zeit in Gefahr gewesen, betonten die Ermittler.

Großer Rettungseinsatz und Betreuung von Augenzeugen

Für den Rettungseinsatz wurde der Bereich um den Free-Fall-Turm großräumig abgesperrt. Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort, um die Versorgung des Verletzten und die Sicherung des Geländes zu übernehmen. Die Polizei rief Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, dazu auf, sich zu melden, um den Ablauf des Geschehens weiter aufzuklären.

Augenzeugen des Unfalls wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die Seelsorger kümmerten sich um Besucher und Beschäftigte, die das Geschehen miterlebt hatten und psychologisch belastet waren.

Oktoberfest mit Millionen Besuchern und hoher Sicherheitspräsenz

Das 191. Oktoberfest hat am Samstagmorgen begonnen und läuft bis zum 4. Oktober. Jährlich besuchen mehr als sechs Millionen Menschen das Fest, das als größtes Volksfest der Welt gilt. Rund um das Gelände sind etwa 600 Polizeibeamte und zahlreiche Ordner im Einsatz, um für Sicherheit zu sorgen und bei Zwischenfällen schnell reagieren zu können.

Der tödliche Unfall überschattet den Beginn der Wiesn und rückt die Sicherheitsmaßnahmen an Fahrgeschäften und die Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf dem Festgelände erneut in den Fokus.

Arbeitsrisiken auf Volksfesten

Der tödliche Unfall an einem Free-Fall-Turm auf dem Oktoberfest verweist auf die hohe Verantwortung, die Betreiber und Beschäftigte von Fahrgeschäften tragen. Auf großen Volksfesten arbeiten zahlreiche Saisonkräfte unter Zeitdruck und in enger Nähe zu komplexer Technik. Sicherheitsabläufe, klare Zugangsregeln zu Gefahrenbereichen und regelmäßige Schulungen sind entscheidend, um solche Unfälle zu verhindern. Der Hinweis der Polizei, dass sich der Mitarbeiter wohl in einem Bereich aufgehalten habe, in dem er nicht hätte sein sollen, unterstreicht die Bedeutung von klar abgetrennten Sicherheitszonen und streng eingehaltenen Betriebsanweisungen.

Technische Sicherheit und Kontrolle

Fahrgeschäfte wie Free-Fall-Türme unterliegen in Deutschland strengen technischen Prüfungen, etwa durch Sachverständige und kommunale Behörden, bevor sie für den Betrieb zugelassen werden. Sie sollen verhindern, dass Fahrgäste zu Schaden kommen – wie im aktuellen Fall, in dem nach Angaben der Polizei keine Besucher gefährdet waren. Zugleich zeigt der Unfall, dass selbst bei technisch einwandfreien Anlagen Fehler im Arbeitsablauf gravierende Folgen für das Personal haben können. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen werden voraussichtlich klären müssen, wie es zu dem Aufenthalt des Mitarbeiters im Gefahrenbereich kam und ob organisatorische oder technische Faktoren eine Rolle spielten.

Bedeutung für das Oktoberfest und Besucher

Das Oktoberfest zieht jedes Jahr Millionen Menschen an und wird von vielen als unbeschwertes Volksfest wahrgenommen. Der Vorfall dürfte Diskussionen über die Sicherheit von Fahrgeschäften und die Arbeitsbedingungen der dort Beschäftigten verstärken. Für Besucher bleibt wichtig, dass große Volksfeste nicht nur Polizei und Ordner, sondern auch Kriseninterventionsteams bereithalten, um Augenzeugen eines schweren Ereignisses psychologisch zu unterstützen. Der Unfall legt nahe, dass trotz umfassender Sicherheitskonzepte das Restrisiko für Beschäftigte real bleibt und Sicherheitsstandards sowie Abläufe kontinuierlich überprüft und angepasst werden müssen, ohne den Kernbetrieb des Festes infrage zu stellen.

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