Puma-Suche bei Erding bleibt nach 60 Minuten erfolglos
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 10:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Wildkameras sollen nächste Hinweise liefern
- Die Polizei suchte im Landkreis Erding mit einem Hubschrauber und einer Wärmebildkamera nach dem möglichen Puma.
- Der Hubschraubereinsatz dauerte 60 Minuten; entdeckt wurden zahlreiche Rehe, aber keine Katzenart und keine Beutereste.
- Eine Reiterstaffel fand im Naturschutzgebiet Notzinger Moos ebenfalls keine Spuren oder Beutetiere.
- Nach der Auswertung der Wildkameras will die Polizei über das weitere Vorgehen entscheiden.
Nach einer weiteren möglichen Sichtung hat die Polizei im oberbayerischen Landkreis Erding erneut nach einer mutmaßlichen Raubkatze gesucht.
Hubschrauber beendet Einsatz
Ein Verkehrsteilnehmer hatte in der Nacht von Freitag auf Samstag gegen 2.30 Uhr im Gemeindebereich Oberding ein verdächtiges Tier wahrgenommen. Daraufhin suchte ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera nach dem möglichen Puma.
Nach 60 Minuten wurde der Einsatz beendet. Die Besatzung entdeckte laut Polizei unzählige Rehe, stellte aber keine Katzenarten fest. Auch unter den erkannten Rehen fanden die Einsatzkräfte keine Beutereste.
Reiterstaffel bleibt ohne Fund
Bereits am Samstag hatte eine Reiterstaffel im Naturschutzgebiet Notzinger Moos nach Spuren gesucht. Auch dort fanden die Polizisten keine Beutetiere und keine Hinweise auf eine mögliche Raubkatze.
Weitere verwertbare Sichtungen wurden der Polizei am Wochenende nicht gemeldet. Die Wildkameras, die vor dem Wochenende im Notzinger Moos installiert worden waren, sollten am Vormittag ausgewertet werden.
Suche läuft seit einer Tierbeobachtung
Ein Jäger hatte am späten Dienstagabend ein verdächtiges Tier mit einem Nachtsichtgerät gesehen und gefilmt. Ein Experte hielt es nach der Auswertung der Aufnahmen für möglich, dass es sich um einen Puma handelt.
Woher das Tier stammen könnte, ist bislang unklar. Seit der ersten Sichtung suchten Polizisten zu Fuß, mit Drohnen, Hubschraubern und Polizeihunden nach der Katze oder ihren Spuren – bislang ohne Ergebnis.
Eine Suche mit vielen offenen Fragen
Die Polizei setzt die Suche fort, obwohl mehrere Einsatzmittel bislang keine belastbaren Spuren ergeben haben. Das erschwert die Einschätzung, ob tatsächlich ein Puma im Raum Erding unterwegs ist oder ob die beobachtete Katze anders eingeordnet werden muss.
Für die Bewertung sind vor allem die Aufnahmen des Jägers und die Daten der Wildkameras entscheidend. Wärmebildkameras aus der Luft, Drohnen, Hunde und eine Reiterstaffel können unterschiedliche Geländeabschnitte abdecken, ersetzen aber keine eindeutige Bild- oder DNA-Spur. Auch das Ausbleiben von Beuteresten sagt nur begrenzt etwas über die Anwesenheit eines Tieres aus.
Naturschutzgebiet erschwert die Suche
Das Notzinger Moos bietet als Naturschutzgebiet unübersichtliches Gelände und begrenzte Zugänge. Eine Reiterstaffel kann dort Bereiche erreichen, die für Fahrzeuge schwer zugänglich sind. Zugleich können Wildtiere wie Rehe die Suche erschweren, weil sie auf Wärmebildern auffallen und von den Einsatzkräften unterschieden werden müssen.
Für Anwohner und Verkehrsteilnehmer bleibt entscheidend, verdächtige Beobachtungen möglichst genau mit Ort, Zeit und Bewegungsrichtung zu melden und Abstand zu halten. Solange eine Raubkatze nicht eindeutig ausgeschlossen oder identifiziert ist, dürfte die Auswertung der Wildkameras den nächsten Schritt der Behörden bestimmen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
BR24: „Puma-Verdacht: Polizei jetzt mit Reiterstaffel unterwegs“ (11.10.2026)
Der Bericht hebe hervor, dass die Polizei im Notzinger Moos und in der Umgebung mit einer Reiterstaffel nach dem möglichen Puma suche. Er bestätige die bisher ergebnislose Suche, setze den Schwerpunkt aber auf die bessere Beweglichkeit der Pferdestaffel im Naturschutzgebiet und nenne zusätzlich fehlende neue Sichtungen sowie installierte Wildkameras.
Damit bestätige der Beitrag den Einsatz der Reiterstaffel und die offene Frage nach der Tierart; die weitere Auswertung der Kameras bleibe ebenso offen wie die Herkunft des Tiers.
