Ecuador, Guayaquil

Ecuador: Priester stirbt nach Kreuzsturz bei Messe in Guayaquil

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 20:13 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Ein Priester ist in Guayaquil während eines live übertragenen Gottesdienstes ums Leben gekommen. Das Kreuz über dem Altar stürzte aus zunächst ungeklärter Ursache herab.

Priester stirbt während der Messe

  • Das Kreuz fiel am Samstagabend in Guayaquil direkt auf den Kopf des Priesters.
  • Der Gottesdienst lief über die sozialen Netzwerke der Pfarrei live.
  • Die Erzdiözese nannte keine konkreten Umstände für den Tod.
Das Unglück ereignete sich in der Stadt Guayaquil in Ecuador. (Symbolbild) - Bild: Hendrik Schmidt/dpa

Tödlicher Kreuzsturz in Guayaquil

In Ecuador ist ein katholischer Priester während einer Messe von einem herabfallenden Kreuz erschlagen worden. Das große Holzkreuz fiel am Samstagabend in der Kirche «Unsere Liebe Frau von der Immerwährenden Hilfe» in Guayaquil auf den Kopf des Geistlichen.

Gottesdienst lief im Internet

Der Gottesdienst wurde live in den sozialen Netzwerken der Pfarrei übertragen. Auf der Aufnahme sind die verzweifelten Rufe der Anwesenden zu hören: «Vater, Vater! Ruft einen Krankenwagen!»

Die Erzdiözese von Guayaquil bekundete den Angehörigen und der Pfarrgemeinde ihre Solidarität und ihr Mitgefühl. In einer Mitteilung hieß es, der Pfarrer sei in das Haus des Vaters eingegangen; die Erzdiözese schrieb außerdem: «Ruhe in Frieden».

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Erzdiözese nennt keine Ursache

Was den Sturz des Kreuzes auslöste, war zunächst unklar. Die Mitteilung der Erzdiözese enthielt dazu keine konkreten Angaben.

Trauer in der Gemeinde

Die während der Messe aufgenommenen Rufe dokumentieren die Panik unmittelbar nach dem Unglück. Für die Angehörigen und die Pfarrgemeinde steht nun die Trauer um den Priester im Mittelpunkt.

Der tödliche Unfall ereignete sich in Guayaquil, Ecuadors größter Stadt und wichtigem Zentrum des Landes. Die Kirche «Unsere Liebe Frau von der Immerwährenden Hilfe» gehört zur katholischen Erzdiözese von Guayaquil, die nach dem Tod des Priesters Anteilnahme bekundete.

Der Vorfall zeigt zugleich, wie unmittelbar Gottesdienste inzwischen öffentlich wahrgenommen werden können. Weil die Messe live übertragen wurde, waren die Reaktionen der Anwesenden und der Moment des Unglücks in einer Videoaufzeichnung festgehalten. Solche Aufnahmen können den Ablauf dokumentieren, ersetzen aber keine Untersuchung der baulichen und technischen Ursachen.

Offene Fragen zur Sicherheit

Im Mittelpunkt steht nun, warum sich das große Holzkreuz über dem Altar löste. Denkbar sind grundsätzlich Materialermüdung, eine fehlerhafte Befestigung oder andere bauliche Ursachen; konkrete Angaben dazu liegen in der Meldung der Erzdiözese nicht vor. Für die Gemeinde geht es neben der Trauer daher auch um die Prüfung vergleichbarer Konstruktionen in der Kirche.

Für Besucher von Gottesdiensten bleibt der Fall ein außergewöhnliches Unglück. Seine Folgen reichen dennoch über den einzelnen Ort hinaus: Kirchenleitungen müssen bei auffälligen Bauteilen, schweren Dekorationen und älteren Befestigungen die Sicherheit regelmäßig kontrollieren lassen. Ob Behörden oder kirchliche Stellen in Guayaquil eine Untersuchung einleiten, ist offen.

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