Busunfall bei Lent: Zwei Tote und 16 Verletzte
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 11:33 Uhr | dpa, AD HOC NEWSRettungseinsatz bei Lent
- Der Linienbus kam am Morgen bei Lent von der Straße ab und prallte gegen einen Baum.
- In dem Bus saßen laut Bildungsminister Édouard Geffray auch Schülerinnen und Schüler.
- Mehr als 100 Feuerwehrleute und 50 Gendarmen waren an der Unfallstelle im Einsatz.
Busunfall bei Lent fordert zwei Todesopfer
Zwei Menschen sind bei einem Busunfall im ostfranzösischen Lent gestorben, 16 weitere wurden nach vorläufigen Zahlen verletzt. Drei der Verletzten gelten als schwer verletzt, außerdem saßen Schülerinnen und Schüler in dem Linienbus.
Der Bus kam am Morgen gegen 7.00 Uhr von der Straße ab und prallte gegen einen Baum im Straßengraben. Lent liegt rund 50 Kilometer nordöstlich von Lyon.
Etwa 40 Menschen waren beteiligt
Nach Angaben der örtlichen Präfektur waren insgesamt etwa 40 Menschen in den Unfall verwickelt. Der Bus war im Linienverkehr unterwegs; warum er von der Straße abkam, blieb zunächst unklar.
Verkehrsminister Philippe Tabarot machte sich auf den Weg zur Unfallstelle. Der Bürgermeister von Lent, Yves Cristin, schilderte den Unfall im Sender BFMTV.
Gemeindesaal für Angehörige geöffnet
Das Rathaus öffnete einen Gemeindesaal, um Betroffene und Angehörige zu betreuen. Der Busfahrer konnte Medienberichten zufolge zunächst nicht vernommen werden.
Mehr als 100 Feuerwehrleute und 50 Gendarmen waren im Einsatz. Die Straße wurde rund um die Unfallstelle gesperrt.
Schüler an Bord des Linienbusses
Bildungsminister Édouard Geffray bestätigte, dass auch Schüler in dem Bus saßen. Die Rettungskräfte konzentrierten sich zunächst auf die Versorgung der Verletzten und die Sicherung der Unfallstelle.
Busunfälle mit vielen Verletzten führen in Frankreich regelmäßig zu umfangreichen Rettungseinsätzen, weil neben der medizinischen Versorgung auch die Betreuung von Angehörigen und die Absicherung der Unfallstelle koordiniert werden müssen. Bei dem Unglück nahe Lent übernahmen deshalb Feuerwehr, Gendarmerie und Gemeinde unterschiedliche Aufgaben.
Die frühe Uhrzeit und die Tatsache, dass Schülerinnen und Schüler an Bord waren, erhöhten den organisatorischen Aufwand. Neben der Sperrung der Straße musste die Gemeinde einen geschützten Ort für Betroffene und Angehörige bereitstellen. Die vorläufige Zahl von 16 Verletzten kann sich bei solchen Einsätzen noch verändern, wenn weitere Untersuchungen abgeschlossen sind.
Ermittlungen zur Unfallursache
Im Mittelpunkt der weiteren Ermittlungen steht, warum der Linienbus gegen 7.00 Uhr von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte. Die Angaben zum Zustand des Fahrers und zu möglichen technischen oder straßenbedingten Faktoren werden voraussichtlich erst nach Befragungen und einer Untersuchung des Fahrzeugs belastbar bewertet.
Für die Region östlich von Lyon hat der Unfall unmittelbare Folgen: Die Straße bleibt rund um die Unfallstelle gesperrt, während Rettungskräfte arbeiten und Spuren sichern. Verkehrsminister Philippe Tabarot kündigte durch seine Anreise zur Unfallstelle die politische Aufmerksamkeit für das Geschehen an. Für Familien und Schulen steht zunächst die Versorgung der Verletzten und die Information der Angehörigen im Vordergrund.
