Spanien, Großbritannien

Feuerinferno in Spanien: Flammen breiten sich weiter aus

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 14:42 Uhr, dpa.de

Der Kampf gegen die Flammen geht in Andalusien weiter. Rund 500 Einsatzkräfte sind im Einsatz. Probleme bereitet die Identifizierung der Todesopfer.

  • Manche Menschen wollten vor den Flammen fliehen, wählten dabei jedoch eine falsche Fluchtroute. - Bild: Gregorio Marrero/AP/dpa
    Manche Menschen wollten vor den Flammen fliehen, wählten dabei jedoch eine falsche Fluchtroute. - Bild: Gregorio Marrero/AP/dpa
  • Unter den Opfern befinden sich wahrscheinlich auch mehrere Briten und Belgier. - Bild: Javi Carrión/EUROPA PRESS/dpa
    Unter den Opfern befinden sich wahrscheinlich auch mehrere Briten und Belgier. - Bild: Javi Carrión/EUROPA PRESS/dpa
  • Rund 500 Einsatzkräfte sind im Einsatz. - Bild: Gregorio Marrero/AP/dpa
    Rund 500 Einsatzkräfte sind im Einsatz. - Bild: Gregorio Marrero/AP/dpa
  • Rund 6.600 Hektar Wald- und Buschfläche sind bereits verbrannt. - Bild: Gregorio Marrero/AP/dpa
    Rund 6.600 Hektar Wald- und Buschfläche sind bereits verbrannt. - Bild: Gregorio Marrero/AP/dpa
Manche Menschen wollten vor den Flammen fliehen, wählten dabei jedoch eine falsche Fluchtroute. - Bild: Gregorio Marrero/AP/dpa Unter den Opfern befinden sich wahrscheinlich auch mehrere Briten und Belgier. - Bild: Javi Carrión/EUROPA PRESS/dpa Rund 500 Einsatzkräfte sind im Einsatz. - Bild: Gregorio Marrero/AP/dpa Rund 6.600 Hektar Wald- und Buschfläche sind bereits verbrannt. - Bild: Gregorio Marrero/AP/dpa

Der verheerende Waldbrand mit mindestens zwölf Todesopfern im Süden Spaniens hat sich weiter ausgebreitet. Die Flammen zerstörten in der andalusischen Provinz Almería bereits 6.600 Hektar Wald- und Buschfläche, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete. Dabei bezog er sich auf einen Sprecher der rund 500 Einsatzkräfte im Gebiet um die Gemeinden Los Gallardos und Bédar, rund 70 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Almería.

Die Lage entwickelte sich zuletzt jedoch günstig. Eine höhere Luftfeuchtigkeit und schwächere Winde erleichterten nach Angaben der Einsatzkräfte die Löscharbeiten. Der Präsidentschaftsminister der Zentralregierung, Félix Bolaños, sagte am Einsatzleitstand, Teile des Feuers seien bereits nahezu stabilisiert, die Lage bleibe aber in einigen Abschnitten schwierig. Die am Freitag teilweise gesperrte Autobahn A7 wurde wieder freigegeben.

Auch Touristen evakuiert

Die Flammen loderten unweit beliebter Mittelmeerstrände wie Playa de Mojácar. Knapp 1.500 Menschen mussten ihre Häuser und einen Campingplatz verlassen, darunter auch Touristen vor allem aus Großbritannien. Als Ursache des Brandes wird eine kaputte Stromleitung vermutet.

Viele der Todesopfer waren in der Nacht zum Freitag - wenige Stunden nach Ausbruch des Feuers - auf den Straßen von den Flammen eingeschlossen worden und verbrannt. Es handelt sich laut Behörden um Personen, die vor den Flammen fliehen wollten, dabei jedoch eine falsche Fluchtroute gewählt haben. Acht Menschen wurden schwerer verletzt.

Wohl mehrere Ausländer unter den Toten

Aufgrund verschiedener Indizien gehen die Behörden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass unter den Toten mehrere Briten und Belgier sind. Man müsse aber die Identifizierung der Opfer abwarten. Diese gestalte sich schwierig, hieß es.

Unterdessen dauerte die Suche nach möglichen weiteren Opfern an. Die Polizeieinheit Guardia Civil (Zivilgarde) konzentrierte sich dabei auf die Gemeinde Bédar, wo sich das Feuer nach Behördenangaben besonders überraschend und schnell ausbreitete. Die Einsatzkräfte durchsuchten dort die Häuser systematisch einzeln. Nach offiziellen Angaben wird weiterhin nach 23 Menschen gesucht. Allerdings wurden bislang nur sieben Vermisstenanzeigen gestellt.

Spanien sowie der iberische Nachbar Portugal und andere europäische Länder werden schon seit Wochen von einer ganzen Serie an Waldbränden heimgesucht. Seit Jahresbeginn haben großflächige Feuer allein in Spanien bereits mehr als 60.000 Hektar Land zerstört, wie Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (EFFIS) zeigen.

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