Frauen, Deutschland

Tötung am Ende von Beziehung häufigste Art des Femizids

20.11.2025 - 11:05:43

Die meisten Femizide in Deutschland passieren in Beziehungen – häufig ausgelöst durch Eifersucht und auch Sexismus. Und oft steht laut einer Studie am Anfang die Trennung.

Femizide unter Partnern in Verbindung mit Trennung oder Eifersucht sind laut einer Studie mit Abstand die häufigste Form von Tötungen an Frauen aufgrund ihres Geschlechts in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die vom Institut für Kriminologie der Universität Tübingen und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen vorgestellt wurde. Femizid bedeutet, dass Frauen getötet werden, weil sie Frauen sind. 

Die Forscher untersuchten zu 292 Fällen Vernehmungsprotokolle, Sachverständigengutachten, Anklageschriften und Urteile, die als versuchte oder vollendete Tötungen von Frauen in fünf Bundesländern im Jahr 2017 in die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) eingegangen sind. Einbezogen wurden Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Teile Nordrhein-Westfalens, auf die ein Drittel der bundesweit polizeilich registrierten Tötungsdelikte an Frauen in diesem Jahr entfiel. 197 aller 292 analysierten Fälle erwiesen sich tatsächlich als versuchte oder vollendete Tötungsdelikte an Frauen. 

«Wir haben das Jahr 2017 ausgewählt, um sicherzustellen, dass die Strafverfahren zu Beginn der Auswertung im Jahr 2022 tatsächlich abgeschlossen waren», sagt Jörg Kinzig, Direktor des Instituts für Kriminologie der Universität Tübingen und einer der Leiter der Studie. 

Tötung der (Ex-) Partnerin häufigster Fall des Femizids

Die mit Abstand häufigste Art des Femizids ist laut Studie der Partnerinnenfemizid – bei 108 der 133 Femizide (81 Prozent) handelte es sich um Tötungsdelikte in heterosexuellen Paarbeziehungen. Anlass für die Tat war in den meisten Fällen eine tatsächliche oder befürchtete Trennung oder Untreue der Frau.

@ dpa.de

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