US-Ostküste, Sturmflut

Sturm an US-Ostküste: Überschwemmungen, Stromausfälle und Todesopfer

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 19:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Ein heftiger Sturm hat den Nordosten der USA getroffen. Überschwemmungen, Stromausfälle und Flugstreichungen legten Teile der Region lahm; in New York starb ein Mann durch einen umstürzenden Baum.

  • Ein Sturm an der US-Ostküste überflutet Straßen in Küstenorten.  - Bild: Noah K. Murray/AP/dpa
    Ein Sturm an der US-Ostküste überflutet Straßen in Küstenorten. - Bild: Noah K. Murray/AP/dpa
  • Die Behörden warnen vor gefährlichen Bedingungen in Küstenabschnitten.  - Bild: Robert F. Bukaty/AP/dpa
    Die Behörden warnen vor gefährlichen Bedingungen in Küstenabschnitten. - Bild: Robert F. Bukaty/AP/dpa
  • Der Sturm bringt hohe Wellen, Wind und Regen mit sich.  - Bild: Noah K. Murray/AP/dpa
    Der Sturm bringt hohe Wellen, Wind und Regen mit sich. - Bild: Noah K. Murray/AP/dpa
Ein Sturm an der US-Ostküste überflutet Straßen in Küstenorten.  - Bild: Noah K. Murray/AP/dpa Die Behörden warnen vor gefährlichen Bedingungen in Küstenabschnitten.  - Bild: Robert F. Bukaty/AP/dpa Der Sturm bringt hohe Wellen, Wind und Regen mit sich.  - Bild: Noah K. Murray/AP/dpa

Ein heftiger Sturm hat am Samstag den Nordosten der USA mit starkem Wind, Regen und Überschwemmungen getroffen und in mehreren Bundesstaaten Stromausfälle, Verkehrsprobleme und Veranstaltungsabsagen verursacht.

Todesopfer und Stromausfälle

In New York wurde ein 56 Jahre alter Mitarbeiter der Wohnungsbaubehörde von einem umstürzenden Baum tödlich verletzt. In der Millionenmetropole gingen nach Behördenangaben zahlreiche Berichte über umgestürzte Bäume ein.

Allein im Bundesstaat New York waren laut poweroutage.com rund 35.000 Haushalte ohne Strom. Auch in weiteren Bundesstaaten fiel zeitweise die Versorgung aus. In New Jersey wurde in Küstennähe ein kleiner Hai durch überflutete Straßen getrieben.

Gouverneurin warnt vor Küstengefahren

New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul hatte vor dem Eintreffen des Sturms für mehrere Bezirke vorsorglich den Notstand ausgerufen. Sie warnte vor „extrem gefährlichen Bedingungen“ entlang der Küste, hohen Wellen und Überschwemmungen.

In New York wurden nach ihren Angaben Windböen von mehr als 80 Kilometern pro Stunde gemessen. Besonders an der Küste bestand Gefahr durch auflaufendes Wasser und starke Wellen.

Flüge und Konzerte abgesagt

Der Sturm beeinträchtigte auch den Flugverkehr. Am Flughafen von Boston wurden am Samstagvormittag nach Daten des Portals Flightaware mehr als 250 Flüge gestrichen.

Mehrere Veranstalter sagten geplante Konzerte ab. Das Global Citizen Festival im Central Park in New York fiel erstmals seit seinem Start im Jahr 2012 aus. Auch zwei Konzerte des Popstars Ed Sheeran nahe Boston wurden wegen des Wetters gestrichen.

Nor’easter bringen mehrere Gefahren zusammen

Der Sturm an der US-Ostküste ist ein sogenannter Nor’easter. Diese Wetterlagen entstehen vor allem im Herbst und Winter an der Atlantikküste und können starke Winde, ergiebigen Regen, hohe Wellen und Überschwemmungen gleichzeitig auslösen. Besonders gefährdet sind tiefliegende Küstenabschnitte und Gebiete entlang von Flussmündungen.

Die Auswirkungen reichen deshalb über einzelne überflutete Straßen hinaus. Stromleitungen können durch umstürzende Bäume beschädigt werden, während gesperrte Verkehrswege und Flughafenausfälle die Mobilität in einer dicht besiedelten Region beeinträchtigen. Dass mehr als 95.000 Stromkunden in sechs Bundesstaaten zeitweise betroffen waren, zeigt die regionale Größenordnung des Ereignisses.

Bedeutung für Bevölkerung und Verkehr

Für die Menschen vor Ort steht zunächst der Schutz vor Sturmflut, Starkregen und herabfallenden Ästen im Mittelpunkt. Behördenwarnungen, Evakuierungsanordnungen und vorsorgliche Notstände sollen insbesondere an der Küste Risiken begrenzen. Reisende müssen mit weiteren Verspätungen rechnen, solange Überflutungen und beschädigte Infrastruktur den Betrieb behindern.

Die Absage großer Konzerte unterstreicht zudem, dass Unwetter inzwischen auch Veranstaltungen mit umfangreicher Logistik kurzfristig stoppen können. Für die weitere Entwicklung sind vor allem der Rückgang des Windes, die Entspannung der Küstenhochwasserlage und die Wiederherstellung der Stromversorgung entscheidend.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau: „Sturm an der US-Ostküste: Ein Toter, viele Haushalte ohne Strom“ (27.09.2026)

Der Bericht bestätige den tödlichen Baumunfall, die Stromausfälle und die vorsorglichen Notstandsmaßnahmen in New York. Einen zusätzlichen Schwerpunkt lege er auf die erwarteten schweren Überflutungen entlang der mittleren Atlantikküste sowie auf die Auswirkungen auf den UN-Betrieb in New York.

n-tv: „Flüge und Konzerte abgesagt: Sturm fegt über Nordosten der USA“ (27.09.2026)

Der Artikel bestätige die Ausfälle bei Flügen, Stromversorgung und Veranstaltungen. Anders als die dpa-Meldung ordne er den Sturm als für die Atlantikküste typische Wetterlage ein und nenne weitere abgesagte Musikfestivals sowie das geplante Programm des Global-Citizen-Festivals.

Beide Berichte stimmten darin überein, dass der Sturm nicht nur lokale Überschwemmungen verursacht habe, sondern Verkehr, Energieversorgung und öffentliche Veranstaltungen in mehreren Bundesstaaten beeinträchtige. Unterschiede ergäben sich vor allem bei den ergänzenden Angaben zur erwarteten weiteren Entwicklung und zu zusätzlichen Veranstaltungsabsagen.

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