Busunglück A96, Igling

Busunglück auf A96: Zweites Todesopfer identifiziert

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 12:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach dem Busunglück auf der A96 bei Igling ist auch das zweite Todesopfer identifiziert. Eine 27-jährige Philippinerin, die in Italien lebte, starb ebenso wie ein 58-jähriger Mann; die Schwerverletzten sind außer Lebensgefahr.

  • Zahlreiche Einsatzkräfte kümmerten sich nach dem Unfall um die Verletzten. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Zahlreiche Einsatzkräfte kümmerten sich nach dem Unfall um die Verletzten. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Die Autobahn musste stundenlang gesperrt werden. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Die Autobahn musste stundenlang gesperrt werden. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Zahlreiche Einsatzkräfte kümmerten sich nach dem Unfall um die Verletzten. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Zahlreiche Einsatzkräfte kümmerten sich nach dem Unfall um die Verletzten. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Zahlreiche Einsatzkräfte kümmerten sich nach dem Unfall um die Verletzten. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Die Autobahn musste stundenlang gesperrt werden. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Zahlreiche Einsatzkräfte kümmerten sich nach dem Unfall um die Verletzten. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nach dem schweren Busunglück auf der A96 bei Igling mit zwei Toten und 30 Verletzten ist auch das zweite Todesopfer identifiziert worden.

Zweites Todesopfer ist 27 Jahre alt

Nach Angaben der Polizei handelt es sich um eine 27 Jahre alte philippinische Staatsangehörige, die in Italien lebte. Das andere Todesopfer, ein 58 Jahre alter Mann, war bereits zuvor identifiziert worden.

Keiner der Schwerverletzten schwebte einen Tag nach dem Unglück noch in Lebensgefahr. Insgesamt wurden 17 Insassen schwer und 13 weitere leicht verletzt.

Bus auf dem Weg zur Münchner Wiesn

Der Reisebus war am Sonntagmorgen kurz vor 6.00 Uhr zwischen den Anschlussstellen Buchloe-Ost und Landsberg-West ohne Beteiligung anderer Fahrzeuge von der Fahrbahn abgekommen und bei Igling im Landkreis Landsberg umgekippt.

An Bord befand sich eine 33-köpfige Reisegruppe aus in Italien lebenden philippinischen Staatsangehörigen. Sie war von Mailand zum Münchner Oktoberfest unterwegs. Zwei italienische Busfahrer begleiteten die Gruppe.

Gutachter soll Unfallhergang klären

Gegen den 40 Jahre alten Fahrer, der zum Unfallzeitpunkt am Steuer saß, wird wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr ermittelt. Die Staatsanwaltschaft gab ein Gutachten in Auftrag, das die Unfallursache und den Hergang klären soll.

Eine philippinische Regierungsdelegation machte sich auf den Weg zum Unfallort, um sich ein Bild zu machen und gegebenenfalls Verletzte zu betreuen.

Großaufgebot an der Unfallstelle

Rund 130 Feuerwehrleute, 130 Sanitäter und etwa 20 Polizisten waren im Einsatz. Mehrere Rettungshubschrauber flogen Verletzte in Kliniken. Leichtverletzte wurden bis in die späten Abendstunden in Landsberg am Lech vom Roten Kreuz versorgt.

Die A96 war zunächst in beide Richtungen voll gesperrt. Nach rund 8,5 Stunden konnte der Verkehr wieder frei fließen.

Gutachten soll Unfallursache klären

Der Bus kam ohne Beteiligung anderer Fahrzeuge von der Fahrbahn ab. Damit konzentrieren sich die Ermittlungen auf den technischen Zustand des Fahrzeugs, die Straßen- und Wetterverhältnisse sowie das Verhalten des Fahrers. Das beauftragte Gutachten soll den Ablauf rekonstruieren und mögliche Ursachen voneinander abgrenzen.

Für die strafrechtliche Bewertung gilt zunächst die Unschuldsvermutung. Das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung ist bei einem tödlichen Verkehrsunfall ein regulärer Ermittlungsansatz und nimmt das Ergebnis der Untersuchung nicht vorweg. Entscheidend werden unter anderem Spuren am Bus, die Auswertung technischer Daten und Zeugenaussagen sein.

Internationale Reisegruppe und Folgen

Der Unfall betrifft eine in Italien lebende philippinische Reisegruppe auf dem Weg zu einem großen internationalen Publikumsereignis. Die angekündigte philippinische Regierungsdelegation unterstreicht die grenzüberschreitende Dimension des Unglücks; zugleich müssen Verletzte, Angehörige und die Identifizierung der Opfer koordiniert betreut werden.

Für den Verkehr auf der A96 hatte der Unfall erhebliche Folgen: Die Autobahn blieb rund 8,5 Stunden gesperrt, während zahlreiche Einsatzkräfte, Rettungshubschrauber und Kliniken zusammenarbeiteten. Für Reisende bedeutet der Fall zudem, dass bei schweren Busunfällen neben der medizinischen Versorgung auch Sprachmittlung, konsularische Hilfe und die Betreuung von Angehörigen eine zentrale Rolle spielen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

BR: „Auf dem Weg zur Wiesn: Reisebus kippt auf A96 um – zwei Tote“ (27.09.2026)

Der Bericht bestätige den Unfall, die zwei Todesopfer, die Reisegruppe aus 33 Passagieren und die Ermittlungen gegen den Fahrer. Anders als die aktuelle Meldung beschreibe er den zunächst kritischen Zustand eines Schwerverletzten und ordne den Einsatz anhand früherer schwerer Busunfälle ein; die genaue Ursache bleibe offen.

n-tv: „Wohl unterwegs zum Oktoberfest: Polizei ermittelt nach tödlichem Busunglück in Bayern gegen Fahrer“ (27.09.2026)

Der Artikel bestätige den Unfallhergang ohne Beteiligung anderer Fahrzeuge und das Gutachten zur Ursachenklärung. Er setze den Schwerpunkt auf das Ermittlungsverfahren gegen den 40-jährigen Fahrer und beschreibe, dass die Angaben zur Zahl der Insassen und Verletzten im Verlauf des Sonntags korrigiert worden seien; die aktuelle Meldung liefere inzwischen den Stand zur zweiten identifizierten Toten und zur medizinischen Lage.

Beide Berichte stimmten beim zentralen Geschehen, der internationalen Reisegruppe und der offenen Unfallursache überein. Unterschiede lägen vor allem im zeitlichen Stand der Opfer- und Verletztenangaben; die technische Rekonstruktion des Unfalls stehe weiterhin aus.

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