Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Ruhrgebiet: Nach Schlägereien weiter erhöhte Polizeipräsenz

18.06.2023 - 10:13:51 | dpa.de

Die Nacht ist ruhig geblieben in Essen und Castrop-Rauxel. Weil die Polizei auf den Straßen weiter Präsenz zeigte, kam es zu keinen erneuten Schlägereien.

  • Die Polizei am Rande einer Massenschlägerei in Castrop-Rauxel. - Foto: Marc Gruber/7aktuell/dpa
    Die Polizei am Rande einer Massenschlägerei in Castrop-Rauxel. - Foto: Marc Gruber/7aktuell/dpa
  • Die Polizei war in den vergangenen Tagen in Essen mit starken Kräften eingeschritten, um Massenschlägereien zu unterbinden. - Foto: Markus Gayk/dpa
    Die Polizei war in den vergangenen Tagen in Essen mit starken Kräften eingeschritten, um Massenschlägereien zu unterbinden. - Foto: Markus Gayk/dpa
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Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen größeren Personengruppen in Essen und Castrop-Rauxel zeigt die Polizei in beiden Städten weiter erhöhte Präsenz. In der Nacht zum Sonntag sei die Lage ruhig geblieben, sagten Polizeisprecher in Essen und Recklinghausen auf Anfrage. Die Polizei prüft weiter, ob es Zusammenhänge zwischen den Konfrontationen in den beiden rund 30 Kilometer entfernt liegenden Ruhrgebietsstädten gibt.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) will nun durchgreifen. «Es ist nicht hinnehmbar, wenn sich Männerhorden zusammenrotten und teils sogar bewaffnen, um andere einzuschüchtern oder anzugreifen», sagte Reul der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung». Einmal mehr müsse die Polizei klarmachen: «Bei uns gilt das Recht des Staates und nicht das Recht der Familie», sagte Reul. Man werde die Szene aufmerksam im Blick behalten und weiterhin konsequent einschreiten. Als Auslöser für die jüngsten Konfrontationen wird ein Streit unter Großfamilien vermutet. Schon seit Jahren ist Essen ein Hotspot der Clan-Szene.

Dort waren bei Schlägereien am späten Freitagabend in der Innenstadt mehrere Menschen, unter anderem zwei Polizeibeamte, verletzt worden. Es habe sich um gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen größeren Personengruppen mit syrischer und libanesischer Nationalität «an wechselnden Örtlichkeiten» gehandelt, teilte die Essener Polizei mit. Die Polizei schritt mit starken Kräften, unterstützt von einem Hubschrauber und Diensthunden ein. Die Identitäten von mehr als 100 Menschen wurden festgestellt. Zudem wurden Hieb- und Stichwaffen wie Baseballschläger, Dachlatten und Messer sichergestellt.

Seit Freitagabend sei die Polizei «mit einer Vielzahl von Einsatzkräften sichtbar im Stadtgebiet unterwegs», hieß es weiter. Auch am Samstag seien immer wieder größere Personengruppen an unterschiedlichen Orten angetroffen und überprüft worden. Dabei wurden Messer und Schlagwerkzeuge sichergestellt.

Auch in Castrop-Rauxel waren nach Angaben eines Polizeisprechers am Samstag tagsüber noch Gruppen unterwegs. Nachts sei es ruhig geblieben. Die erhöhte Präsenz der Polizei werde fortgeführt. Als Auslöser für die Streitigkeiten wird ein Streit unter Großfamilien vermutet. Nach ersten Ermittlungen sei der Grund im zwischenmenschlichen Bereich zu finden, hatte der zuständige Oberstaatsanwalt Carsten Dombert am Freitag gesagt.

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