Bombendrohungen, Passagierflüge

Bombendrohungen: Mehrere Europa-Flüge werden umgeleitet

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 12:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Mehrere europäische Flugzeuge und Flughäfen sind erneut von Bombendrohungen betroffen. Sicherheitskräfte prüfen die Maschinen, während die Hintergründe der Warnungen offen sind.

Flugumleitungen und Sicherheitsprüfungen in Europa

  • Ein Flug von Dublin nach Rom landete nach einer Drohung auf dem Militärflughafen Évreux in Frankreich.
  • An Bord der umgeleiteten Maschine befanden sich 151 Passagiere und sechs Crew-Mitglieder.
  • In Prag gingen Warnungen gegen vier Flugzeuge ein, die nach der Landung durchsucht wurden.
Wegen einer Bombendrohung geht es für eine Maschine aus Dublin vorerst nicht wie vorgesehen nach Rom. (Symbolbild) - Bild: Federico Gambarini/dpa

Bombendrohungen treffen mehrere Flüge und Flughäfen

Zum zweiten Mal in dieser Woche sind mehrere europäische Flüge von Bombendrohungen betroffen. Ein Linienflug von Dublin nach Rom wurde nach Frankreich umgeleitet und landete auf dem Militärflughafen Évreux.

151 Passagiere in Sicherheit gebracht

An Bord der Maschine waren 151 Passagiere und sechs Crew-Mitglieder. Das Amt des französischen Premierministers teilte mit, dass sie in Sicherheit gebracht würden; Sprengstoffexperten seien im Einsatz.

Évreux liegt etwa 100 Kilometer nordwestlich von Paris. Bereits am Dienstag hatte es Bombendrohungen gegen kommerzielle Flüge in Europa gegeben.

Kampfjets eskortieren Finnair-Flug nach Rom

In Italien wurde ein Finnair-Flug aus Helsinki nach einem anonymen Hinweis auf eine mögliche Bombe von Kampfjets der italienischen Luftwaffe zum Flughafen Rom-Fiumicino eskortiert. Die Maschine landete gegen 9.30 Uhr, anschließend leiteten Polizeiexperten die vorgesehenen Sicherheitskontrollen ein.

Eine weitere Maschine, die am Morgen in Mailand-Malpensa gestartet war, wurde wegen einer während des Fluges eingegangenen Bombendrohung nach Wien umgeleitet. Ein österreichischer Polizeisprecher bestätigte die Landung; zuvor war in Polen eine entsprechende E-Mail eingegangen.

Keine Gefährdung in Wien und Kopenhagen

In Wien wurde keine Gefährdung festgestellt. Das Flugzeug sei inzwischen nach Warschau unterwegs, teilte der Polizeisprecher mit und bezeichnete die Drohung als «abstrakt».

Am Flughafen Kopenhagen gingen Drohungen gegen zwei Flüge ein. Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte nach Angaben der Polizei nichts Verdächtiges; eine Gefahr für Passagiere oder andere Personen habe nach ihrer Einschätzung nicht bestanden.

Vier Maschinen in Prag überprüft

Auch der Flugverkehr in Prag war betroffen. Die tschechische Polizei erhielt Warnungen über improvisierte Sprengsätze an Bord von vier Flugzeugen. Spezialisten durchsuchten die Maschinen nach der Landung am internationalen Václav-Havel-Flughafen; die Polizei stufte die Relevanz der Drohungen als niedrig ein.

Weitere Drohungen gegen Flüge nach Bulgarien und Rumänien

Drei Ryanair-Maschinen erhielten auf dem Weg nach Bulgarien Bombendrohungen. Ein Flug aus London wurde nach Plowdiw umgeleitet, während die Maschinen aus Kopenhagen und Madrid planmäßig in Sofia landeten.

In Rumänien erhielt eine Wizz-Air-Maschine auf dem Flug von Mailand nach Bukarest eine Bombendrohung. Das Flugzeug landete sicher und planmäßig in der rumänischen Hauptstadt; der Inlandsgeheimdienst SRI untersuchte die Maschine.

Die aktuellen Drohungen treffen den europäischen Luftverkehr nur wenige Tage nach einer ersten Serie ähnlicher Vorfälle. Am Dienstag waren nach Medienberichten rund zehn innereuropäische Flugzeuge Ziel falscher Bombenwarnungen; auch Maschinen mit Ziel Warschau und Rom wurden damals überprüft. Die neue Häufung erstreckt sich nun über mehrere Länder und unterschiedliche Fluggesellschaften.

Die Reaktionen folgen etablierten Sicherheitsverfahren: Flugzeuge werden umgeleitet oder nach der Landung abgesondert, Passagiere und Besatzungen in Sicherheit gebracht und Sprengstoffexperten eingesetzt. In Wien wurde die Drohung als abstrakt bewertet, in Prag stuften die Behörden die Relevanz der Warnungen als niedrig ein. Auch in Kopenhagen fanden die Durchsuchungen keine verdächtigen Gegenstände.

Auswirkungen auf den Flugverkehr

Für Reisende bedeuten solche Hinweise zunächst erhebliche Verzögerungen, zusätzliche Sicherheitskontrollen und mögliche Änderungen der Flugroute. Dass mehrere Warnungen gleichzeitig Flughäfen und Maschinen in verschiedenen Staaten betreffen, bindet Einsatzkräfte und erschwert eine schnelle Rückkehr zum regulären Betrieb.

Die Hintergründe der aktuellen Drohungen sind bislang nicht bekannt. Offen bleibt damit auch, ob die einzelnen Hinweise miteinander verbunden sind oder unabhängig voneinander eingingen. Für die betroffenen Flüge steht zunächst die Sicherheitsprüfung jeder einzelnen Maschine im Vordergrund.

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