Sachsen, Deutschland

Ermittler nennen weitere Details nach Amokfahrt in Leipzig

05.05.2026 - 15:37:18 | dpa.de

Die Zahl der Verletzten steht nun fest, auch zur Vorgeschichte des Täters gibt es neue Angaben. Während die Ermittlungen laufen, bleiben viele Fragen offen.

Ermittler geben nach der Amokfahrt weitere Details zu den Verletzten und dem Täter bekannt. - Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Ermittler geben nach der Amokfahrt weitere Details zu den Verletzten und dem Täter bekannt. - Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt haben die Ermittler die Zahl der Verletzten konkretisiert und weitere Details zum Täter bekanntgegeben. Wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei Leipzig mitteilten, wurden sechs Menschen im Alter von 21 bis 87 Jahren verletzt, darunter zwei Schwerverletzte.

Zahl der Verletzten konkretisiert

Bei den Schwerverletzten handelt es sich um einen 75 Jahre alten Mann und eine 84 Jahre alte Frau. Zudem mussten mehr als 80 Menschen nach dem Geschehen betreut werden. Zwei Menschen - eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann - waren bei der Tat ums Leben gekommen. 

Täter zuvor polizeilich aufgefallen

Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei war der 33 Jahre alte Deutsche dieses Jahr bereits polizeilich aufgefallen, unter anderem wegen Bedrohung und ehrverletzender Delikte im sozialen Umfeld. Dabei handelt es sich um Vorfälle ohne körperliche Gewalt, etwa Beleidigungen oder Herabwürdigungen. Ermittlungs- oder Strafverfahren waren daraus bislang nicht hervorgegangen.

Einträge im Bundeszentralregister liegen nach Angaben der Behörden nicht vor. Weitere Ermittlungs- oder Strafverfahren seien derzeit nicht anhängig.

Ermittlungen wegen Mordes und mehrfachen Mordversuchs

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Mann wegen zweifachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs. Er war nach der Tat vorläufig festgenommen worden. Ein Ermittlungsrichter soll im Laufe des Tages über die Fortdauer der Freiheitsentziehung entscheiden.

Zu den Hintergründen der Tat gibt es weiterhin keine gesicherten Erkenntnisse. Hinweise auf ein politisches oder religiöses Motiv liegen nach Angaben der Ermittler nicht vor.

Die kriminalpolizeilichen Maßnahmen am Tatort dauern an. Die abgesperrten Bereiche sollen voraussichtlich im Laufe des Tages wieder freigegeben werden.

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