Deutschland, Iran

Lufthansa spürt hohe Nachfrage bei Direktflügen

06.03.2026 - 08:31:11 | dpa.de

Der Nahost-Konflikt behindert den internationalen Luftverkehr massiv. Weil wichtige Drehkreuze in der Golfregion ausfallen, steigt an anderen Stellen die Nachfrage.

Lufthansa prüft mehr Kapazitäten nach Asien und Afrika anzubieten. (Archivfoto) - Foto: Lennart Stock/dpa

Die Lufthansa spürt wegen des Nahostkonflikts eine stark steigende Nachfrage bei Direktflügen nach Asien und Afrika. Grund sind ausfallende Umsteigeverbindungen über die Drehkreuze arabischer Gesellschaften in der Krisenregion. Der Lufthansa-Konzern prüft daher nach eigenen Angaben, die Zahl der Verbindungen zum Beispiel nach Singapur, Indien, China und Südafrika aufzustocken. 

«Die massive Bündelung globaler Verkehrsströme über die Golf-Drehkreuze erweist sich zunehmend als geopolitische Achillesferse», erklärt Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr anlässlich der Jahresbilanz. Es sei daher umso wichtiger, europäische Airlines und Drehkreuze nicht weiter zu benachteiligen. Europa müsse in der Lage sein, eigene Verbindungen zu den globalen Märkten aufrechtzuerhalten.

Hintergrund ist der Aufstieg arabischer Fluggesellschaften wie Emirates oder Qatar, die in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend Passagiere über ihre Drehkreuze am Golf gelenkt haben. Betroffen sind Verbindungen nach Asien, Afrika und Australien. In Deutschland wird diskutiert, ob diesen Gesellschaften weitere Landrechte an deutschen Flughäfen eingeräumt werden sollen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | unterhaltung | 68640557 |

Weitere Meldungen

Deutsche sehen wenig Einfluss von Berlin im Nahost-Konflikt. Dabei betreffen Fluchtbewegungen in dieser Region meist auch Deutschland. USA, Israel, Iran, Libanon - eine Mehrheit der Deutschen hält die Rolle der Bundesregierung bei den Gesprächen für marginal. (Politik, 15.04.2026 - 05:00) weiterlesen...

Deutschland und Südafrika fordern weitere Iran-Verhandlungen Deutschland und Südafrika verlangen nach den vorerst gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran eine Fortsetzung der Gespräche über eine Verhandlungslösung. (Boerse, 13.04.2026 - 18:03) weiterlesen...

USA wollen heute mit Hormus-Blockade beginnen - Iran warnt Der Iran kontert die angekündigte US-Blockade mit Spott und Drohungen, während die Ölpreise wieder steigen. (Ausland, 13.04.2026 - 05:43) weiterlesen...

Krieg im Nahen Osten bremst Sommergeschäft der Reisebranche. Reisende reagieren auf höhere Preise und die unsichere Lage im Nahen Osten. Ein Land könnte davon besonders profitieren. Sommerurlaub ja – aber anders als geplant. (Wirtschaft, 11.04.2026 - 04:45) weiterlesen...

Merz: Erfolg bei Iran-Friedensgesprächen nicht sicher. Und zwar trotz Friedensgesprächen. Deutschland sucht derweil neue Gespräche mit einem schwierigen Gegenüber. Die Lage am Golf bleibt hochbrisant, warnt Kanzler Friedrich Merz. (Politik, 09.04.2026 - 17:02) weiterlesen...

Merz: Bei Frieden könnte Deutschland Meerenge mit sichern Wenn ein Friedensschluss mit dem Iran erreicht ist, wird sich Deutschland laut Kanzler Friedrich Merz an einer Sicherung der Meerenge von Hormus beteiligen - unter bestimmten Bedingungen. (Boerse, 09.04.2026 - 16:26) weiterlesen...