Cannstatter Volksfest 2026 in Stuttgart mit Fassanstich eröffnet
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 19:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWSMit dem traditionellen Fassanstich hat in Stuttgart das 179. Cannstatter Volksfest begonnen, das bis zum 11. Oktober auf dem Wasen gefeiert wird.
Oberbürgermeister eröffnet 17-tägiges Fest
Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) stach das erste Fass an und eröffnete damit die 17-tägige Veranstaltung. Den ersten Krug überreichte er an Landwirtschaftsministerin Marion Gentges (CDU), die Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) vertrat.
Die Feier wurde von Blaskapellen und Fanfarenzügen begleitet. Das Volksfest gilt als zweitgrößtes der Welt nach dem Oktoberfest und zieht jedes Jahr Millionen Menschen an. Im vergangenen Jahr zählten die Veranstalter rund 4,2 Millionen Besucherinnen und Besucher.
Bier fließt erst nach dem Fassanstich
Der Fassanstich wurde wie jedes Jahr aus dem Festzelt in die anderen Zelte übertragen. Er gilt als Startsignal: Erst danach darf das Bier in den weiteren sieben Zelten ausgeschenkt werden.
Historischer Umzug am Sonntag
Als nächster großer Höhepunkt steht am Sonntag der historische Volksfestumzug an. Trachtengruppen, Musikkapellen und Bürgerwehren aus ganz Baden-Württemberg ziehen vom Cannstatter Kursaal durch die Straßen des Stadtteils zum Wasen.
Nach Angaben der Veranstalter nehmen 3.600 Menschen an dem Umzug teil. Entlang der Strecke werden Zehntausende Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet.
Hauptfest der Landwirtschaft beginnt
Auf dem Gelände am Neckar-Ufer hoffen nun rund 240 Schausteller, Wirte und Marktkaufleute auf gute Geschäfte. Parallel zum Volksfest beginnt auch das Hauptfest der Landwirtschaft.
Volksfest als Wirtschaftsfaktor
Das Cannstatter Volksfest verbindet regionale Tradition mit erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. Rund 4,2 Millionen Besucherinnen und Besucher im Vorjahr verdeutlichen die Größenordnung der Veranstaltung. Für Schausteller, Wirte, Marktkaufleute, Beschäftigte und Zulieferer konzentriert sich ein wesentlicher Teil des Jahresgeschäfts auf die 17 Festtage.
Die Veranstaltung ist zugleich ein bedeutender Anziehungspunkt für Stuttgart und die Region. Besucher reisen aus Baden-Württemberg und darüber hinaus an, nutzen den öffentlichen Nahverkehr, übernachten in der Stadt oder verbinden den Festbesuch mit weiteren Freizeitangeboten. Damit wirkt sich das Fest nicht nur auf das Wasengelände, sondern auf Gastronomie, Handel und Mobilität im gesamten Umfeld aus.
Tradition und organisatorische Herausforderungen
Der historische Umzug am Sonntag macht die landwirtschaftlich geprägten Wurzeln des Festes sichtbar und ergänzt das moderne Angebot aus Fahrgeschäften, Festzelten und Verkaufsständen. Die erwarteten Zehntausende entlang der Strecke erhöhen zugleich den Aufwand für Verkehrslenkung, Sicherheit und Rettungsdienste.
Für die Besucher stehen in den kommenden Tagen neben Unterhaltung und Gastronomie auch praktische Fragen im Mittelpunkt: volle Wege, begrenzte Kapazitäten in den Zelten und eine hohe Nachfrage bei der An- und Abreise. Der Veranstaltungszeitraum bis zum 11. Oktober schafft für die Betriebe ein enges Zeitfenster, in dem Wetter, Besucherandrang und Konsumverhalten über den Geschäftserfolg mitentscheiden.
